Noch ein Blog ... über das Universum und mehr
Aktive Spezial-Blogs (seltene Updates):
Deep Impact,
SoFi 2006,
Mintron
Heisse News und Links dazu gibt's im
Cosmic Mirror
in Englisch und hier
in Deutsch!
2005 -
Mi, 28. Dezember: Real Climate, einer der relevantesten Blogs
ueberhaupt, ist nun ein
Jahr alt geworden.
Mi, 21. - Do, 22. Dezember: Wüste Launch
Party im EUMETSAT-HQ in Darmstadt für den
Meteosat Second
Generation 2 - zu Ehren des Ariane-Starts in Kourou mit
gewagter Dschungelatmosphäre (inklusive Holz-Affen und -
Krokodil!) und karibischer Rockband. Und einem üppigen
Buffet (Hummer ohne Ende), von dem die rund 600 Gäste
reichlich Gebrauch machen: Sie scheinen überwiegend aus
der Meteosat-Szene zu stammen, denn vielen (ihnen) bekannten
Gesichtern aus dem Kontrollraum in der Arianespace-Übertragung
wird frenetisch zugejubelt. Und der
pünktlich abhebenden Ariane ebenfalls: Bei der ESA wird
dagegen erst geklatscht, wenn der letzte Satellit glücklich
abgesetzt ist. Auch beachtlich: Das Hessenfernsehen
überträgt 90 (!) Minuten lang live, mit dem
Haupt-Wetterfrosch als sich sehr wichtig nehmendem
Anchorman, der mit großen kamera-, kabel- und
monitorschwingendem Gefolge durch die Halle rauscht ... [25.12.]
Mo, 19. Dezember: Warum die Leugner des Global Warming keine Skeptiker
im wahren Sinne dieses Wortes sind, erlaeutert
RealClimate. [20.12.]
So, 18. Dezember: Enttaeuschende Discovery Channel-Doku ueber Deep
Impact auf Kabel 1, offenbar hektisch direkt nach dem 4.7. produziert - in dem
44 Minuten (ohne Werbung) langen Film wird erst in Minute 35 gestartet, der
Impakt selber kommt wenige Minuten vor Schluss, und von irgendwelchen
Ergebnissen ist nichts zu hoeren. [20.12.]
Fr, 16. Dezember: Die 'Space Cadets'-"Raumfahrer" erfahren, dass
alles nur getuerkt war - laut
Darstellung
des Senders haben sie nie etwas geahnt ... [20.12.]
Do, 15. Dezember: Langes Portrait von Rita Schulz in der
ZEIT - was aus einer
Bochumer Astronomin alles werden kann ... [20.12.]
Letzter Vortrag des Jahres im Deutschen Museum von
S. Wolff zur
Frage, ob Max Planck ein Reaktionaer war - Antwort: manchmal schon, aber nicht mit boeser Absicht,
und die Max Planck Gesellschaft traegt ihren Namen zu Recht. [20./25.12.]
Di, 13. Dezember: ClickOnline
auf BBC World empfiehlt in der
vergangenen Nacht Sleeping in Airports ... :-)
So, 11. Dezember: Der schwerste Brand in Europa seit dem 2. Weltkrieg in der Nähe von
London - selbst aus dem Weltraum ist
die riesige schwarze Wolke leicht zu sehen. [13.12.]
Do, 8. Dezember: "Annihilation by a hostile space-colonizing robot race" in einem
wissenschaftlichen Paper - das gibt's
wirklich ... Auch lesenswert: Weinberg über
"Living in the Multiverse" (bemerkenswerter Schlusssatz :-). [10.12.]
Abends Vortrag von J. Renn
im Deutschen Museum Bonn über Einstein jenseits des Mythos. Weiß aber auch nichts Näheres über
die Seriösität der Datenauswertung Eddingtons 1919 mitzuteilen, empfiehlt aber D. Kennefick in den
USA (schrieb gerade über
Einstein Versus the Physical Review)
als Experten. [10.12.]
Ein gesalzener Artikel über die Unmöglichkeit, Sterne zu
"kaufen" erscheint in Florida
Today, die die Geschäftemacherei als unethisch brandmarkt - recht so! Außerdem: die
APA und
AFP über den Betrug mit "Mondgrundstücken" [8./10.12.].
Mi, 7. Dezember: In England beginnt heute die bizarrste (Un-)Reality-TV-Show überhaupt,
bei der den Teilnehmern vorgegaukelt
wird, sie trainierten für einen echten Raumflug, den sie dann auch antreten - in einer alten
Shuttle-Attrappe ... [8.12.]
Am Dies
Academicus der Uni Bonn Antrittsvorlesung des Physikers
Christoph Hanhart
über erkenntnistheoretische Aspekte des Standardmodells der Elementarteilchen, "Von der
Beobachtung zur Einsicht: Der Prozess wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns" - auch wenn man die
Quarks nicht isolieren kann, muß man einfach an sie glauben ... [8.12.]
Do, 1. Dezember: Das Sealife
in Königswinter wird heute eröffnet.
Abends VSB-Vortrag von V. Springel
über die Millennium Simulation - nachher
erzählt er viele Anekdoten aus der Welt der Supercomputer
(merke: man bewerbe sich um Rechenzeit beim allerneuesten, den
noch keiner kennt). Und offenbar ein steigendes Interesse an der
Beobachtung des echten Universums im Fernrohr. [8.12.]
Mi, 30. November: Die ESA macht mal wieder einigen
Wirbel
mit der angeblichen Entdeckung riesiger Eisfelder unter der Marsoberfläche - aber
genauer besehen ist
die Interpretation der MARSIS-Echos ziemlich schwierig ... [1.12.]
Abends Vortrag von Munzhul Baramsai über "Die Mongolei zwischen Tradition und Moderne" in
einer Buchhandlung nahe der Uni (eine Veranstaltung des
Asta-Referats für Internationales, das
gerade bei Ländern mit 'M' angekommen ist) - Bonn ist offenbar das Zentrum in Deutschland
für den kulturellen Austausch mit UB. Wichtig vielleicht für die SoFi 2008. [1.12.]
15 Radioteleskope hörten Huygens, erzählt VLBI-Crack L. Gurvits
am Rande einer Tagung in Bonn, wobei es gar nicht so sehr auf die Größe (die kleinsten
waren 25-m-Schüsseln) sondern auf die Störungsfreiheit des Standorts ankam. Das Sterben
der Batterie (berechnet inzwischen auf 16:17 UTC) bekam keiner mit, weil um 16:00 alle
abschalteten.
