Noch ein Blog ... über das Universum und mehr
Aktive Spezial-Blogs
(seltene Updates): Deep Impact, SoFi 2006, Mintron
Heisse News und Links dazu gibt's im Cosmic Mirror in Englisch und hier in Deutsch!


2005 - Mi, 28. Dezember: Real Climate, einer der relevantesten Blogs ueberhaupt, ist nun ein Jahr alt geworden.
Mi, 21. - Do, 22. Dezember: Wüste Launch Party im EUMETSAT-HQ in Darmstadt für den Meteosat Second Generation 2 - zu Ehren des Ariane-Starts in Kourou mit gewagter Dschungelatmosphäre (inklusive Holz-Affen und - Krokodil!) und karibischer Rockband. Und einem üppigen Buffet (Hummer ohne Ende), von dem die rund 600 Gäste reichlich Gebrauch machen: Sie scheinen überwiegend aus der Meteosat-Szene zu stammen, denn vielen (ihnen) bekannten Gesichtern aus dem Kontrollraum in der Arianespace-Übertragung wird frenetisch zugejubelt. Und der pünktlich abhebenden Ariane ebenfalls: Bei der ESA wird dagegen erst geklatscht, wenn der letzte Satellit glücklich abgesetzt ist. Auch beachtlich: Das Hessenfernsehen überträgt 90 (!) Minuten lang live, mit dem Haupt-Wetterfrosch als sich sehr wichtig nehmendem Anchorman, der mit großen kamera-, kabel- und monitorschwingendem Gefolge durch die Halle rauscht ... [25.12.]
Mo, 19. Dezember: Warum die Leugner des Global Warming keine Skeptiker im wahren Sinne dieses Wortes sind, erlaeutert RealClimate. [20.12.]


So, 18. Dezember: Enttaeuschende Discovery Channel-Doku ueber Deep Impact auf Kabel 1, offenbar hektisch direkt nach dem 4.7. produziert - in dem 44 Minuten (ohne Werbung) langen Film wird erst in Minute 35 gestartet, der Impakt selber kommt wenige Minuten vor Schluss, und von irgendwelchen Ergebnissen ist nichts zu hoeren. [20.12.]
Fr, 16. Dezember: Die 'Space Cadets'-"Raumfahrer" erfahren, dass alles nur getuerkt war - laut Darstellung des Senders haben sie nie etwas geahnt ... [20.12.]
Do, 15. Dezember: Langes Portrait von Rita Schulz in der ZEIT - was aus einer Bochumer Astronomin alles werden kann ... [20.12.]
Letzter Vortrag des Jahres im Deutschen Museum von S. Wolff zur Frage, ob Max Planck ein Reaktionaer war - Antwort: manchmal schon, aber nicht mit boeser Absicht, und die Max Planck Gesellschaft traegt ihren Namen zu Recht. [20./25.12.]
Di, 13. Dezember: ClickOnline auf BBC World empfiehlt in der vergangenen Nacht Sleeping in Airports ... :-)


So, 11. Dezember: Der schwerste Brand in Europa seit dem 2. Weltkrieg in der Nähe von London - selbst aus dem Weltraum ist die riesige schwarze Wolke leicht zu sehen. [13.12.]
Do, 8. Dezember: "Annihilation by a hostile space-colonizing robot race" in einem wissenschaftlichen Paper - das gibt's wirklich ... Auch lesenswert: Weinberg über "Living in the Multiverse" (bemerkenswerter Schlusssatz :-). [10.12.]
Abends Vortrag von J. Renn im Deutschen Museum Bonn über Einstein jenseits des Mythos. Weiß aber auch nichts Näheres über die Seriösität der Datenauswertung Eddingtons 1919 mitzuteilen, empfiehlt aber D. Kennefick in den USA (schrieb gerade über Einstein Versus the Physical Review) als Experten. [10.12.]
Ein gesalzener Artikel über die Unmöglichkeit, Sterne zu "kaufen" erscheint in Florida Today, die die Geschäftemacherei als unethisch brandmarkt - recht so! Außerdem: die APA und AFP über den Betrug mit "Mondgrundstücken" [8./10.12.].
Mi, 7. Dezember: In England beginnt heute die bizarrste (Un-)Reality-TV-Show überhaupt, bei der den Teilnehmern vorgegaukelt wird, sie trainierten für einen echten Raumflug, den sie dann auch antreten - in einer alten Shuttle-Attrappe ... [8.12.]
Am Dies Academicus der Uni Bonn Antrittsvorlesung des Physikers Christoph Hanhart über erkenntnistheoretische Aspekte des Standardmodells der Elementarteilchen, "Von der Beobachtung zur Einsicht: Der Prozess wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns" - auch wenn man die Quarks nicht isolieren kann, muß man einfach an sie glauben ... [8.12.]


Do, 1. Dezember: Das Sealife in Königswinter wird heute eröffnet.
Abends VSB-Vortrag von V. Springel über die Millennium Simulation - nachher erzählt er viele Anekdoten aus der Welt der Supercomputer (merke: man bewerbe sich um Rechenzeit beim allerneuesten, den noch keiner kennt). Und offenbar ein steigendes Interesse an der Beobachtung des echten Universums im Fernrohr. [8.12.]
Mi, 30. November: Die ESA macht mal wieder einigen Wirbel mit der angeblichen Entdeckung riesiger Eisfelder unter der Marsoberfläche - aber genauer besehen ist die Interpretation der MARSIS-Echos ziemlich schwierig ... [1.12.]
Abends Vortrag von Munzhul Baramsai über "Die Mongolei zwischen Tradition und Moderne" in einer Buchhandlung nahe der Uni (eine Veranstaltung des Asta-Referats für Internationales, das gerade bei Ländern mit 'M' angekommen ist) - Bonn ist offenbar das Zentrum in Deutschland für den kulturellen Austausch mit UB. Wichtig vielleicht für die SoFi 2008. [1.12.]
15 Radioteleskope hörten Huygens, erzählt VLBI-Crack L. Gurvits am Rande einer Tagung in Bonn, wobei es gar nicht so sehr auf die Größe (die kleinsten waren 25-m-Schüsseln) sondern auf die Störungsfreiheit des Standorts ankam. Das Sterben der Batterie (berechnet inzwischen auf 16:17 UTC) bekam keiner mit, weil um 16:00 alle abschalteten.
Di, 29. November: Anregende Diskussion zur Frage »Wie wunderbar war das Wunderjahr 2005?« im Deutschen Museum Bonn, mit M. Pössel (Golm), H. Fritzsch (dessen »Quarks« sich in 1/4 Jh. weltweit in 27 Sprachen 3 Mio.-mal verkauft haben) und D. Meschede (Bonn). Letzterer weiß zu berichten, daß »Einstein«-Veranstaltungen in Frankreich fast unmöglich sind, weil der Franzose an sich überzeugt ist, Einstein haben die SRT größtenteils von Poincaré geklaut ... [30.11.]


Do, 24. November: Auf der ISS haben sie den neuen Potter-Film geguckt - allerdings mit Unterstützung des Studios und keine Raubkopie ...
Mi, 23. November: Ein spektakulärer Exoplanet, exklusiv bei 3Sat - wo gibt's denn so was??? Die Nano-Story über den angeblichen Nachweis eines Jupiters bei Pollux mit dem 2-m-Teleskop in Tautenburg wird weder von der Exoplaneten-Enzyklopädie noch astro-ph noch ADS noch der Homepage von Tautenburg noch Google (!) bestätigt ... [24.11.] War aber doch wahr: Das Paper kam nur viel später ... [20.11.2006]
Hayabusa hat doch Kontakt mit Itokawa gehabt! [24.11.]
Di, 22. November: Alle(?) Fenster in die Venus-Atmosphäre, die im Prinzip auch für Amateure zugänglich sind, werden hier aufgelistet - v.a. zwischen 850 nm und 1.1 µm tut sich 'ne Menge ...
Toller Vortrag im AI von David McComas, dem PI von IBEX - einem NASA-SMEX, der im Juni 2008 starten soll (auf einem Pegasus und mit einer riesigen weiteren Raketenstufe für einen extrahohen Orbit - zu zeigen, dass das überhaupt geht, war am schwierigsten). Den Outreach wird das Adler-Planetarium in Chicago besorgen, das dafür vom Projekt 1.8 Mio.$ bekommt und aus eigenen Mitteln weitere 650'000$ bereit stellt: Es wird ein Planetariumsprogramm geben, Unterrichtsmaterial (auch speziell für Behinderte und Legastheniker!) und und und ...
Exaxt 6 Monate nach dem überraschenden Ausrufen von Neuwahlen wird Merkel als erste Kanzlerin der BRD gewählt.


