English | Übersicht | Kontakt | Impressum | Login
01.07.2006 Alter: 7 yrs
Kategorie: General

Drei deutsche Unis und das dunkle Universum


Im äußeren Bereich der Spiralgalaxie NGC 4526 wurde 1994 eine Supernova vom Typ Ia beobachtet. Supernovae von diesem Typ haben den Astronomen verraten, dass sich die Expansion des Universums beschleunigt - ein Effekt, den man auf die Dunkle Energie zurückführt. (Foto: NASA, ESA, The Hubble Key Project Team und The High-Z Supernova Search Team)

Astronomen in Heidelberg, Bonn und München wollen in den kommenden Jahren gemeinsam versuchen, hinter das Geheimnis von dunkler Materie und dunkler Energie zu kommen. Die Kooperation wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines so genannten transregionalen Sonderforschungsbereich mit dem Thema "Das Dunkle Universum" unterstützt.

Die Entschlüsselung Dunkler Materie und Dunkler Energie, die gemeinsam mehr als 95 Prozent der Energiedichte unseres Universums ausmachen, ist ein wesentliches Ziel moderner theoretischer und experimenteller physikalischer Forschung. Aus einer Vielzahl von Messungen schließt man indirekt auf die Existenz Dunkler Materie. Sie trägt bis zu einem Viertel zur Energiedichte des Universums bei, aber man kennt ihre physikalische Natur und Zusammensetzung bisher nicht. Bekannt sind heute nur die etwa fünf Prozent von so genannter baryonischer Materie, die direkten Beobachtungen und Messungen zugänglich sind.

Der Hauptteil der Energiedichte des Universums besteht aus der gleichmäßig im Weltall verteilten Dunklen Energie. Aus Messungen des Lichts entfernter Sternexplosionen lässt sich folgern, dass unser Universum sich gegenwärtig beschleunigt ausdehnt. In der theoretischen Beschreibung sucht man die Ursache entweder in einer so genannten kosmologischen Konstanten in den Einsteinschen Feldgleichungen oder in einer zeitabhängigen Beschreibung. Die Antwort auf die Frage, ob die Dunkle Energie statischer oder dynamischer Natur ist, hat fundamentale Bedeutung für die Physik. Sie betrifft nicht nur die Grundlagen von Kosmologie und Astrophysik, sondern auch die der Teilchenphysik.

Für weitere Informationen:
» http://www.astronews.com/news/artikel/2006/07/0607-007.shtml