Di, 29. November: Anregende Diskussion zur Frage
»Wie wunderbar war das Wunderjahr 2005?« im Deutschen
Museum Bonn, mit M. Pössel (Golm), H. Fritzsch
(dessen »Quarks« sich in 1/4 Jh. weltweit in 27
Sprachen 3 Mio.-mal verkauft haben) und D. Meschede (Bonn).
Letzterer weiß zu berichten, daß
»Einstein«-Veranstaltungen in Frankreich fast
unmöglich sind, weil der Franzose an sich überzeugt
ist, Einstein haben die SRT größtenteils von
Poincaré geklaut ... [30.11.]
Do, 24. November: Auf der ISS haben sie den neuen
Potter-Film
geguckt - allerdings mit
Unterstützung
des Studios
und keine Raubkopie ...
Mi, 23. November: Ein spektakulärer Exoplanet, exklusiv bei 3Sat - wo gibt's denn
so was??? Die Nano-Story
über den angeblichen Nachweis eines Jupiters bei Pollux mit dem 2-m-Teleskop in Tautenburg wird
weder von der Exoplaneten-Enzyklopädie
noch astro-ph noch
ADS noch der Homepage von
Tautenburg noch Google (!) bestätigt ... [24.11.]
War aber doch wahr: Das Paper kam nur
viel später ... [20.11.2006]
Hayabusa hat doch Kontakt mit Itokawa
gehabt! [24.11.]
Di, 22. November: Alle(?) Fenster in die Venus-Atmosphäre, die im Prinzip auch für Amateure
zugänglich sind, werden hier aufgelistet -
v.a. zwischen 850 nm und 1.1 µm tut sich 'ne Menge ...
Toller Vortrag im AI von David
McComas, dem PI von IBEX - einem NASA-SMEX, der im
Juni 2008 starten soll (auf einem Pegasus und mit einer riesigen weiteren Raketenstufe für einen
extrahohen Orbit - zu zeigen, dass das überhaupt geht, war am schwierigsten). Den Outreach
wird das Adler-Planetarium in Chicago besorgen,
das dafür vom Projekt 1.8 Mio.$ bekommt und aus eigenen Mitteln weitere 650'000$ bereit stellt:
Es wird ein Planetariumsprogramm geben, Unterrichtsmaterial (auch speziell für Behinderte und
Legastheniker!) und und und ...
Exaxt 6 Monate nach dem überraschenden Ausrufen von Neuwahlen wird Merkel als
erste Kanzlerin der BRD gewählt.
So, 20. November: Bei Hayabusa ist schon wieder was schiefgegangen -
vergangene Nacht fiel kurz vor Erreichen der Oberflaeche Itokawas fuer die
erste Probenentnahme der Funk aus,
und das komplizierte Manoever wurde wahrscheinlich abgebrochen.
Sa, 19. November: Von 11:00-18:00 im Bochumer AI Workshop der
SoFi-vom-3.10.2005-am-Rand-Beobachter
(von mir & Susanne einberufen) - zahlreiche Promis v.a. aus der
OTA-ES- aber auch der SoFi-Foto-Szene erscheinen, so dass am Ende 15
Leute anwesend sind (die fernsten Gaeste kamen aus Stuttgart).
Praktisch genau die richtige Zahl fuer intensive
Diskussionen! [20.11.2005/20.11.2006]
Fr, 18. November: Abends Vortrag an der
Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen
("Alles ueber Sonnenfinsternisse" :-) - und danach bei exzellenten Seeing
Mars- aber auch Mond- und Saturnbeobachtung mit den exzellenten Geraeten der
WHS; v.a. der 6"-Refraktor und der 10"-Schiefspiegler (mit Apodizer-Gitter)
ueberzeugen. Der Mars zeigt - es ist
inzwischen Mitternacht - auch noch
eine
besonders schoene
Seite, wobei insbesondere Meridianii
Sinus enorm kontrastreich daherkommt. [20./24.11.]
Do, 17. November: Vortrag von Hasinger
in der Bochumer "Weltraum als Labor-Reihe" - alles ueber das All in 75 Minuten.
Interessant die Analogie des fruehen Kosmos vor der Entkopplung der Strahlung
mit einer Kerzenflamme, die Schatten wirft. Erzaehlt, dass es nach dem
Versand des Brandbriefs
tatsaechlich zu einer Audienz bei einem Staatssekretaer kam - mit dem Ergebnis,
dass man sich mal wieder treffen sollte ... [20.11.]
Sa, 12. November:
Hayabusa zielt daneben: Bei der jüngsten Annäherung
mißlingt das Absetzen des Minilanders Minerva,
weil sich das Mutterschiff just in diesem Moment zu schnell
von Itokawa
weg bewegte. [14./20.11.]
Im Koalitionsvertrag
(PDF, 191 Seiten!) kommt zwar der "Weltraum" nicht vor, aber wenigstens ein paarmal "Raumfahrt". Und den
String "astronomie" gibt es auch einmal: im Zusammenhang mit Schwarzarbeit in der Gastronomie ... :-)
Fr, 11. November: "The most interesting cluster in the Universe" - den haben
Röntgenastronomen amtlich festgelegt. :-) [14.11.]
Deutschland gerettet? Pünktlich zum Sessionsbeginn wird um 17:51 MEZ die
erfolgreiche Bildung
einer großen Koalition bekanntgegeben. Was die Nachrichtenredaktion von Sat.1 erheblich
verwirrt: ½ Stunde später wird Stoiber mit »SPD« untertitelt, der Moderator meint, die
Parteitage am Montag würden den Vertrag »absägen« (statt »absegnen«) - und
ein anderes Bild wird mit »dummy« untertitelt ... [12./14.11.]
Do, 10. November: Ab kommenden März startet in Mannheim eine große Ausstellung
"RAUMFAHRT - Unsere Zukunft im All",
deren Konzeption allmählich Form annimmt. [12.11.]
Mi, 9. November: Start des Venus
Express der ESA, mit der üblichen
zünftigen Launch Party am ESOC, wo selbst um 4:33
morgens der große Hörsaal voll ist. Schöne
Livebilder aus Baikonur (wobei das Abtrennen der Booster auf
dem Monitor des die Videoprojektion abfilmenden Camcorders
besser als direkt zu sehen ist), nur der Informationsfluß
über das erfolgreiche Absolvieren der späteren
Flugetappen - 2. Zündung der Fregat, Abtrennung der
Sonde, erster Anruf in Australien - hakt, die frohe Kunde wird erst
mit einigen bis etlichen Minuten Verzögerung an den Saal
weitergegeben. Daß sich der Venus Express gemeldet hat,
kann man immerhin dem »Thumbs Up« der
ESOC-Sprecherin zu einigen der versammelten Manager um 6:31
MEZ entnehmen; bekannt gegeben wird es erst zwei lange
Minuten später, während auf der Bühne
Belanglosigkeiten ausgetauscht werden. Derweil erscheinen
mehrere E-Mails an die Planetary Society von mir dort überraschend
im O-Ton
in einem Blog ... [12.11.]