So, 20. November: Bei Hayabusa ist schon wieder was schiefgegangen - vergangene Nacht fiel kurz vor Erreichen der Oberflaeche Itokawas fuer die erste Probenentnahme der Funk aus, und das komplizierte Manoever wurde wahrscheinlich abgebrochen.
Sa, 19. November: Von 11:00-18:00 im Bochumer AI Workshop der SoFi-vom-3.10.2005-am-Rand-Beobachter (von mir & Susanne einberufen) - zahlreiche Promis v.a. aus der OTA-ES- aber auch der SoFi-Foto-Szene erscheinen, so dass am Ende 15 Leute anwesend sind (die fernsten Gaeste kamen aus Stuttgart). Praktisch genau die richtige Zahl fuer intensive Diskussionen! [20.11.2005/20.11.2006]
Fr, 18. November: Abends Vortrag an der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen ("Alles ueber Sonnenfinsternisse" :-) - und danach bei exzellenten Seeing Mars- aber auch Mond- und Saturnbeobachtung mit den exzellenten Geraeten der WHS; v.a. der 6"-Refraktor und der 10"-Schiefspiegler (mit Apodizer-Gitter) ueberzeugen. Der Mars zeigt - es ist inzwischen Mitternacht - auch noch eine besonders schoene Seite, wobei insbesondere Meridianii Sinus enorm kontrastreich daherkommt. [20./24.11.]
Do, 17. November: Vortrag von Hasinger in der Bochumer "Weltraum als Labor-Reihe" - alles ueber das All in 75 Minuten. Interessant die Analogie des fruehen Kosmos vor der Entkopplung der Strahlung mit einer Kerzenflamme, die Schatten wirft. Erzaehlt, dass es nach dem Versand des Brandbriefs tatsaechlich zu einer Audienz bei einem Staatssekretaer kam - mit dem Ergebnis, dass man sich mal wieder treffen sollte ... [20.11.]


Sa, 12. November: Hayabusa zielt daneben: Bei der jüngsten Annäherung mißlingt das Absetzen des Minilanders Minerva, weil sich das Mutterschiff just in diesem Moment zu schnell von Itokawa weg bewegte. [14./20.11.]
Im Koalitionsvertrag (PDF, 191 Seiten!) kommt zwar der "Weltraum" nicht vor, aber wenigstens ein paarmal "Raumfahrt". Und den String "astronomie" gibt es auch einmal: im Zusammenhang mit Schwarzarbeit in der Gastronomie ... :-)
Fr, 11. November: "The most interesting cluster in the Universe" - den haben Röntgenastronomen amtlich festgelegt. :-) [14.11.]
Deutschland gerettet? Pünktlich zum Sessionsbeginn wird um 17:51 MEZ die erfolgreiche Bildung einer großen Koalition bekanntgegeben. Was die Nachrichtenredaktion von Sat.1 erheblich verwirrt: ½ Stunde später wird Stoiber mit »SPD« untertitelt, der Moderator meint, die Parteitage am Montag würden den Vertrag »absägen« (statt »absegnen«) - und ein anderes Bild wird mit »dummy« untertitelt ... [12./14.11.]
Do, 10. November: Ab kommenden März startet in Mannheim eine große Ausstellung "RAUMFAHRT - Unsere Zukunft im All", deren Konzeption allmählich Form annimmt. [12.11.]
Mi, 9. November: Start des Venus Express der ESA, mit der üblichen zünftigen Launch Party am ESOC, wo selbst um 4:33 morgens der große Hörsaal voll ist. Schöne Livebilder aus Baikonur (wobei das Abtrennen der Booster auf dem Monitor des die Videoprojektion abfilmenden Camcorders besser als direkt zu sehen ist), nur der Informationsfluß über das erfolgreiche Absolvieren der späteren Flugetappen - 2. Zündung der Fregat, Abtrennung der Sonde, erster Anruf in Australien - hakt, die frohe Kunde wird erst mit einigen bis etlichen Minuten Verzögerung an den Saal weitergegeben. Daß sich der Venus Express gemeldet hat, kann man immerhin dem »Thumbs Up« der ESOC-Sprecherin zu einigen der versammelten Manager um 6:31 MEZ entnehmen; bekannt gegeben wird es erst zwei lange Minuten später, während auf der Bühne Belanglosigkeiten ausgetauscht werden. Derweil erscheinen mehrere E-Mails an die Planetary Society von mir dort überraschend im O-Ton in einem Blog ... [12.11.]
Am Abend bringt das Hessische Fernsehen im 3. Programm eine kurzfristig ins Programm aufgenommene Sondersendung zum Venus Express, live moderiert aus dem ESOC! Und die 23 Minuten - für die eine Wiederholung des ARD-Boulevard-Trashs »Brisant« aus dem Programm gekegelt wird - sind ausgesprochen gut gemacht, mit Interviews und schon länger vorbereiteten Einspielern (erkennbar an einer anderern Jacke der ESOC-Sprecherin :-). Und den Schluß bildet eine Star Party ESOC-naher Amateurastronomen mit viel Publikumsverkehr. [12.11.]
Am Rande der Launch Party Wortwechsel mit Vittorio Formisano, dessen Instrument PFS sowohl auf dem Mars wie dem Venus Express unterwegs ist: Was wurde denn nun aus der angeblichen Messung großer Formaldehyd-Mengen in der Marsatmosphäre, die im Februar für Aufsehen sorgte? Bei Icarus habe er ein Paper eingereicht und auch schon einen Referee-Report, den er aber - wegen der ganzen Arbeit beim Wiederbeleben des PFS auf dem Mars Express noch nicht einmal gelesen habe. Ja, glaubt man das? Im übrigend fände er die ganze Methan- und Formaldehyd-Geschichte gar nicht mehr so spannend (obwohl es dabei um den vermeintlich direktesten Beleg für heutiges Leben auf dem Mars geht???): Vielmehr habe das PFS auch so etwas wie Laserstrahlung aus der Marsatmosphäre gefunden, und das sei doch viel aufregender. Auch hier sei ein Icarus-Paper schon eingereicht. [12.11.]
Verheerende Bombenanschläge in Amman auf drei große Hotels mit 57 Toten - jetzt ist auch das einst so einladende Land zwischen Israel und dem Irak zur Zielscheibe geworden ... [12.11.]
Um 3:14 MEZ gibt es genau über der A 67 südwärts blickend (bzw. in Fahrtrichtung, auf dem Weg nach Darmstadt) einen etwa -2 mag. hellen Meteor zu sehen, bei dem es sich der Bahn nach um einen Tauriden gehandelt haben könnte: Vielleicht ist an der Geschichte mit der Häufung von Tauriden-Feuerkugeln 2005 etwas dran. [12.11.]
Di, 8. November: Kurz nach Mitternacht - und keine 24 Stunden nach der Opposition 2005 - Mars-Beobachtung mit dem 20+ Jahre alten 10-Zoll-Billigdobson »Odyssey Compact«, off-axis abgemeldet auf 15 cm (was zufälligerweise der Durchmesser der ersten greifbaren Untertasse war, die als Schablone für die spontan gebastelte Pappmaske diente :-). Das Bild - so sah es gleichzeitig in Ludwigsburg aus - bei 170-facher Vergrößerung ist zeitweise überraschend scharf und kontrastreich, jedenfalls bei bestimmten Orientierungen der Blende: Der Coulter-Spiegel hat mindestens einen »sweet spot« und ist auch bei hoher Vergrößerung einsetzbar. [12.11.]


Mi, 2. - Fr, 4. November: Fünf Astro-Veranstaltungen in/bei Bochum in 50 Stunden - Sternenklänge (Derniere der "Zukunftsträume"), Vortrag von Feuerbacher über Mars in der Reihe Der Weltraum als Labor, Sterne über Bochum, 7. Astronomischer Nachmittag in Essen und Freitags-Meeting von Ad Astra. [6.11.]
(3. November Dem Wesen des Star Trek-Fans ist eine wissenschaftliche Studie an der Uni Bonn auf den Grund gegangen ...
(2. November) Phänomenale Nahaufnahmen von Itokawa werden überraschend veröffentlicht, dazu ein Zeitplan für diesen Monat - der leider dann nicht eingehalten werden kann. [12.11.]
In der Mittags-Tagesschau gibt's die zwei neuen Pluto-Monde zu sehen - der nicht mal mehr größte Bewohner des Kuiper-Gürtels hat immer noch eine »gute Presse« ... [12.11.]
Mo, 31. Oktober: Halloween ist inzwischen auf dem Weg zu einem Massenphänomen auch in Deutschland - nach jahrhunderte langem Umweg von Nordeuropa in die USA und nun zurück. Und der Zeitpunkt wie auch die ursprüngliche kultische Bedeutung haben sogar etwas mit Astronomie zu tun! [12.11.]
Der überraschende Rückzug von Münte vom SPD-Vorsitz bringt die deutsche Politik schon wieder durcheinander ... [6.11.]


