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01.12.2008 Alter: 4 yrs
Kategorie: General
Von: Pressestelle Uni Bonn

Wasser im frühen Universum

Nachweis von H2O in Rekordentfernung mit dem Radioteleskop Effelsberg


Wissenschaftler des Max-Planck-Institut für Radioastronomie sowie der
Universität Bonn haben Wasser in der bisher größten bekannten Entfernung
im Universum nachgewiesen. Das Wassermolekül wurde in einem Quasar
gefunden, der 11,1 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Die
Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature vom
18. Dezember 2008 veröffentlicht.

Die Entdeckung von Wasser im frühen Universum wurde erst dadurch möglich,
dass der Quasar MG J0414+0534 zufällig in gleicher Richtung wie eine
Vordergrundgalaxie in geringerer Entfernung am Himmel zu finden ist. Diese
Vordergrundgalaxie wirkt nun wie ein gewaltiges kosmisches Teleskop: Durch
den Einfluss ihrer Schwerkraft wird das Licht des Quasars verstärkt und
gleichzeitig auch so verzerrt, dass vier separate Abbildungen des Quasars
am Himmel sichtbar werden. Ohne diesen Gravitationslinseneffekt hätte es
volle 580 Tage Messzeit mit dem 100-m-Teleskop gebraucht, die Strahlung
des Wassermoleküls sichtbar zu machen. So genügten 14 Stunden, um diese
bemerkenswerte Entdeckung zu ermöglichen.

Für weitere Informationen:
» http://www1.uni-bonn.de/pressDB/jsp/pressemitteilungsdetails.jsp?detailjahr=2008&detail=364