Am Abend bringt das Hessische Fernsehen im 3. Programm eine
kurzfristig ins Programm aufgenommene Sondersendung
zum Venus Express, live moderiert aus dem ESOC! Und die 23
Minuten - für die eine Wiederholung des
ARD-Boulevard-Trashs »Brisant« aus dem
Programm gekegelt wird - sind ausgesprochen gut gemacht, mit
Interviews und schon länger vorbereiteten Einspielern
(erkennbar an einer anderern Jacke der ESOC-Sprecherin :-). Und
den Schluß bildet eine Star Party ESOC-naher
Amateurastronomen mit viel Publikumsverkehr. [12.11.]
Am Rande der Launch Party Wortwechsel mit Vittorio
Formisano, dessen Instrument PFS sowohl auf dem Mars wie dem Venus
Express unterwegs ist: Was wurde denn nun aus der angeblichen
Messung großer Formaldehyd-Mengen in der Marsatmosphäre, die im Februar
für Aufsehen sorgte?
Bei Icarus habe er ein Paper eingereicht und auch schon
einen Referee-Report, den er aber - wegen der ganzen Arbeit beim
Wiederbeleben des
PFS auf dem Mars Express noch
nicht einmal gelesen habe. Ja, glaubt man das? Im übrigend
fände er die ganze Methan- und Formaldehyd-Geschichte
gar nicht mehr so spannend (obwohl es dabei um den
vermeintlich direktesten Beleg für heutiges Leben auf dem
Mars geht???): Vielmehr habe das PFS auch so etwas wie
Laserstrahlung aus der Marsatmosphäre gefunden, und
das sei doch viel aufregender. Auch hier sei ein
Icarus-Paper schon eingereicht. [12.11.]
Verheerende Bombenanschläge in Amman
auf drei große Hotels mit 57 Toten - jetzt ist auch das einst so
einladende
Land zwischen Israel und dem Irak zur Zielscheibe geworden ... [12.11.]
Um 3:14 MEZ gibt es genau über der A 67
südwärts blickend (bzw. in Fahrtrichtung, auf dem
Weg nach Darmstadt) einen etwa -2 mag. hellen Meteor zu sehen,
bei dem es sich der Bahn nach um einen Tauriden gehandelt
haben könnte: Vielleicht ist an der Geschichte mit der Häufung von
Tauriden-Feuerkugeln
2005 etwas dran. [12.11.]
Di, 8. November: Kurz nach Mitternacht - und keine 24 Stunden nach der
Opposition 2005 -
Mars-Beobachtung mit dem 20+ Jahre alten 10-Zoll-Billigdobson
»Odyssey Compact«, off-axis abgemeldet auf 15 cm
(was zufälligerweise der Durchmesser der ersten greifbaren
Untertasse war, die als Schablone für die spontan gebastelte
Pappmaske diente :-). Das Bild - so sah es gleichzeitig
in
Ludwigsburg aus - bei 170-facher Vergrößerung ist zeitweise überraschend scharf
und kontrastreich, jedenfalls bei bestimmten Orientierungen der
Blende: Der Coulter-Spiegel hat mindestens einen »sweet
spot« und ist auch bei hoher Vergrößerung einsetzbar. [12.11.]
Mi, 2. - Fr, 4. November: Fünf Astro-Veranstaltungen in/bei Bochum in 50
Stunden - Sternenklänge
(Derniere der "Zukunftsträume"), Vortrag von Feuerbacher über Mars in der Reihe
Der Weltraum als Labor,
Sterne über Bochum,
7.
Astronomischer Nachmittag in Essen und Freitags-Meeting von
Ad Astra. [6.11.]
(3. November Dem Wesen des Star Trek-Fans ist eine wissenschaftliche
Studie an der Uni Bonn auf den
Grund gegangen ...
(2. November) Phänomenale Nahaufnahmen von Itokawa
werden überraschend veröffentlicht, dazu ein Zeitplan für diesen Monat -
der leider dann nicht eingehalten werden kann. [12.11.]
In der Mittags-Tagesschau gibt's die zwei neuen
Pluto-Monde zu
sehen - der nicht mal mehr größte Bewohner des
Kuiper-Gürtels hat immer noch eine »gute Presse« ... [12.11.]
Mo, 31. Oktober: Halloween ist inzwischen auf dem Weg zu einem
Massenphänomen auch in Deutschland - nach
jahrhunderte langem Umweg von Nordeuropa in die USA und nun
zurück. Und der Zeitpunkt wie auch die ursprüngliche
kultische Bedeutung haben sogar etwas
mit Astronomie zu tun! [12.11.]
Der überraschende Rückzug von Münte vom
SPD-Vorsitz bringt die deutsche Politik schon wieder durcheinander ... [6.11.]
Fr, 28. - So, 30. Oktober: Zweite Tagung der VdS-FG
Astronomiegeschichte
an der Sternwarte Sonneberg, mit seltener
Übernachtungsgelegenheit in der Sternwarte
selbst und Teilnahme an der nächtlichen
Himmelsüberwachung,
die seit fast 80 Jahren nahezu ohne Unterbrechung läuft. Unter den Tagungsreferenten hebt sich
L. Clausnitzer
dadurch hervor, daß er erst einmal einen flammende Appell
zur Rettung des
Astrounterrichts in Sachsen als eigenständigem
Schulfach hält. Nach ausführlicher Besichtigung der
historischen Anlage sowie der noch genutzten Teleskope und der
gigantischen Plattensammlung kommt es am
Sonntagnachmittag vor der Rückreise nach fast vier Jahren
endlich zu einer 3/4-Reunion der Teilnehmer der
RiSoFi-Expedition
2001 nach Costa Rica mit dem Sonneberger Gastgeber K.
Löchel, K.-H. Mau aus Sachsen-Anhalt & mir. [1./6.11.]
1989 sorgten "fliegende Dreiecke" über Belgien für anhaltende Aufregung, bis
seriöse UFO-Forscher das Phänomen ziemlich überzeugend auf illegal fliegende
Ultraleichtflugzeuge zurückführen konnten - jetzt ist im
CENAP REPORT (PDF; Seiten
62-63) der Bericht eines Amateurastronomen und Amateurfunkers erschienen, der
den Funkverkehr zwischen einem dieser Ultralights und der Bodenmannschaft
mithörte und sogar einem der finsteren Flieger persönlich begegnete! [1.11.]