Fr, 28. - So, 30. Oktober: Zweite Tagung der VdS-FG Astronomiegeschichte an der Sternwarte Sonneberg, mit seltener Übernachtungsgelegenheit in der Sternwarte selbst und Teilnahme an der nächtlichen Himmelsüberwachung, die seit fast 80 Jahren nahezu ohne Unterbrechung läuft. Unter den Tagungsreferenten hebt sich L. Clausnitzer dadurch hervor, daß er erst einmal einen flammende Appell zur Rettung des Astrounterrichts in Sachsen als eigenständigem Schulfach hält. Nach ausführlicher Besichtigung der historischen Anlage sowie der noch genutzten Teleskope und der gigantischen Plattensammlung kommt es am Sonntagnachmittag vor der Rückreise nach fast vier Jahren endlich zu einer 3/4-Reunion der Teilnehmer der RiSoFi-Expedition 2001 nach Costa Rica mit dem Sonneberger Gastgeber K. Löchel, K.-H. Mau aus Sachsen-Anhalt & mir. [1./6.11.]
1989 sorgten "fliegende Dreiecke" über Belgien für anhaltende Aufregung, bis seriöse UFO-Forscher das Phänomen ziemlich überzeugend auf illegal fliegende Ultraleichtflugzeuge zurückführen konnten - jetzt ist im CENAP REPORT (PDF; Seiten 62-63) der Bericht eines Amateurastronomen und Amateurfunkers erschienen, der den Funkverkehr zwischen einem dieser Ultralights und der Bodenmannschaft mithörte und sogar einem der finsteren Flieger persönlich begegnete! [1.11.]
Di, 25. Oktober: Abends im Deutschen Museum Bonn Vortrag von P. Aufmuth über Gravitationswellenforschung in Europa - im November beginnen wieder (auf ½ Jahr angelegte) Koinzidenzmessungen mehrerer der GW-Detektoren auf der Welt, darunter GEO600 bei Hannover. Und der Start des ersten GW-Detektors im Weltraum, der LISA-Satelliten, ist nun für 2014 geplant, während bereits 2008 mit dem LISA Pathfinder Schlüsseltechnologien getestet werden sollen. [26.10.]
Mo, 24. Oktober: Bei der Werbung für einen Billigrefraktor »mit 525-facher Vergrößerung« im Kanal RTL-Shop wird die Entdeckung der Supernova in Messier 51 diesen Sommer durch einen deutschen Amateurastronomen erwähnt ... [26.10.]
Im SPIEGEL eine ganzseitige Anzeige der Initiative »Deutschland braucht Raumfahrt«, mit dem einzigen Argument, daß die anderen schon oben seien (die "7 Gründe" kann man erst über die Website erfahren). [26.10.]


So, 23. Oktober: Im Kino in »Die Reise der Pinguine« - beeindruckende Bilder, aber zuweilen reichlich grobkörnig, die Unterwasseraufnahmen z.T. offenbar Videomaterial - und einige Landschaftsbilder (wie am statischen Korn leicht zu erkennen) Standbilder. War da die Filmkamera eingefroren ...? [26.10.]
Sa, 22. Oktober: Auf der 24. BoHeTa sind einige der besten Vorträge (Gährken über Mars 2003, Pascal über Huygens) die x-te Wiederholung; unter den (jedenfalls von mir)noch nicht gesehenen beeindrucken Hambsch mit Deep-Sky-Aufnahmen, Hoffmann & van Kerkhof über VEGA und v.a. Lüthen über exzellente Resultate mit der Mintron (insbesondere seltene Bilder von Sprites) und Webcams. [26.10.]
Fr, 21. Oktober: Skyweek 16+17/2005 erscheint, mit umfangreichem Aufmacher über die Ringförmige SoFi vom 3. Oktober. [26.10.]
Di, 18. Oktober: Premiere des Astronomie-Newsletters für interstellarum.
Mo, 17. Oktober: Kurioser Auftritt von S. Hawking bei Beckmann - die Fragen mußten alle vorher eingereicht werden, die Antworten sind schon fertig, und man kann auf Hawkings Computerdisplay öfters schon die Antwort auf noch gar nicht gestellte Fragen lesen. Ein tiefschürfender Dialog über das Wesen des Universums kommt da nicht zustande. [26.10.]


Di, 11. Oktober: Auf dem Planetarium Innovation Day von Zeiss in Jena werden ein halbes Dutzend Innovationen vorgestellt davon viele noch nicht ausgereift, was eine unverhoffte Werkstattatmosphäre schafft. Überwältigend die All-Dome-Demos mit dem unbezahlbaren Laserprojektionssystem ADLIB - aber das (hoffentlich deutlich) preiswertere brandneue 4DOME-System auf der Basis modernster Digitalkinoprojektoren löst den größten Enthusiasmus im planetarischen Publikum aus, da es nahezu dieselbe Auflösung und Brillianz mit nur zwei dieser Projektoren hinbekommt. [26.10.]
Mo, 10. Oktober - selten verrückte "Mammatus"-Wolken sind in Nebraska fotografiert worden.
Sa, 8. Oktober: Der Fehlstart von Cryosat wird sekundenlang auf n-tv übertragen, dann ist die Rakete schon in den Wolken verschwunden. Daß der Satellit nicht weit kam, erfuhr auch die ESA erst mit Stunden Verspätung. [26.10.]
Di, 27. September - Di, 4. Oktober: Kurz-Expedition zur ringförmigen SoFi nach Tunesien - nach tagelangen Wettersorgen geht alles glatt, und es gelingt, wie schon 1999, der klare fotografische Nachweis eines Chromosphärenbogens, trotz diesmal viel dickeren Rings. [6.10.]


Sa, 24. September: Amateurastronomen-Jargon in einer deutschen TV-Show! Bei "Genial Daneben" wird »Russentonne« nicht erraten: Nein, das ist kein Behältnis, in dem die Russenmafia Widersacher versenkt, sondern der Anfang der 1990-er Jahre aufgetauchte Spitzname für spitzenmäßige russische Maksutov-Teleobjektive (in der Auflösung fälschlich als »Teleskop« angesprochen), die damals schon für unter DM 200 auf »Polenmärkten« zu kaufen waren und seither zum Standardequipment v.a. von SoFi-Reisenden gehören. [26.9.]
Bemerkenswerte Himmelserscheinungen - nach einem Raketenstart in Vandenberg war der Himmel voller bunter Wolken - und von der ISS aus wurde die Aurora fotografiert.
Fr, 23. September: TV bizarr - in der "Wiesn Night" des BR werden zu Bildern Besoffener feine Rockballaden, z.B. der Dire Straits gespielt ... [24.9.]
Mi, 21. September: Das Image des deutschen Amateurastronomen ... im Aufmacher-Beitrag von Abenteuer Erde werden zwei Astrofotografen portraitiert, die mit 30 kg Astrogepäck beladen in der Abenddämmerung in den Bergen herumsteigen. In der Abmoderation heisst es dann, ganz so hoch hinaus bräuchte man nicht, die Mittelgebirge täten es auch ... [24.9.]
Endlich Zeit für einen Besuch in der Ausstellung Dschingis Khan und seine Erben in der Bonner KAH - eine exzellente Zusammenstellung so vieler interessanter Exponate (und Sound-Proben - v.a. die Obertongesangs-Impro auf Track 14!), dass 3 Stunden nicht reichen. Witzig, bei der Sternkarte den eigenen Text nicht nur auf einer Katalogseite sondern auch neben dem - beeindruckenden - Exponat zu sehen und in der Audioführung Zitate aus alten E-Mails an die Kuratorin zu hören ... [24.9.]
Exzellenter Beitrag im RTL-Nachtjournal zu den wilden NASA-Visionen einer Rückkehr zum Mond, mit der rechten Mischung aus recherchierten Fakten, neuen Bildern und Häme!
Di, 20. September: Schon wieder eine informative NASA-Telecon, diesmal über Veränderungen auf dem Mars, die während 8 Jahren MGS im Orbit beobachet wurden. U.a. weiß man jetzt, daß die aktuelle Rate der Entstehung kleiner Impaktkrater weit unter den Erwartungen liegt, was für Altersbestimmungen relevant sein könnte. [21.9.]
Mo, 19. September: Heute abend funktioniert die Mond-Illusion einmal nicht, obwohl der noch fast volle Mond fast genau auf dem Horizont aufsitzt. Aber er ist eben nur fast voll: Vielleicht erfordert es für den Effekt, der zwei Monate zuvor von genau demselben Standort aus (bei allerdings viel südlicherer Deklination) umso krasser war, einen perfekten Kreis ...? [21./24.9.]


