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01.01.2009 Alter: 4 Jahr(e)
Kategorie: General

Schmelztiegel der Sternentstehung

Neue Erkenntnisse zu kleinsten Galaxien des Universums


Die kleinsten Galaxien des Universums leuchten viel schwächer, als es für Sternenhaufen ihrer Gewichtsklasse zu erwarten wäre. Astronomen der Universität Bonn präsentieren nun eine Erklärung für dieses überraschende Phänomen: Nach ihren Berechnungen beheimaten die so genannten „Ultrakompakten Zwerggalaxien“ außergewöhnlich viele Neutronensterne und Schwarze Löcher – das Erbe einer gleißend hellen Vergangenheit.

Sie sind die kleinsten unter den Galaxien im Weltall: Ultrakompakte Zwerggalaxien (UCDs, nach dem Englischen ultra compact dwarf galaxies) sind so klein, dass Astronomen sie beim Blick durch das Teleskop lange Zeit für ganz normale Sterne der Milchstraße gehalten hatten. Erst als vor rund zehn Jahren der Bonner Astronom Michael Hilker und der Australier Michael Drinkwater das Lichtspektrum dieser vermeintlichen Einzelsterne genauer analysierten, entpuppten sie sich als unvergleichlich kompakte Ansammlung von Sternen.

UCDs ähneln in vielen Aspekten den einfachen Kugelsternhaufen, die Galaxien wie unser Milchstraßensystem umgeben. Wegen ihrer ungeheuren Masse zählen Astronomen sie aber häufig zu den Galaxien: Sie sind bis zu hundert Mal schwerer als die massereichsten Kugelsternhaufen. Diese Masse konzentrieren die Zwerggalaxien zudem auf engstem Raum, daher ihr Name: ultrakompakt. Sie sind etwa hundertmal kleiner als durchschnittliche Galaxien. „Der Abstand von unserer Sonne zum galaktischen Zentrum der Milchstraße beträgt etwa 30.000 Lichtjahre. UCDs sind höchstens hundert Lichtjahre groß“, verdeutlicht Jörg Dabringhausen, Doktorand am Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn, die Dimensionen.

Für weitere Informationen:
» http://www1.uni-bonn.de/pressDB/jsp/pressemitteilungsdetails.jsp?detailjahr=2009&detail=12