Di, 25. Oktober: Abends im Deutschen Museum
Bonn Vortrag von P. Aufmuth
über Gravitationswellenforschung in Europa
- im November beginnen wieder (auf ½ Jahr angelegte)
Koinzidenzmessungen mehrerer der GW-Detektoren auf der Welt,
darunter GEO600 bei Hannover. Und der Start des ersten
GW-Detektors im Weltraum, der LISA-Satelliten, ist nun
für 2014 geplant, während bereits 2008 mit dem LISA
Pathfinder Schlüsseltechnologien getestet werden sollen.
[26.10.]
Mo, 24. Oktober: Bei der Werbung für einen
Billigrefraktor »mit 525-facher
Vergrößerung« im Kanal RTL-Shop wird
die Entdeckung der Supernova in Messier 51 diesen Sommer
durch einen deutschen Amateurastronomen erwähnt ...
[26.10.]
Im SPIEGEL eine ganzseitige Anzeige der Initiative
»Deutschland braucht
Raumfahrt«, mit dem einzigen Argument, daß die
anderen schon oben seien (die "7 Gründe" kann man erst über die Website erfahren). [26.10.]
So, 23. Oktober: Im Kino in
»Die Reise der Pinguine« -
beeindruckende Bilder, aber zuweilen reichlich grobkörnig,
die Unterwasseraufnahmen z.T. offenbar Videomaterial - und
einige Landschaftsbilder (wie am statischen Korn leicht zu
erkennen) Standbilder. War da die Filmkamera eingefroren ...? [26.10.]
Sa, 22. Oktober: Auf der 24. BoHeTa sind
einige der besten Vorträge
(Gährken über Mars 2003, Pascal
über Huygens) die x-te Wiederholung; unter den (jedenfalls von mir)noch nicht
gesehenen beeindrucken Hambsch mit
Deep-Sky-Aufnahmen, Hoffmann & van Kerkhof über
VEGA und v.a.
Lüthen über exzellente Resultate
mit der Mintron (insbesondere seltene Bilder von
Sprites) und Webcams. [26.10.]
Fr, 21. Oktober: Skyweek 16+17/2005 erscheint, mit
umfangreichem Aufmacher über die Ringförmige SoFi
vom 3. Oktober. [26.10.]
Di, 18. Oktober: Premiere des Astronomie-Newsletters
für interstellarum.
Mo, 17. Oktober: Kurioser Auftritt von S.
Hawking bei Beckmann - die Fragen mußten alle vorher eingereicht werden, die
Antworten sind schon fertig, und man kann auf Hawkings Computerdisplay öfters
schon die Antwort auf noch gar nicht gestellte Fragen lesen. Ein
tiefschürfender Dialog über das Wesen des Universums kommt da
nicht zustande. [26.10.]
Di, 11. Oktober: Auf dem Planetarium
Innovation Day von Zeiss in Jena werden ein halbes
Dutzend Innovationen vorgestellt
davon viele noch nicht ausgereift, was eine unverhoffte Werkstattatmosphäre
schafft. Überwältigend die All-Dome-Demos mit dem
unbezahlbaren Laserprojektionssystem ADLIB - aber das
(hoffentlich deutlich) preiswertere brandneue 4DOME-System
auf der Basis modernster Digitalkinoprojektoren
löst den größten Enthusiasmus im
planetarischen Publikum aus, da es nahezu dieselbe
Auflösung und Brillianz mit nur zwei dieser Projektoren hinbekommt. [26.10.]
Mo, 10. Oktober - selten verrückte
"Mammatus"-Wolken
sind in Nebraska fotografiert worden.
Sa, 8. Oktober: Der
Fehlstart von
Cryosat wird sekundenlang auf n-tv
übertragen, dann ist die Rakete schon in den Wolken
verschwunden. Daß der Satellit nicht weit kam, erfuhr auch
die ESA erst mit Stunden Verspätung. [26.10.]
Di, 27. September - Di, 4. Oktober: Kurz-Expedition zur
ringförmigen SoFi
nach Tunesien - nach tagelangen Wettersorgen geht alles glatt, und es gelingt,
wie schon 1999, der klare fotografische Nachweis eines Chromosphärenbogens, trotz
diesmal viel dickeren Rings. [6.10.]
Sa, 24. September: Amateurastronomen-Jargon in einer deutschen
TV-Show! Bei "Genial
Daneben" wird »Russentonne« nicht erraten: Nein, das ist kein
Behältnis, in dem die Russenmafia Widersacher versenkt,
sondern der Anfang der 1990-er Jahre aufgetauchte Spitzname
für spitzenmäßige russische
Maksutov-Teleobjektive
(in der Auflösung fälschlich als »Teleskop« angesprochen),
die damals schon für unter DM 200 auf
»Polenmärkten« zu kaufen waren und seither
zum Standardequipment v.a. von SoFi-Reisenden gehören. [26.9.]
Bemerkenswerte Himmelserscheinungen - nach einem Raketenstart in
Vandenberg war der Himmel voller bunter Wolken -
und von der ISS aus wurde die Aurora
fotografiert.
Fr, 23. September: TV bizarr - in der "Wiesn Night" des BR werden zu Bildern
Besoffener feine Rockballaden, z.B. der Dire
Straits gespielt ... [24.9.]
Mi, 21. September: Das Image des deutschen Amateurastronomen ... im Aufmacher-Beitrag von
Abenteuer Erde
werden zwei Astrofotografen portraitiert, die mit 30 kg Astrogepäck beladen in der Abenddämmerung
in den Bergen herumsteigen. In der Abmoderation heisst es dann, ganz so hoch hinaus bräuchte
man nicht, die Mittelgebirge täten es auch ... [24.9.]
Endlich Zeit für einen Besuch in der Ausstellung
Dschingis Khan und seine Erben in
der Bonner KAH - eine exzellente Zusammenstellung so vieler interessanter Exponate (und Sound-Proben -
v.a. die Obertongesangs-Impro auf Track 14!), dass 3 Stunden nicht reichen. Witzig, bei der Sternkarte
den eigenen Text nicht nur auf einer Katalogseite sondern auch neben dem - beeindruckenden -
Exponat zu sehen und in der Audioführung Zitate aus alten E-Mails an die Kuratorin zu hören ... [24.9.]
Exzellenter Beitrag im RTL-Nachtjournal zu den wilden
NASA-Visionen
einer Rückkehr zum Mond, mit der rechten Mischung aus recherchierten
Fakten, neuen Bildern und Häme!
Di, 20. September: Schon wieder eine informative
NASA-Telecon, diesmal über Veränderungen auf dem Mars, die während
8 Jahren MGS im
Orbit beobachet wurden. U.a. weiß man jetzt, daß
die aktuelle Rate der Entstehung kleiner Impaktkrater weit
unter den Erwartungen liegt, was für Altersbestimmungen
relevant sein könnte. [21.9.]