So, 18. September: Völlig überraschender Ausgang der vorgezogenen Bundestagswahl mit Verlusten der CDU, die fast genau so groß sind wie die der SPD. Jubel im Theater Bonn, wo die 18:00-Prognose mit den jämmerlichen 35-CDU-Prozent aus den Exit Polls während eines Theaterfestes an die Wand geworfen wird - offenbar ein Publikum mit eindeutiger Mehrheit ... Eine halbe Stunde später auf der großen Opernbühne eine »Space Odyssey« zur Demonstration von Spezialeffekten. Mit einem Steuerpult, das durchaus an ein Planetarium erinnert. [19.9.]
Sa, 17. September: Letzte Vorträge auf der International Meteor Conference im belgischen Oostmalle, das - leider - vorzeitig am Mittag verlassen. In der zweiten Augusthälfte 2005, nach den Perseiden, haben automatisch laufende Videokameras eines Netzwerks mehrere Feuerkugeln aufgezeichnet, die alle vom selben Radianten kamen: ein »fireball stream«? Und warum nur sind (bisher) in der Meteorliteratur der ganzen Welt keinerlei Aufzeichnungen von den eigentlich unübersehbaren Geminiden aus den Jahren 1959 bis 1971 zu finden? Aus den 1940-er Jahren liegen dagegen detaillierte Beobachtungen vor (mit jeweils 2 Aktivitätsmaxima, die man auch in den 1990-er Jahren findet), so daß die Daten bis auf die mysteriöse Lücke über 60 Jahre überdecken. [19./21.9.]
Fr, 16. September: Die erste detaillierte Auswertung visueller Beobachtungen der Perseiden 2005 - bisher 156 Beobachter in 32 Ländern meldeten 14'750 Meteore - zeigt ein klares Maximum mit einer (nicht berauschenden aber akzeptablen) ZHR von knapp 80 um 23:40± 1 Stunde (und einem Anstieg für kurze Zeit bis 95 um genau 23:40 UTC); in den 24 Stunden davor ist allerdings ein Plateau der Aktivität bei einer ZHR von 60 bis 75 zu erkennen. Die maximale Teilchendichte im Raum, durch die die Erde hindurchflog, lag bei ziemlich genau 100 pro Milliarde Kubikkilometer bzw. der Fluß bei 0.022 pro Quadratkilometer und Stunde. Die Abendsession benutze ich auch für eine Wiederholung des Venus-Tests in einer stark erweiterten Form; 65 der Tagungsteilnehmer machen mit. [19.9.]
Ein weiteres Highlight auf der IMC war ein Vortrag von M. Yamamoto ueber systematische und ausgesprochen erfolgreiche Amateur-Videobeobachtungen von Sprites im Rahmen des Astro Classroom - leider sind die tollen Bilder (die eine Software namens UFO Capture findet) offenbar noch nicht online. N. Nogami diskutierte 18 Berichte chinesischer Chroniken ueber beobachtete Meteoritenfaelle zwischen 616 und 1832, bei denen offenbar Impaktkrater entstanden - und bei denen nie deren Durchmesser sondern immer nur die Tiefen genannt werden, aus denen die Meteoriten geborgen werden mussten (30 cm bis 5.9 m). Und die Rumaenen berichteten mehr ueber ihre Perseide 2005-Aktivitaeten, die - zwischen zwei Phasen extremen Regens mit grossen Ueberschwemmungen - ungewoehnlich gutes Wetter hatten. Ausserdem gab es noch einen Fachvortrag ueber das K/TB und den Chicxulub-Krater - eigentlich sehr gelungen, aber der Referent P. Claeys, der an dem Zusammenhang nicht die geringsten Zweifel hat, hatte auf meine Frage nach der alternativen Sicht von Keller und Co. leider nur die ad-hominem-Bemerkung zu bieten, die Dame verstuende rein gar nichts von Impaktkratern, haette alles missverstanden und wisse das auch ...
Die Morgen-Session der IMC in Belgien war ganz von Vortraegen zur Radiobeobachtung von Meteoren dominiert, also der Forward Scatter-Technik, bei der man an der Ionisationsspur reflektierte Radiosignale ferner Sender (Radio, TV oder spezielle Baken) registriert und daraus Schluesse zieht. Zu dem Thema hatte seit Montag eine offenbar sehr erfolgreiche "Radio Meteor School" stattgefunden, und auch die IMC-Referate lagen vom Niveau her weit jenseits des Amateurbereichs. Um kontrolliertere Bedingungen zu erhalten, hat der belgische Astroverein VVS sogar einen eigenen 50-Watt-Sender aufgestellt, der bei 49.99 MHz senkrecht nach oben sendet. Ferner bemueht man sich um die standardisierte Erfassung von Meteordaten aller Art in einer Unified Meteor Database, das Observatorium von Modra stellte seine diversen Meteorueberwachungstechniken vor (u.a. ueber 550 registrierte Feuerkugeln seit 1991!) - und G. Graner rechnete vor, dass an umstrittenen Berichten ueber luftelektrische Effekte nach helleren Meteoren doch etwas dran sein kann. Die Datenlage ist aber nach wie vor schwach - more research needs to be done ...
Do, 15. September: Beginn der International Meteor Conference im belgischen Oostmalle (bei Antwerpen) - nach einem eher frugalen Abendmahl gab es schon "dat Übliche", zwei Vortraege der Rumaenen (Astro- & Perseiden-Camp 2005) und einen des Argentiniers, der jetzt sogar ein ganzes Jahr auf der argentinischen Antarktis-Station war und die Stimmung tausende km von der Zivilisation entfernt gut rueberbrachte. Die Tagungsorganisation ist exzellent, die Astronomen betreiben sogar eine eigene Bar - bloss die Computertastaturen sind bizarr, mit kaum einem Buchstaben da, wo er hingehoert (aber es gibt freien Internet-Zugang rund um die Uhr, wovon man in entsprechenden deutschen Einrichtungen nur traeumen kann) ...
Mi, 14. September: Jede Menge neue scharfe Bilder von Itokawa sind inzwischen verfuegbar, waehrend die Hayabusa 20 km vor dem Asteroiden parkt! Und Cassini hat gerade eine tolle Nahaufnahme von Pandora geschickt. [15.9.]
Kann man mit Video-Daten die ZHR von Meteorschauern bestimmen? Erste Experimente mit den Perseiden 2004 und 2005 deuten gewisse Tendenzen an, mehr aber auch (noch) nicht ...
Mo, 12. September: Schon wieder eine Telefonkonferenz der NASA, diesmal zur Entdeckung eines Gammabursts mit Rekorddistanz. Informationen auf hohem Niveau, jede Menge konkrete Zahlen - und GRB-Altmeister Don Lamb ordnet die Bedeutung mit sonorer Stimme (die gut in ein Planetarium passen würde ...) in die moderne Astrophysik ein. [13.9.]


