Jedes Jahr öffnet die Uni Bonn im Februar ihre Tore für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. An fünf Nachmittagen haben Interessierte die Möglichkeit einen Blick in Institute, Labors und Bibliotheken zu werfen und durch Vorlesungen, Workshops und Führungen den universitären Alltag kennenzulernen.
Das Argelander-Institut für Astronomie ist natürlich auch immer dabei! Jedes Jahr begrüßen wir zahlreiche Schülerinnen und Schüler und stellen den Studiengang Physik/Astronomie vor. Ergänzt wird dieser Informationsteil durch spannende und vielseitoge Vorträge über die unendlichen Weiten des Weltraums. Dabei soll die Faszination für Forschung und Technik erweckt werden.
Neugierig? Im März 2013 ist es wieder soweit! Bis dahin kann der Erlebnisbericht des Schülers Tim Rudner Euch einen Vorgeschmack liefern.
Bericht über die Hochschultage der Uni Bonn 2011:
An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn finden seit 2008 jährlich die Bonner Hochschultage statt, die darauf ausgelegt sind, Schülern ihre zukünftige Studienfachwahl zu erleichtert. Eine Woche lang werden Informationsveranstaltungen zu den verschiedenen Studienfächern, dem Bewerbungs- und Zulassungsprozess, den Wohnmöglichkeiten in Bonn sowie zum Thema Kosten und Finanzierung eines Studiums abgehalten. Bei der Voranmeldung wurden im Jahr 2011 bereits mehr als 3.000 studieninteressierte Schüler registriert, was die immense Nachfrage nach Veranstaltungen wie dieser verdeutlicht.
Natürlich hielt während der Hochschultage auch die Fachgruppe Physik/Astronomie Informationsveranstaltungen ab - jeweils eine pro Fachbereich. Zuerst fand die Veranstaltung über das Studienfach Astronomie statt. Abgehalten wurde sie im Argelander-Institut für Astronomie, das direkt neben dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie auf dem Campus Endenich liegt. In angenehmer Atmosphäre wurde zu Beginn mit Gebäck und Getränken die Stimmung gelockert und klargestellt, dass während des Vortrages jederzeit Zwischenfragen gestellt werden dürfen - und sollen! Die folgende Präsentation des Studienfachs Astronomie, das man entweder schon als Nebenfach während des Bachelors oder nach dem Bachelor auch als Master of Astrophysics studieren kann, befasste sich mit zwei Thermen. Zum einen ging es um den Arbeitsalltag eines Astronomen und zum anderen um einige Einblicke in die vielseitige Welt der Astronomie. So hat der Beruf des Astronomen nur noch wenig mit dem Beobachten, wie es Galilei einst tat, zu tun, sondern vielmehr mit der Analyse von durch Messungen und Beobachtungen erlangten Daten. Dies macht das in einem Physikstudium erlangte Wissen und Können - das Handwerkszeug der Astronomen - selbstverständlich unentbehrlich. Auch der Ausblick, dass es statistisch kaum zu bezweifeln ist, bei einer so unvorstellbar großen Anzahl an Galaxien, Planetensystemen und Planeten nicht die einzige Form von (intelligentem) Leben im Universum zu sein, weckte gleichsam Interesse und Fantasie bei den Zuhörern! Die inhaltlich schon sehr gehaltvolle Präsentation zeichnete sich allerdings mindestens ebenso sehr durch den riesigen Enthusiasmus der Referentin Nadya Ben Bekhti und durch die interessanten Informationen der Mitglieder ihrer Arbeitsgruppe, die selbst entweder kürzlich ihr Studium beendet hatten oder zu diesem Zeitpunkt für ihre Abschlussarbeit forschten, aus.
Zwei Tage darauf folgte die Präsentation des Faches Physik, die durch den Fachvorsitzenden Dr. Metsch eingeleitet wurde, indem er den Aufbau des Physikstudiums darstellte und die Anwesenden über die Vor- und Nachteile des Studiums aufklärte - erstere waren jedoch deutlich überzeugender! Zuletzt motivierte er noch jeden mit Interesse an der Physik, sich der Herausforderung dieses Studiums zu stellen! Im Anschluss hielt Prof. Dr. Dingfelder einen sehr plastischen Vortrag über die Grundlagen der Teilchenphysik, der, wahrscheinlich auch durch die häufige Berichterstattung über das CERN in den Medien, auf viel Neugierde bei den anwesenden Schülern traf.
Die Hochschultage waren also auch im Jahr 2011 ein guter Anlaufpunkt für Studieninteressierte in den Fächern Physik und Astronomie. Mit Sicherheit haben sie jedoch nicht nur das Interesse an einem Studium der Physik oder Astronomie gestärkt beziehungsweise geweckt, sondern sind auch Quell neuer Wissbegierde der Schüler gewesen!
Tim Rudner