Mo, 19. September: Heute abend funktioniert die Mond-Illusion
einmal nicht, obwohl der noch
fast volle Mond fast genau auf dem Horizont aufsitzt. Aber er ist eben nur
fast voll: Vielleicht erfordert es für den Effekt, der zwei Monate
zuvor von genau demselben Standort aus (bei allerdings viel
südlicherer Deklination) umso krasser war, einen perfekten
Kreis ...? [21./24.9.]
So, 18. September: Völlig überraschender
Ausgang
der vorgezogenen Bundestagswahl
mit Verlusten der CDU, die fast genau so groß sind wie die der SPD. Jubel
im Theater Bonn, wo die 18:00-Prognose mit den
jämmerlichen 35-CDU-Prozent aus den Exit Polls während eines
Theaterfestes
an die Wand geworfen wird - offenbar ein Publikum mit eindeutiger Mehrheit ... Eine halbe
Stunde später auf der großen Opernbühne eine
»Space Odyssey« zur Demonstration von
Spezialeffekten. Mit einem Steuerpult, das durchaus an ein
Planetarium erinnert. [19.9.]
Sa, 17. September: Letzte Vorträge auf der
International Meteor Conference
im belgischen Oostmalle, das - leider -
vorzeitig am Mittag verlassen. In der zweiten
Augusthälfte 2005, nach den Perseiden, haben
automatisch laufende Videokameras eines Netzwerks mehrere
Feuerkugeln aufgezeichnet, die alle vom selben Radianten kamen:
ein »fireball stream«? Und warum nur sind (bisher) in
der Meteorliteratur der ganzen Welt keinerlei Aufzeichnungen von
den eigentlich unübersehbaren Geminiden aus den Jahren
1959 bis 1971 zu finden? Aus den 1940-er Jahren liegen dagegen
detaillierte Beobachtungen vor (mit jeweils 2
Aktivitätsmaxima, die man auch in den 1990-er Jahren
findet), so daß die Daten bis auf die mysteriöse
Lücke über 60 Jahre überdecken. [19./21.9.]
Fr, 16. September: Die erste detaillierte Auswertung
visueller Beobachtungen der Perseiden 2005 - bisher 156
Beobachter in 32 Ländern meldeten 14'750 Meteore - zeigt
ein klares Maximum mit einer (nicht berauschenden aber
akzeptablen) ZHR von knapp 80 um 23:40± 1 Stunde
(und einem Anstieg für kurze Zeit bis 95 um genau 23:40
UTC); in den 24 Stunden davor ist allerdings ein Plateau der
Aktivität bei einer ZHR von 60 bis 75 zu erkennen. Die
maximale Teilchendichte im Raum, durch die die Erde
hindurchflog, lag bei ziemlich genau 100 pro Milliarde
Kubikkilometer bzw. der Fluß bei 0.022 pro Quadratkilometer
und Stunde. Die Abendsession benutze ich auch für eine
Wiederholung des Venus-Tests
in einer stark erweiterten Form; 65 der Tagungsteilnehmer machen mit. [19.9.]
Ein weiteres Highlight auf der IMC war ein Vortrag von M. Yamamoto ueber
systematische und ausgesprochen erfolgreiche Amateur-Videobeobachtungen
von Sprites im Rahmen
des Astro Classroom - leider sind
die tollen Bilder (die eine Software namens
UFO Capture findet)
offenbar noch nicht online. N. Nogami diskutierte 18 Berichte chinesischer
Chroniken ueber beobachtete Meteoritenfaelle zwischen 616 und 1832, bei
denen offenbar Impaktkrater entstanden - und bei denen nie deren Durchmesser
sondern immer nur die Tiefen genannt werden, aus denen die Meteoriten
geborgen werden mussten (30 cm bis 5.9 m). Und die Rumaenen berichteten
mehr ueber ihre Perseide 2005-Aktivitaeten, die - zwischen zwei Phasen extremen Regens mit grossen
Ueberschwemmungen - ungewoehnlich gutes Wetter hatten. Ausserdem gab es noch einen
Fachvortrag ueber das K/TB und den Chicxulub-Krater - eigentlich sehr
gelungen, aber der Referent P. Claeys, der an dem Zusammenhang nicht die
geringsten Zweifel hat, hatte auf meine Frage nach der alternativen
Sicht von Keller
und Co. leider nur die ad-hominem-Bemerkung zu bieten, die Dame
verstuende rein gar nichts von Impaktkratern, haette alles missverstanden
und wisse das auch ...
Die Morgen-Session der IMC in Belgien war ganz
von Vortraegen zur Radiobeobachtung von Meteoren dominiert, also der
Forward Scatter-Technik, bei der man an der Ionisationsspur reflektierte
Radiosignale ferner Sender (Radio, TV oder spezielle Baken) registriert
und daraus Schluesse zieht. Zu dem Thema hatte seit Montag eine offenbar
sehr erfolgreiche "Radio Meteor School" stattgefunden, und auch die
IMC-Referate lagen vom Niveau her weit jenseits des Amateurbereichs.
- Da wurde in Argentinien ein "Meteor Standard Receiver" entwickelt,
der seine Messungen vollautomatisch an zentrale Server schickt und 100
bis 150 $US kosten soll (ein Prototyp wurde gerade fertig),
- ein Verfahren wurde entwickelt, um gleichzeitig Echos vom selben
Meteor von verschiedenen Sendern auf verschiedenen Frequenzen zu
empfangen, womit sich die Bahn im Raum in 3D genau erfassen laesst (nur
dauert die Analyse pro Meteor leider drei Wochen ...), und
- in Japan wird mit Interferometern aus mehreren Antennen
experimentiert, um so den Ort der Meteorspur im Raum besser
lokalisieren zu koennen.
Um kontrolliertere Bedingungen zu erhalten, hat der belgische
Astroverein VVS sogar einen eigenen 50-Watt-Sender aufgestellt, der
bei 49.99 MHz senkrecht nach oben sendet. Ferner bemueht man sich um
die standardisierte Erfassung von Meteordaten aller Art in
einer Unified Meteor
Database, das Observatorium von
Modra stellte
seine diversen Meteorueberwachungstechniken vor (u.a. ueber 550
registrierte Feuerkugeln seit 1991!) - und G. Graner rechnete vor,
dass an umstrittenen Berichten ueber luftelektrische Effekte nach
helleren Meteoren doch etwas dran sein kann. Die Datenlage ist aber
nach wie vor schwach - more research needs to be done ...