So, 11. September: Ein Asteroid entpuppt sich als kosmische Gurke - mehr als jeder andere Kleinkörper des Sonnensystems erweist sich Itokawa dem anfliegenden Hayabusa als derartiges Gemüse. Und die über zwei Jahre nach dem Start selbst von vielen Planetenfans vergessene Mission kehrt ins Rampenlicht zurück. [13.9.]
Sa, 10. September: Im Rahmen des 3. Astronomietages Vortrag an der Sternwarte Radebeul über den Reiz ringförmiger Sonnenfinsternisse, die kommende am 3.10. im Besonderen und die Freuden von SoFi-Expeditionen im Allgemeinen. Beim Abendessen in Downtown Radebeul am späteren Abend - unterhalb der Flutmarke von 2002! - ein apokalyptisches Gewitter, dem unter einem großen Schirm erfolgreich getrotzt. Am Montag kommt das Gewitter in mehreren TV-Magazinen vor; es ging ganz in der Nähe mit Schlammlawinen einher ... [13.9.]
Do, 8. September: Vortrag des Ägyptologen Joachim F. Quack über Himmelsvorstellungen im alten Ägypten in einer (von mir arrangierten) gemeinsamen Veranstaltung der VSW Bonn und des Ägyptischen Museums Bonn. Quack (der anläßlich einer Tagung über altägyptische Grammatik nach Bonn kam) entpuppt sich später als entschiedener Gegner der Rechtschreib-«Reform« - ja wenn sogar solche Experten dagegen sind ... [13.9.]
Mi, 7. September: Dritter Tag der DPS-Tagung (s.u.), ganz im Zeichen von Deep Impact - da die Ereignisse mit genau 2 Monaten freilich noch nicht sehr lange zurückliegen, ist der Stand der Datenanalyse recht unterschiedlich. Wie sich in Gesprächen mit dem Chef der ESA-Mondsonde SMART-1 zu meiner Überraschung aber herausstellt, ist Und dann war da noch ein hochbetagter aber mitteilsamer britischer Astronom, der nach einer längeren Planetenforscherparty im Hinausgehen erzählte, er gehöre zu der IAU-Arbeitsgruppe, die über den Planetenstatus von 2003 UB313 und damit automatisch auch über das Schicksal von Pluto zu befinden hat: Dort habe es gerade einige Bewegung gegeben, und durchaus noch vor der nächsten Vollversammlung der IAU sei eine Entscheidung möglich. Seinem Tenor meinte man entnehmen zu können, daß es um Plutos Planeten-Status nicht zum Besten steht ... [8.9.]
Di, 6. September: Zweiter Tag der DPS-Tagung (s.u.), diesmal vom Mars dominiert - wobei der erste Vortrag die Geschichte der Beobachtung von Marsstaubstuermen aufrollte und jede Menge Marszeichnungen zeigte. Vor allem der Mars Express machte dann Eindruck, denn hier wird ein recht deutliches und selbstkonsistentes Bild der Geschichte des Planeten gezeichnet, jenseits der oft verwirrenden Flut aller Daten, Bilder und Fakten: Bei der naechsten Phase der Marserkundung aus dem Orbit wird die Oeffentlichkeit uebrigens staerker denn je eingebunden werden: Wie gestern abend auf einer Session ueber Public Outreach bestaetigt wurde, wird nach dem Erreichen des Marsorbits durch den MRO eine Webseite eingerichtet, auf der jeder - Planetenprofi wie Marsfan - Motive fuer die Superkamera HiRISE vorschlagen kann (mit Begruendung!). Denn im Lauf der Primaermission kann die Kamera nur 1% der Marsoberflaeche optimal erfassen, und es soll natuerlich das interessanteste Prozent werden.

Auf einer Pressekonferenz wurde heute auch bereits kraeftig Werbung fuer den Venus Express gemacht, einen in nur 3 Jahren realisierten weitgehenden Nachbau des Mars Express - dessen Instrumentarium auch für Venus-Forschung fast ideal sein soll. Der Start ist weiterhin fuer den 26. Oktober, die Ankunft fuer den kommenden Maerz geplant - und es soll auch ein paralleles Programm fuer Beobachtungen von der Erde aus geben, das fuer Amateurastronomen interessant sein koennte. Morgen geht's hier v.a. um Deep Impact - eine Vorschau gibt's im DI-Blog-Eintrag Nr. 41.


Mo, 5. September: Erster Tag der DPS-Tagung im englischen Cambridge - es laufen mehrere Sessions parallel, aber Thema des Tages sind sicher die Cassini-Ergebnisse der letzten Monate. Die grosse Enthuellung gab es nicht, aber jede Menge reizvolle Details (und natuerlich noch mehr offene Fragen). Unter den zahllosen anderen News des ersten Tages noch besonders erwaehenswert: detaillierte Berechnungen zur Bahnverbesserung des Asteroiden Apophis alias 2004 MN4 durch laufende und kommende Radarbeobachtungen. Ein weiterer Kontakt ist diesen August gelungen und hat die Ortsunsicherheit fuer 2036 auf ein Drittel reduziert - und Messungen 2012/13 werden die Unsicherheit fuer 2029 schlagartig um einen Faktor 100(!) verringen - dann wird klar sein, dass (was extrem wahrscheinlich ist) die Bahn 2036 weit an der Erde vorbeifuehren wird. Der lautstark von einer Aktivistengruppe geforderte Transponder auf Apophis (der 300 Mio.$ kosten wuerde) ist ueberfluessig, Punkt. Weitere Impressionen von der Tagung gibt's auch von einer Kollegin von der Planetary Society! [6.9.]


So, 4. September: Endlich ein guter Blick auf die Konjunktion von Venus und Jupiter extrem tief am Abendhimmel - die war zwar schon vor ein paar Tagen (siehe Cosmic Mirror # 291 unten rechts), aber erst aus dem Flugzeug auf dem Weg von Koeln nach London-Stansted ist sie brilliant zu sehen. An Bord uebrigens auch Frank Sohl vom DLR Berlin, natuerlich mit demselben Ziel, der Welt-Planetentagung in Cambridge. Gewohnt wird im Robinson College (von dem aus man erstaunlicherweise die Milchstrasse sehen kann, jedenfalls im Schwan), getagt in der musikalischen Fakultaet der Universitaet. [6.9.]
Sa, 3. September: »Nicht-traditionelle« Wege, um die Astronomie dem Volk näher zu bringen, beschrieb M. West kürzlich auf einer Tagung - das kann man nun in einem unterhaltsamen Paper nachlesen. Vor allem die Idee, mit ausnehmend schlechten SF-Filmen wissenschaftliche Konzepte zu vermitteln, gibt zu denken ...
13. Internationales Begegnungsfest in der Bonner Rheinaue - Gelegenheit zum Plauschen mit dem libyschen Konsul in Bonn, der Infos über das ominöse "SoFi-Gesetz" zu faxen verspricht. [4.9.]
Noch mehr Visualisierungen der SRT haben sich australische Physiker ausgedacht - die sich sogar an den Saturnringen vergreifen ... [4.9.]
Fr, 2. September: Digital-Esoterik im 21. Jahrhundert - wie mehrfach im neuesten CENAP Report thematisiert wird, gibt es jede Menge Leute, die mit ihren Digiknipsen Blitzaufnahmen in der Nacht machen und die schemenhaften kreisförmigen Bilder von Staubteilchen in der Luft nahe des Blitzes und außerhalb des Schärfebereichs der Optik für geheimnisvolle »Orbs« aus einer anderen Realität halten. Die man mit dem eigenen Auge direkt freilich nie sieht und die auch gerne in der Nähe von Kornkreisen auftreten ...
Wiener Astronomen beschreiten ständig neue Wege, um das Volk zu beglücken - gerade sind sie erfolgreich in einer »Strandbar« in der Nähe einer Sternwarte aufgetreten.
Die Problematik von Sport auf dem Mond beleuchtet derweil Science@NASA - Freeclimbing an den Klippen von Miranda erscheint da aber reizvoller ...
Do, 1. September: NASA-PK zur Ankunft von Spirit auf dem Gipfel der Columbia Hills - 20 Monate ist der Rover nun schon auf dem Mars unterwegs und (bis auf das Abrubbeln aller Zähne des RAT) immer noch tadellos in Schuß! [3.9.]
Mi, 31. August: Der Pranger auf dem Bonner Münsterplatz aus dem 13. Jahrhundert wird restauriert - nur der Sockel ist übrig, nachdem kürzlich ein Lastwagen dagegenfuhr, aber inzwischen eingezäunt. Die Aktion steht auch im Zusammenhang mit dem WJT, der bereits eine ferne Erinnerung ist ... [3.9.]
Mo, 29. August: Eine der größten Naturkatastrophen, vielleicht die größte, in der Geschichte der USA nimmt ihren Anfang, als Hurrikan Katrina die Golfküste erreicht - die direkten Verwüstungen in Mississippi sind schlimm genug, aber das zunächst glimpflicher davongekommene tiefliegende New Orleans läuft alsbald wegen brechender Dämme fast ganz voll Wasser. Die Lage verschlimmert sich mit jedem Tag, statt besser zu werden (der FEMA-Chef spricht bald von einem »katastrophalen Disaster«, im Gegensatz zu einem normalen ...), und in der Stadt bricht völlige Anarchie aus - zum Entsetzen der Amerikaner, die sich plötzlich in der Dritten Welt wähnen und ihre Landsleute nicht wiedererkennen. Und der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, gerät bei einem Radiointerview am 1.9. so außer sich über die Unfähigkeit der Bundesbehörden, rechtzeitig zu helfen (erst nach 5 Tagen beginnen die Maßnahmen zu greifen, und die NY Daily News titeln »SHAME ON U.S.«), daß bei der wiederholten Ausstrahlung auf CNN jede Menge Wörter ausgebleept werden ... [3.9.]


Sa, 27. August: 52. Planetenseminar an der Volkssternwarte Bonn - absolutes Highlight eine einstuendige Praesentation von René Pascal ueber seine Bearbeitung der Huygens-Bilder; insbesondere die Povray-Versionen und die Animation daraus loesen unbandige Begeisterung aus. [28.8.]
Der 5000. Besucher des Planetariumsprogramms »Wunderbares Universums« über das HST - des ersten aus der Feder des Bloggers - wird heute in Bochum gezählt, nur einen Monat nach der Premiere (siehe 26. Juli). [3.9.]
Do, 25. August: Dickste Skyweek-Ausgabe aller Zeiten erscheint, mit 32 Seiten - Deep Impact, STS-114, UB313 etc. liessen keine Wahl ...


Do, 18. August: Ausnehmend groß erscheinender Vollmond, auch in größerer Höhe - diesmal ist's wohl wirklich die Erdnähe und keine Illusion. [25.8.]
Mi, 17. August: Von 2:00-3:00 MESZ Referenz-Mintron-Beobachtungen 4 Tage nach dem Perseiden-Maximum, nachdem endlich wieder durchgehend klarer Himmel herrscht - in der ganzen Stunde nur zwei schwache Perseiden-Kandidaten sowie zwei andere Meteore. Aber jede Menge Satelliten, z.T. mit erheblichen Glints und ein (mutmaßliches Insekten-)UFO ... [18.8.]
Di, 16. August: Abends NASA-Telecon über die Voraussagbarkeit von Sonnenflares - Gastgeber ist Richard Fischer, derselbe, der 1988 auf »unserem« Rathausdach in General Santos City, Mindanao, Philippinen, auf die Sonnenfinsternis wartete (und dann in einer Wolkenlücke ein perfektes Bild der gesamten Korona aufnahm) ... [18.8.]
Es gibt noch Hoffnung: Gegen die stundenlangen unkritischen Huldigungen des WJT auf WDR und Phoenix setzen ausgerechnet die Tagesthemen einen Bericht über die kaum gehörten Gegner der Massenveranstaltung. Katholiken, die gerne auf jeden Widerspruch verzichten, können sich derweil in der Newsnight von CNN einen Tip holen: Sollen sie doch in die Musterstadt »Ave Maria« in Florida ziehen, die gerade für Reinstgläubige gebaut wird ... [18.8.]
Mo, 15. August: Ende des Kurztrips in die Eifel mit Abstecher zum Hohen List, nach Schalkenmehren (noch ein Maar - und zwar eins von wissenschaftlicher Bedeutung fuer die Klimaforschung!) und zum Adler- und Wolfspark Kasselburg - gerade rechtzeitig zur Flugvorführung und Fütterung der 19 Timberwölfe, dem größten Wolfsrudel in Westeuropa. Die Luft ist feucht und eiskalt, aber das mögen die aus Kanada stammenden Wölfe ja gerade ... [18./25./28.8.]
Alles voller Pilger zum WJT - jede Menge durchnumerierte Busse auf der Autobahn, und auch in Heisterbacherrott sind sie unterwegs; die kath. Bücherei ist ein »Accomodation Coordination Office« geworden ... [18.8.]


So, 14. August: Fortsetzung der Eifeltour mit Besuch des Eifel-Vulkanmuseums in Daun, dem nahen Wild- & Erlebnispark mit bemerkenswert unscheuen Berberaffen, (zu) vielen Lamas, Dam- und Rotwild und Scharen von Wildschweinen jeden Alters, zudem noch Eichhörnchen zu dritt im Laufrad, dem Brubbel von Wallenborn (brav ausgebrochen, ca. 3.5 m hoch) und Manderscheid mit den Burgen im Abendlicht. Nachts wieder in Gillenfeld. [18.8.]
Ausnehmend mysteriöser Flugzeugabsturz mit 121 Toten in Griechenland - und nur zwei Tage später ein noch folgenschwererer in Venezuela. [18./28.8.]
Sa, 13. August: Fahrt in die Vulkaneifel, bei Ulmen ein Maar und ein Ex-Maar, in Driesch Blick auf einen relevanten Altar erhascht, zum Übernachten nach Gillenfeld. [18.8.]
Kurze aber heftige Video-Perseiden-Beobachtung kurz vor Dämmerungsbeginn - erst gegen 4:15 MESZ verziehen sich die schon tagelang nervenden Wolken, rund 10 Stunden nach dem berechneten Normal-Maximum; Transparenz jetzt sehr gut. Visuell ein paar gesehen; die Mintron mit WW erfaßt von 4:30 bis 4:50 MESZ (Sonnendepression -14 bis - 12°) acht Perseiden (mehrere nah am Radianten) und einen anderen, außerdem viele Satelliten. Bis in die helle Dämmerung weiterlaufen gelassen: noch vier Perseiden mehr sind bis 5:15 MESZ (Depression -9°) deutlich zu erkennen. [18.8.] Manche bekommen allerdings gar nix mit, und ausgerechnet die CENAP verbreitet diesmal ausnehmenden Blödsinn - die Perseiden 2005 waren nicht herausragend (sagen z.B. visuelle Beobachter in Slowenien), sondern ganz normal, also ziemlich gut! [25.8.] Nach der ersten Analyse visueller Beobachtungen durch die IMO betrug die ZHR im Beobachtungszeit rund 75, d.h. ZHR = 3 x Mintron-(Z)HR; die Korrektur wg. der Radiantenhöhe war kurz vor Morgengrauen minimal. [3.9.]
Fr, 12. August: Tadelloser Start des MRO - wieder sind mindestens drei Sender live dabei (wieviele Startverschiebungen die wohl durchgehalten hätten?) und werden mit brillianten Bildern der aufsteigenden Atlas V belohnt. Schön zu verfolgen, wie der Düsenstrahl mit abnehmender Atmosphärendichte immer breiter wird. Das Verlassen des Erdorbits - und den Jubel im Kontrollzentrum erst in diesem Augenblick - fast eine Stunde nach dem Start überträgt freilich niemand mehr: Hier half wieder das Telefon (010580013218671220) ...
Do, 11. August: Abends Teilnahme an einer Telefonkonferenz über die (geringen) Fortschritte bei der Aufklärung der Tankprobleme der Shuttles - jeder interessierte Fachjournalist auf der Welt teilnehmen, aber aus Deutschland ist es mal wieder nur einer. Die »anderen« sind wohl zu beschäftigt, die nächsten NASA-Horrorstories zu erfinden, als sich mal aus erster Hand zu informieren. Zu dem Vorschlag des deutschen Exastronauten Ulrich Walter, man möge den Tank einfach einpacken, damit der Schaumstoff nicht abfallen kann, gibt es keine konkrete Antwort: Man habe in den letzten Jahren unzählige Ideen »aus der Bevölkerung« gehört, darunter auch diese, und werde in den Empfehlungen an die NASA ggf. auf vielversprechende Ideen eingehen. [12.8.]
Der Mars Reconnaissance Orbiter kommt nicht hoch, erst wegen eines Unwetters, dann wegen Problemen mit dem Betanken der Centaur-Oberstufe - wohl im allgemeinen Weltraumfieber nach Discovery sind n-tv und Phoenix z.T. stundenlang dabei. Aber immer noch haben sie nicht gelernt, daß man auch mal (oder eigentlich immer!) auf den O-Ton des Missionskommentars hören sollte: Da erfährt man bedeutend eher als von den vermeintlichen Experten im Studio, woran es konkret hakt ... [12.8.]
Mi, 10. August: Für 100 Mio.$ als Tourist einmal um den Mond? Das will die russische Weltraumbehörde ab etwa 2010 anbieten - in einer umgebauten Soyuz-Kapsel! Die 7- bis 9-tägige Reise »Deep Space Expedition Alpha« kostet nicht nur 5-mal so viel wie eine Woche auf der ISS: Sie ist auch wesentlich unbequemer, denn mit zwei Passagieren und einem Piloten ist die Kapsel randvoll ... [12.8.]
Kuriose Webseiten, angepriesen letztens im TV - BILDblog (hat sogar einen Grimmepreis gewonnen) und FOUND Magazine (dem CNN einen langen Beitrag widmete).
Di, 9. August: Discovery ist zurück, und unzählige TV-Sender waren live dabei. Den substantiellsten Kommentar während der Reentry-Phase lieferten diverse Astronauten auf CNN, die von der Schönheit der Plasmaeffekte vor dem Fenster schwärmen. Eine ist Chemikerin und konnte sich vor Begeisterung kaum mehr einkriegen. Die Bilder der Landung sind dann eher finster: In Edwards gibt's nicht so viele Lampen wie am Cape ... [10.8.]
In einem Bericht des CENAP (der auch gut die ebenso umfassende wie fragwürdige Berichterstattung in Deutschland thematisiert) werden meine Beobachtungen eines Shuttle- plus Tank-Überflugs von 2001 zitiert. [12.8.]
Kaminski ist wiederauferstanden! Der Amtsnachfolger des berühmt-berüchtigten Bochumer Weltraumprofessors (was die privat geführte Anlage »IUZ« um das Radom im Stadtteil Sundern betrifft, nicht aber das separat von der Stadt betriebene Planetarium) hat gegenüber der DPA einen selten abstrusen Kommentar zur Rückkehr der Discovery abgegeben - den die Nachrichtenagentur auch noch unhinterfragt verbreitet, ebenso wie dann ein angebliches Weltblatt. Und die Bochumer Lokalpresse ist tags darauf voll von großen Artikeln über die »Rolle«, die das IUZ bei STS-114 gespielt habe - gut, daß andere Zeitungen Substanzielleres zu sagen haben ... [12.8.]
Mo, 8. August: Der Tod von Peter Jennings wird bekannt, einem der bekanntesten "anchors" der US-Network-Abendnachrichten - in der ausgehenden Prä-Web-Ära, als es bereits Satellitenfernsehen gab, konnte man seine 'World News Tonight' auch in Europa sehen, eine interessante Primärquelle, auch über das amerikanische Raumfahrtgeschehen. Und viel konzentrierter als die Endlos-Sendungen auf CNN ... [10.8.]