Do, 15. September: Beginn der
International Meteor Conference im
belgischen Oostmalle
(bei Antwerpen) - nach einem eher frugalen Abendmahl gab es schon "dat
Übliche", zwei Vortraege der Rumaenen
(Astro- & Perseiden-Camp 2005) und einen des Argentiniers, der jetzt
sogar ein ganzes Jahr auf der argentinischen Antarktis-Station war und die
Stimmung tausende km von der Zivilisation entfernt gut rueberbrachte. Die
Tagungsorganisation ist exzellent, die Astronomen betreiben sogar eine eigene
Bar - bloss die Computertastaturen sind bizarr, mit kaum einem Buchstaben da,
wo er hingehoert (aber es gibt freien Internet-Zugang rund um die
Uhr, wovon man in entsprechenden deutschen Einrichtungen nur traeumen
kann) ...
Mi, 14. September:
Jede Menge neue scharfe Bilder
von Itokawa sind inzwischen verfuegbar, waehrend die Hayabusa 20 km vor dem
Asteroiden parkt!
Und Cassini hat gerade eine tolle Nahaufnahme von
Pandora
geschickt. [15.9.]
Kann man mit Video-Daten die ZHR von Meteorschauern bestimmen?
Erste Experimente mit
den Perseiden 2004
und 2005 deuten gewisse Tendenzen an, mehr aber auch
(noch) nicht ...
Mo, 12. September: Schon wieder eine Telefonkonferenz der NASA, diesmal zur Entdeckung eines
Gammabursts mit
Rekorddistanz. Informationen auf hohem Niveau, jede Menge
konkrete Zahlen - und GRB-Altmeister Don Lamb ordnet die
Bedeutung mit sonorer Stimme (die gut in ein Planetarium
passen würde ...) in die moderne Astrophysik ein. [13.9.]
So, 11. September: Ein Asteroid entpuppt sich als kosmische
Gurke - mehr als jeder andere Kleinkörper des Sonnensystems erweist sich Itokawa dem
anfliegenden Hayabusa als derartiges
Gemüse. Und die über zwei Jahre nach dem Start selbst von vielen
Planetenfans vergessene Mission
kehrt ins Rampenlicht zurück. [13.9.]
Sa, 10. September: Im Rahmen des 3.
Astronomietages
Vortrag an der Sternwarte Radebeul über
den Reiz ringförmiger Sonnenfinsternisse, die kommende
am 3.10. im
Besonderen und die Freuden von SoFi-Expeditionen im
Allgemeinen. Beim Abendessen in Downtown Radebeul am
späteren Abend - unterhalb der Flutmarke von 2002! - ein
apokalyptisches Gewitter, dem unter einem großen Schirm
erfolgreich getrotzt. Am Montag kommt das Gewitter in mehreren
TV-Magazinen vor; es ging ganz in der Nähe mit
Schlammlawinen einher ... [13.9.]
Do, 8. September: Vortrag des
Ägyptologen
Joachim F. Quack über Himmelsvorstellungen im alten Ägypten
in einer (von mir arrangierten) gemeinsamen Veranstaltung der
VSW Bonn und des Ägyptischen Museums Bonn. Quack
(der anläßlich einer Tagung über
altägyptische Grammatik nach Bonn kam) entpuppt sich
später als entschiedener Gegner der Rechtschreib-«Reform« -
ja wenn sogar solche Experten dagegen sind ... [13.9.]
Mi, 7. September: Dritter Tag der DPS-Tagung (s.u.), ganz im
Zeichen von Deep Impact - da die Ereignisse mit genau 2 Monaten freilich noch nicht
sehr lange zurückliegen, ist der Stand der Datenanalyse recht unterschiedlich. Wie
sich in Gesprächen mit dem Chef der ESA-Mondsonde SMART-1 zu meiner Überraschung
aber herausstellt, ist
- ein weiterer "Deep Impact" auf europäisch geplant - wenn
SMART-1 in der 2.
Jahreshälfte 2006 auf den Mond stürzt! Solch ein Manöver zu kontrollieren, ist
mit dem schubschwachen Ionenmotor ein Problem, aber dafür wird der Impakt (im
Gegensatz etwa zu dem der Ranger in den 1960er Jahren) extrem flach erfolgen, was
eine Serie im wahrsten Sinne umwerfender letzter Bilder geben dürfte. B. Foing
ist sehr dafür, große öffentliche Shows rund um dieses spektakiläre Ende der
sonst kaum beachteten Mondsonde zu gestalten.
- Die Quintessenz der Deep-Impakt-Sessions wird im Detail im
Deep Impact-Blog
beschrieben - die Datenfülle ist enorm, und ein Gesamtbild fügt sich erst in Teilen
zusammen. Offenbar ist zumindest dieser Kometenkern sehr porös und zerbrechlich,
was - wenn das auch für C-G gilt - den Rosetta-Lander 2014 in Schwierigkeiten
bringen könnte, wenn er nicht ordentlich auf der (offenbar nicht verkrusteten)
Oberfläche stehen bleiben soll ...
- Der ungewöhnlichste Vortrag der Tagung war fraglos die Ansprache von
Rosaly Lopes,
nachdem sie die Carl-Sagan-Medaille
umgehängt bekommen hatte: In Brasilien aufgewachsen ist sie in England zur Planetenforschung
gekommen und hatte sich zunächst nur wegen der vergleichsweise guten Bezahlung um
"E/PO" (education &
public outreach) gekümmert - aber heute ist sie ein leuchtendes Beispiel dafür,
wie sich praktizierende Wissenschaftler in der Öffentlichkeitsarbeit einbringen
können. Einmal begann sogar ein völlig verstockter Schüler - der Monate lang kein
Wort gesagt hatte - wieder zu sprechen (über Schwarze Löcher ...), nachdem Lopes
in der Klasse einen Vortrag gehalten hatte!
Und dann war da noch ein hochbetagter aber mitteilsamer britischer Astronom, der nach
einer längeren Planetenforscherparty im Hinausgehen erzählte, er gehöre zu der
IAU-Arbeitsgruppe, die über den Planetenstatus von 2003 UB313 und damit automatisch
auch über das Schicksal von Pluto zu befinden hat: Dort habe es gerade einige
Bewegung gegeben, und durchaus noch vor der nächsten
Vollversammlung der IAU sei eine Entscheidung
möglich. Seinem Tenor meinte man entnehmen zu können, daß es um Plutos Planeten-Status
nicht zum Besten steht ... [8.9.]
Di, 6. September: Zweiter Tag der DPS-Tagung (s.u.),
diesmal vom Mars dominiert - wobei der erste
Vortrag
die Geschichte der Beobachtung von Marsstaubstuermen aufrollte und jede
Menge Marszeichnungen zeigte. Vor allem der Mars Express machte dann Eindruck,
denn hier wird ein recht deutliches und selbstkonsistentes Bild der
Geschichte des Planeten gezeichnet, jenseits der oft verwirrenden Flut
aller Daten, Bilder und Fakten:
- Der fruehe Mars "war der Erde sehr aehnlich", eine feuchte Welt mit einem
Dynamo im Kern, der ein Magnetfeld erzeugte, das wiederum die Atmosphaere vor
dem Sommenwind schuetzte. Aber dann, so schliesst
Bibring,
machte der Dynamo schlapp, die Atmosphaere ging groesstenteils floeten, und
der Planet wurde trocken und kalt: Das alles erschliesst sich aus den Daten
des OMEGA-Instruments auf dem Mars Express, wie sich schon laenger
abzeichnet.