Sa, 6. August: Besuch im SeaLife Oberhausen - v.a. europaeische Fische, oft kurios illuminiert. Und die angepriesene Kamtschatka-Riesenkrabbe läßt sich zwar blicken, aber mit den 1.5 Metern ...
Do, 4. August: Keine vierte EVA nötig - um 19:00 MESZ ruft die Mission Control oben an, aber erst nach 7 Minuten hebt einer ab - alles live via NASA TV bzw. Telefon mitzuhören ... [5.8.]
Mi, 3. August: Das Entfernen der Fugenfüller im Bauch der Discovery stellt sich als Kinderspiel heraus - und es gibt sogar überraschend dramatische Live-TV-Bilder davon. Mehrere Nachrichtensender übertragen, und Phoenix bemüht sich sogar um eine Übersetzung des Sprechfunks (das Original gibt's per Telefon unter 001-321-867-1260). Bei n-tv geht wieder mal alles schief, und nach ½ Stunde wird immer noch nicht realisiert, daß die EVA längst ein Supererfolg ist ...
Besuch auf der "MS Einstein, die drei Tage in Bonn anlegt - und schon um 10:15 Uhr ist der Kahn überfüllt!
Di, 2. August: Kurz vor 1:00 MESZ gibt die NASA bekannt, daß zum ersten Mal ein Astronaut am Bauch eines Orbiters arbeiten soll, weil man nicht garantieren kann, daß hervorstehende 'gap filler' kein aerothermodynamisches Problem darstellen. Missionschef Hale beruft sich gar auf Niels Bohr: Der habe sich anfangs mit solchen Fragen der Strömungsphysik beschäftigt und sich dann doch lieber etwas Einfacherem zugewandt - der Quantenmechanik ... [3.8.]
Bruchlandung eines Airbus in Toronto - Livebilder der Rauchwolke auf allen Kanälen lassen Böses befürchten. Doch rasch ist klar, daß alle 309 Insassen mit dem Leben davon kamen: Die Bilder täuschten, denn das Feuer brach erst nach der Evakuierung aus! [3.8.]
Mo, 1. August: Riesenmedienrummel um die Queen Mary 2, die knapp 24 Stunden in Hamburg liegt - als ob eine Kreuzfahrt etwas Besonderes wäre ... [3.8.]


So, 31. Juli: Jede Menge farbenfrohe Bilder von Nachtleuchtenden Wolken veröffentlicht quasi in Echtzeit ein Norweger - auf 62°N sehen sie anders aus als was man in Norddeutschland mitbekommen kann.
Sa, 30. Juli: Kuiper-Belt-Bewohner größer als Pluto entdeckt! In der Nacht (MESZ) ist das unter ziemlich kuriosen Umständen vorzeitig bekannt geworden - und erhält leider angesichts der Flut von (meist auch noch falschen) Shuttle-Meldungen nicht die gebotene Aufmerksamkeit (oder wird, so geschehen am 1.8. in 'Forschung Aktuell' des Deutschlandfunks oder in der Welt, völlig absurd dargestellt). Schade drum ... [3.8.]
Fr, 29. Juli: Die Discovery hat keinen Schaden genommen, das zeigt heute die erneute Untersuchung mit dem Sensorarm - die Hysterie der deutschen Medien, die in den vergangenen Tagen von auf der ISS verhungernden Astronauten etc. fabulierten, wird endgültig ad absurdum geführt. Nicht daß das zu einer Besserung der diesmal besonders miserablen Berichterstattung führen würde (auch in den USA wird zwar zunehmend über den zu negativen Spin der Medien geschimpft, aber das ist kein Vergleich zur Situation hierzulande): Auch an den Folgetagen wird munter drauflos gelogen, z.B. daß die erste EVA am 30.7. der weiteren Suche nach Schäden gedient habe - das war schlicht frei erfunden! Nur auf CNN-I oder bewährten Webseiten wie Spaceflight Now gibt es seriöse Informationen. [31.7.]
Ein dramatischer (aber auch sehr kurzer) Regensturm geht am Abend über dem Haus des Bloggers nieder, weiße Wasserwände in der Luft und sich biegende Bäume - das kennt man sonst nur aus dem Fernsehen von Wirbelstürmen aus Florida ... [31.7.]
Alle vier Londoner Bombenleger vom 21. Juli sind gefasst, nebst eines Hintermannes - die Verhaftung von zweien filmt ein Nachbar durch's Fenster in 1a Qualität. Endlich mal nicht wieder eines dieser ätzenden Handy-Videos ... [31.7.]
Do, 28. Juli: Die Shuttles dürfen nicht mehr fliegen - schlimm genug. Aber finden Sie mal einen deutschen TV-Nachrichten-Beitrag, der die Zusammenhänge korrekt darstellt: Die kleine Schramme am TPS der Discovery stellt keine Gefahr dar, und das Startverbot hängt nur damit zusammen, daß das Schaumstoffteil, das vom ET abfiel und die Discovery nicht einmal berührte, dieses unter anderen Umständen hätte tun können. Ist das denn so schwer zu begreifen ...? Gescholten werden muß aber auch die NASA, die sich 80 Minuten nach dem Start auf einer Pressekonferenz selbst auf die Schulter klopfte - und dann von anwesenden TV-Reportern zum ersten Mal von dem fliegenden Tankteil erfuhr, das nun die ganze Flotte lahmlegt. Wenigstens das eigene Fernsehprogramm kann man doch wohl gucken, bevor man in die Öffentlichkeit geht ...
Mi, 27. Juli: Ein Dobson im Weltraum? Die ESA berichtet über ein seit drei Jahren vorangetriebenes Projekt, das durch das Design großer Amateurteleskope inspiriert wurde! [28.7.]
Nachts ein phänomenales Gewitter über Bonn-Beuel, mit Blitzeinschlägen rund um den Bus ... [31.7.]
Di, 26. Juli: Die Discovery fliegt! Und die Bilder des NASA-Fernsehens sind ohne Beispiel: Die Kamera auf dem Tank sendet bis zur Abtrennung desselben vom Orbiter - was dem Blogger mehr Gänsehaut verschafft als der Start selbst ... [27.7.]
Premiere des ersten vom Blogger entwickelten Planetariumsprogramms "Wunderbares Universum" über 15 Jahre Hubble Space Telescope im Planetarium Bochum. [27.7.]
Trauerfeier für den am 9.7. verstorbenen Bonner Astrophysikprofessor Wolfgang Priester, der u.a. als erster die Bahn von Sputnik 1 zur Erforschung der oberen Atmosphäre nutzte - und lange voraussah, daß die Kosmologie eine Dunkle Energie braucht. [27.7.]