Und sie zeigen auch, dass es spaeter zuerst starken Vulkanismus mit gewaltigen
Ausfluessen gab - und seither hier und da noch transiente Phasen mit der
Freisetzung von Wasser aus Eisreserven.
- Die Epochen dieser Mars-Geschichte (ueber die bereits weitgehende
Einigkeit zu bestehen scheint) kann man mit Hilfe der HRSC auf dem Mars
Express sogar recht genau datieren, zeigte zuvor
Neukum.
Durch das systematische Auszaehlen von Impaktkratern ist es moeglich, das
absolute Alter der meisten Formationen auf dem Mars anzugeben und z.B. zu
folgern, dass vor 1.6 Mrd. Jahren fast ueberall die grosse Aktivitaet zum
Ende kam. An bestimmten Stellen aber ist der Mars bis heute aktiv, zeigen
die HRSC-Bilder schon
laenger: Ausfluesse wie auch Gletscher hat es mancherorts noch vor weniger
als 4 Mio. Jahren
gegeben,
denn diese Features sind z.T. voellig kraterfrei.
- Das grosse Bild wird ergaenzt durch eine unueberschaubare Flut von
Einzelergebnissen: Allein auf der Fahrt die
Columbia
Hills hinauf ist der Marsrover Spirit auf fuenf verschiedene Gesteinstypen
gestossen (die aber alle etwas mit dem fruehen Marsvulkanismus zu tun haben
duerften und nichts mit der grossen Ueberflutung, die spater den Gusev-Krater
heimsuchte; sie wurden auch nur sehr moderat von Wasser beeinflusst). Und so
verwirrend wie
eh und je sind die Erkenntnisse ueber das Methan in der Marsatmosphaere
und seine Herkunft ...
Bei der naechsten Phase der Marserkundung aus dem Orbit wird die
Oeffentlichkeit uebrigens staerker denn je eingebunden werden: Wie gestern
abend auf einer Session ueber Public Outreach
bestaetigt
wurde, wird nach dem Erreichen des Marsorbits durch den
MRO eine
Webseite eingerichtet, auf der jeder - Planetenprofi wie Marsfan -
Motive fuer die Superkamera HiRISE vorschlagen kann (mit Begruendung!). Denn
im Lauf der Primaermission kann die Kamera nur 1% der Marsoberflaeche
optimal erfassen, und es soll natuerlich das interessanteste Prozent werden.
Auf einer Pressekonferenz wurde heute auch bereits kraeftig Werbung fuer den
Venus Express
gemacht, einen in nur 3 Jahren realisierten weitgehenden Nachbau
des Mars Express - dessen Instrumentarium auch für Venus-Forschung fast ideal
sein soll. Der Start ist weiterhin fuer den 26. Oktober, die Ankunft fuer den
kommenden Maerz geplant - und es soll auch ein paralleles Programm fuer
Beobachtungen von der Erde aus geben, das fuer Amateurastronomen interessant
sein koennte. Morgen geht's hier v.a. um Deep Impact - eine Vorschau gibt's im
DI-Blog-Eintrag
Nr. 41.
Mo, 5. September: Erster Tag der DPS-Tagung
im englischen Cambridge - es laufen mehrere Sessions parallel, aber Thema
des Tages sind sicher die Cassini-Ergebnisse der letzten Monate.
Die grosse Enthuellung gab es nicht, aber jede Menge reizvolle Details (und
natuerlich noch mehr offene Fragen).
- Von Huygens wissen wir jetzt z.B., dass der Lander noch mindestens 3
Stunden und 13 Minuten nach der Landung gesendet hat, dann hoerte das letzte
Radioteleskop zu lauschen auf; Modellrechnungen zufolge haben die Batterien
noch 20 Minuten laenger gehalten.
- Es ist auch klargeworden, dass sich die Rotationsrichtung der Kapsel
in der Titanatmosphaere irgendwann umgedreht hat und alles ganz anders kam
als vermutet: Offenbar haben die vielen vorstehenden Sensoren den Effekt
der kleinen Flossen unten an der Kapsel zunichte gemacht (die Modellierung
des tatsaechlichen Flugverhaltens laeuft aber noch).
- Erstmals gab es vom Aerosol-Experiment zu hoeren, das Signale bei m/z=17
und 27 vermeldet, offenbar NH3 und HCN - Aerosole sind damit als relevante
Stickstoff-Senke etabliert.
- Die Daten der zahlreichen Sensoren der Surface Science Package werden
nun so interpretiert, dass die Oberflaeche an der Landestelle eine weiche
obere Schicht hat, unter der Huygens auf eine Kruste oder aber einen 'Stein'
traf, um dann langsam in eine weiche Schicht einzusinken: Nach der Landung
aenderte sich die Neigung weiter mit 0.2 Grad pro Stunde.
- Aus den Bildern der DISR-Kameras sind inzwischen per Stereoskopie
auch begrenzte 3D-Gelaendemodelle erstellt worden, die erstaunlich steile
Haenge enthuellen, mit Steigungen von bis zu 30°.
- Der Cassini-Orbiter hat bei den Saturnmonden u.a. etabliert, dass die
"Tigerstreifen" auf Enceladus kristallin
sind, was bedeutet, dass sie jung oder warm oder beides sind: Die genaue
Analyse von IR-Spektren sollte das bald klarmachen. Die Waermeabstrahlung
des Mondes betraegt uebrigens nach einer ersten Berechnung 8 Gigawatt -
klingt nach viel, aber Io schafft 100'000 GW ...
- Beim Japetus sind trotz intensiver Durchmusterung keinerlei Hinweise
auf vulkanische Aktivitaet (oder vulkanaehnliche Formationen) gefunden
worden: Das bedeutet offensichtlich, dass das dunkle Material, das eine
Hemisphaere bedeckt, von einem anderen Mond gekommen ist. Ebenfalls raetselhaft:
Wie kommt dieser Mond - trotz langsamer Rotation - zu einer enorm ausgepraegten
Topografie, die laengst eingesackt sein muesste?
- Eine Flut von Entdeckungen gab es schliesslich bei den Ringen zu vermelden:
So hat sich ein Band des seltsamen schmalen F-Rings als Spirale entpuppt;
offenbar spielt ein kleiner Mond eine Schluesselrolle. Der D-Ring hat sich
seit dem Besuch der Voyagers erheblich veraendert.