Sa, 23. Juli: Vor genau 10 Jahren wurde Komet Hale-Bopp entdeckt, und den Jahrestag hat der Co-Entdecker Alan Hale - mit dem der Blogger 2000 im Iran war - in Alamogordo fürstlich gefeiert ... [25.7.] Dabei verliest Hale auch eine erbetene Grußadresse des Bloggers, allerdings um den letzten Paragraphen 'zensiert' - Hale stimmt ihm zwar zu, will aber die feine Newmexicanische Gesellschaft nicht zu sehr schocken ... [31.7.]
Auftritt der bolivianischen Rockband Atajo auf dem Bonner Marktplatz - bemerkenswerter Stil zwischen Bläck Föös und Deep Purple, mit einem wahren Anden-Hendrix an der Gitarre ... [25.7.]
Verheerende Bombenanschläge im ägyptischen Scharm el Scheich - was für ein Monat ... [3.8.]
Do, 21. Juli: Die NASA will es wissen und hat in der Nacht den Start der Discovery fuer den 26.7. angesetzt - auch wenn das intermittierende Sensorproblem nur vermutlich verstanden wurde.
Jetzt schreiben sie allerorten in den Nachrufen auf James Doohan, der Spruch "Beam me up, Scotty" sei das Markenzeichen von Star Trek gewesen - dabei ist der Satz in dieser Form zum ersten Mal im vierten Kinofilm, Jahrzehnte nach der ersten TV-Serie, gefallen ...
"Licht in das Rätsel der Dunkelanpassung des Auges" haben Neurologen in Zürich gebracht - auch von (praktischem) Interesse für den Deep-Sky-Beobachter?
Nun hat Deep Impact die Bahn korrigiert, um eine Extended Mission zumindest moeglich zu machen. Naheliegendstes Ziel waere der Komet Boethin - entdeckt 1975 von einem deutschen Missionar auf den Philippinen, der lange Jahre Abonnent der Skyweek und auch einmal Gast auf der Planetentagung in Violau war!
Eine der besten Amateuraufnahmen der ISS ist am 14. Juli S. Seip gelungen - bald auch mit einem Shuttle dran ...?
Bundespräsident Köhler löst den Bundestag auf, findet in der 5-Minuten-TV-Ansprache aber keine rechte Begründung. Das Leben unserer Kinder steht auf dem Spiel??? [31.7.]
Erneuter Versuch von Bombenanschlägen in London, aber diesmal geht keine einzige der Bomben hoch - was war denn das? [31.7.]

Mi, 20. Juli: Dieser Blog wird gestartet, nach dem grossen Echo auf den Deep Impact-Blog (der zahlreiche Fanmails einbrachte) wie auch entsprechenden bloggenden Aktivitaeten der Planetary Society. Hier soll, natuerlich nur in Ergaenzung des Cosmic Mirror und der News, ueber Beobachtungen aller Art berichtet werden, von grossen und kleinen Ereignissen und Kuriosa, am Himmel wie auf Erden ... [22.7.]
Schockierende Mondillusion! So gross wie heute gegen 22:22 ist mir der Vollmond noch nie vorgekommen, wie ein riesiger Heissluftballon ... Genau eine Lunation frueher erregte der tiefstehende Vollmond aehnliches Aufsehen, und in Oesterreich wurde das Ausmass der Mondillusion sogar konkret vermessen. Auch um 23:30 Uhr war die Mondillusion noch da, aber nicht mehr so dramatisch. [21.7.] Der Mond ist dieser Tage eh' ausgesprochen nah, was den Effekt verstaerkt haben koennte. [23.7.] Ein kurioses Bild dieses Vollmonds mit green rim gab's auch als APOD. [29.8.]
Di, 19. Juli: Wie die gegenwaertige US-Regierung auch weiterhin die Wissenschaft zu manipulieren oder Forscher einzuschuechtern versucht, wird bereits von der CSICOP verfolgt - manchmal muessen Skeptiker eben gegen handfestere Probleme als den Wunderheiler von nebenan vorgehen ... [21.7.]


So, 17. Juli: Erster "SteylerSonnTag" vor dem Kloster in St. Augustin - bei herrlichstem Wetter (wann war der Himmel hier je so blau?) kommen rund 100 Besucher, um in die Sonne zu schauen. Veranstalter sind ein paar Sternfreunde aus dem Bonner Raum um Paul Hombach, darunter dieser Blogger. Im weißen Licht gibt sich die Sonne völlig fleckenfrei, im H-Alpha gibt es dagegen massiv Protuberanzen. Ganz so wild wie tags zuvor allerdings nicht. [20.7.]
Nachmittags "Laugh Parade" auf dem Bonner Marktplatz zur Feier von 20 Jahren Haus der Springmaus. Erstaunlich gelungenes Polit-Kabarett von u.a. Priol und Tretter. [20.7.]
Mal wieder wird ein Amateuerastronom in einem Massenmedium gefeiert, na ja, einer lokalen (Online-)Zeitung bei San Francisco: jener Ron Bissinger, der zeitgleich mit den Profis die Transits eines exotischen Exoplaneten entdeckte. [20.7.]
Do, 14. Juli: Zweimal heiße Weltraum-Events in Bonn Endenich - zuerst ein Diplomkolloquium zur Auswertung der Radioscience-Messungen des Huygensabstiegs (man kann aus dem Radiosignal sogar ableiten, daß die Kapsel erst gegen, dann plötzlich im Uhrzeigersinn rotierte), dann der viele Stunden lange APEX Press Day des MPIfR. [20.7.]
Mi, 13. Juli: Der Space Shuttle startet heute ... nicht, und das deutsche Fernsehen ist präsent wie selten, mit gleich mehreren Reporterinnen am Cape. Die allerdings sind erst einmal etwas ratlos, als der Countdown abgebrochen wird, und eine zitiert den Ex-Präsidentschaftsbewerber John Kerry, dem sie gerade in die Arme gelaufen war, als wichtigste Quelle ... [20.7.]


So, 10. Juli: Wanderung im neuen Nationalpark Eifel im Suedwesten von NRW, eine Aktion von Bonner (und anderen) Sternfreunden; Teilnahme an einer der gefuehrten Sonntagswanderungen mit einem Ranger. (Einen Tag spaeter wiederholt 3SAT eine entsprechende Sendung der Reihe Bilderbuch Deutschland [man beachte auch die Links] - einer unserer Ranger spielt mit, und die Fernsicht war besser.) Anschliessend Einkehr im nahen Nideggen. [22.7.] Während der Wanderung auch Blick auf die "Ordensburg" Vogelsang. [24.11.]
Sa, 9. Juli: Abends bemerkenswertes gemeinsames Konzert des Hofgartenorchesters und der Rockband Sunny Skies - die Ankuendigung (Seite 3 u.l.) hatte nicht zuviel versprochen ...[22.7.]
Do, 7. Juli: Verheerende Bombenanschläge in London, 56 Tote - ein Hintermann wird dann bizarrerweise am 20.7. in Sambia gefaßt. [31.7.]
Mo, 4. Juli: Deep Impact erreicht Komet 9P/Tempel 1, und alles klappt wie am Schnuerchen - auch die selbstgestellte Aufgabe, die Kunde davon in alle Welt zu tragen. Unsere Aktivitaeten am Planetarium Bochum locken sogar das WDR-Fernsehen an, das in mehreren Nachrichtensendungen am Abend berichtet: auch ueber den hier produzierten Weblog. (Dass der WDR selbst an diesem Tag einen aehnlichen Service betrieb, wenn auch nicht so umfassend, war den Kollegen glatt entgangen, die meinen aus den einzigen deutschsprachigen ueberhaupt feierten ...) Ein Sondervortrag im Planetarium noch an diesem Abend muss wegen unmaessig vieler Voranmeldungen gleich zweimal nacheinander gehalten werden, fuer zusammen 299 Zuschauer. [22.7.]
Sa, 2. Juli: 23. RhEINKULTUR in der Bonner Rheinaue - trotz diesmal woodstockmaessigem Schlamm und gelegentlichem Regen kommen wieder rund 150'000 Besucher zu dem gewaltig angewachsenen Gratis-Festival. Besonders gut diesmal Feeder und die Doves. [22.7.]
Fr, 1. Juli: Aus Anlaß des Kinostarts der neuen "War of the Worlds"-Verfilmung erinnert AstroBiology in bemerkenswerten Zusammenstellungen an das, was Literatur, Radio und Kino dem Mars über die Jahrzehnte so alles angetan haben... [25.7.]
Kanzler Schröder gelingt es, sich im Bundestag das Mißtrauen aussprechen zu lassen - Plan geglückt ... [31.7.]

Es gibt auch einige frühere Facetten! Und abgeschlossene Blogs und Posting-Sammlungen:
Südsee-SoFi-Reise 2005, Kometen-Duo 2004, Leoniden Korea 2001,
Sambia-SoFi-Reise 2001, Sambia-News

Daniel Fischer