- Und die Teilchen in den Ringen rotieren ueberraschend nur ganz langsam:
Das zeigen Beobachtungen der Ringe aus von der Erde unmoeglichen Perspektiven.
Die 'Nachtseiten' der Ringteilchen sind naemlich kalt, d.h. die Sonnenwaerme
wird nicht auf die andere Seite getragen.
Unter den zahllosen anderen News des ersten Tages noch besonders erwaehenswert:
detaillierte Berechnungen zur Bahnverbesserung des Asteroiden Apophis alias
2004 MN4
durch laufende und kommende Radarbeobachtungen. Ein weiterer Kontakt ist diesen
August gelungen und hat die Ortsunsicherheit fuer 2036 auf ein Drittel
reduziert - und Messungen 2012/13 werden die Unsicherheit fuer 2029 schlagartig
um einen Faktor 100(!) verringen - dann wird klar sein, dass (was extrem
wahrscheinlich ist) die Bahn 2036 weit an der Erde vorbeifuehren wird. Der
lautstark von einer Aktivistengruppe geforderte Transponder auf Apophis (der
300 Mio.$ kosten wuerde) ist ueberfluessig, Punkt. Weitere Impressionen von
der Tagung gibt's auch von einer Kollegin von der
Planetary Society! [6.9.]
So, 4. September: Endlich ein guter Blick auf die Konjunktion von
Venus und Jupiter extrem tief am Abendhimmel - die war zwar schon vor ein
paar Tagen (siehe Cosmic
Mirror # 291 unten rechts), aber erst aus dem Flugzeug auf dem Weg von
Koeln nach London-Stansted ist sie brilliant zu sehen. An Bord uebrigens
auch Frank Sohl vom DLR Berlin, natuerlich mit demselben Ziel, der
Welt-Planetentagung in Cambridge. Gewohnt wird im
Robinson College (von dem aus man
erstaunlicherweise die Milchstrasse sehen kann, jedenfalls im Schwan),
getagt in der musikalischen Fakultaet der Universitaet. [6.9.]
Sa, 3. September: »Nicht-traditionelle« Wege,
um die Astronomie dem Volk näher zu bringen, beschrieb M.
West kürzlich auf einer Tagung - das kann man nun in
einem unterhaltsamen Paper
nachlesen. Vor allem die Idee, mit ausnehmend schlechten
SF-Filmen wissenschaftliche Konzepte zu vermitteln, gibt zu denken ...
13. Internationales
Begegnungsfest in der Bonner Rheinaue - Gelegenheit zum Plauschen mit dem libyschen Konsul
in Bonn, der Infos über das ominöse "SoFi-Gesetz" zu faxen verspricht. [4.9.]
Noch mehr Visualisierungen der SRT haben sich
australische Physiker
ausgedacht - die sich sogar an den Saturnringen vergreifen ... [4.9.]
Fr, 2. September: Digital-Esoterik im 21. Jahrhundert -
wie mehrfach im neuesten CENAP
Report thematisiert wird, gibt es jede
Menge Leute, die mit ihren Digiknipsen Blitzaufnahmen in der
Nacht machen und die schemenhaften kreisförmigen
Bilder von Staubteilchen in der Luft nahe des Blitzes und
außerhalb des Schärfebereichs der Optik für
geheimnisvolle »Orbs«
aus einer anderen Realität
halten. Die man mit dem eigenen Auge direkt freilich nie sieht und die auch gerne
in der Nähe von Kornkreisen auftreten ...
Wiener Astronomen beschreiten ständig neue Wege, um
das Volk zu beglücken - gerade sind sie erfolgreich
in einer
»Strandbar« in der Nähe einer Sternwarte aufgetreten.
Die Problematik von Sport auf dem Mond beleuchtet derweil
Science@NASA -
Freeclimbing an den Klippen von Miranda erscheint da aber reizvoller ...
Do, 1. September: NASA-PK zur Ankunft von
Spirit
auf dem Gipfel der Columbia Hills - 20 Monate ist der Rover
nun schon auf dem Mars unterwegs und (bis auf das Abrubbeln
aller Zähne des RAT) immer noch tadellos in Schuß! [3.9.]
Mi, 31. August: Der Pranger auf dem Bonner
Münsterplatz aus dem 13. Jahrhundert wird restauriert - nur der Sockel ist
übrig,
nachdem kürzlich ein Lastwagen
dagegenfuhr, aber inzwischen eingezäunt. Die Aktion steht auch im Zusammenhang
mit dem WJT, der bereits eine ferne Erinnerung ist ... [3.9.]
Mo, 29. August: Eine der größten
Naturkatastrophen,
vielleicht die größte, in der Geschichte der USA nimmt ihren
Anfang, als Hurrikan
Katrina die Golfküste erreicht - die direkten Verwüstungen in
Mississippi sind schlimm genug, aber das zunächst glimpflicher
davongekommene tiefliegende New
Orleans läuft alsbald wegen brechender Dämme fast ganz
voll Wasser.
Die Lage verschlimmert sich mit jedem Tag, statt besser zu werden (der FEMA-Chef
spricht bald von einem »katastrophalen Disaster«, im Gegensatz
zu einem normalen ...), und in der Stadt bricht völlige
Anarchie aus - zum Entsetzen der Amerikaner, die sich
plötzlich in der Dritten Welt wähnen und ihre
Landsleute nicht wiedererkennen. Und der Bürgermeister
von New Orleans, Ray Nagin, gerät bei einem Radiointerview am 1.9. so
außer sich
über die Unfähigkeit der Bundesbehörden, rechtzeitig zu helfen
(erst nach 5 Tagen beginnen die Maßnahmen zu greifen, und die NY Daily
News titeln »SHAME ON U.S.«), daß bei der
wiederholten Ausstrahlung auf CNN jede Menge Wörter
ausgebleept werden ... [3.9.]
Sa, 27. August: 52. Planetenseminar an der Volkssternwarte Bonn -
absolutes Highlight eine einstuendige Praesentation von
René Pascal ueber seine
Bearbeitung der Huygens-Bilder;
insbesondere die Povray-Versionen
und die Animation daraus loesen unbandige Begeisterung aus. [28.8.]
Der 5000. Besucher des Planetariumsprogramms
»Wunderbares Universums« über das HST - des
ersten aus der Feder des Bloggers - wird heute in Bochum
gezählt, nur einen Monat nach der Premiere (siehe 26. Juli).
[3.9.]
Do, 25. August: Dickste Skyweek-Ausgabe aller Zeiten erscheint,
mit 32 Seiten - Deep Impact, STS-114, UB313 etc. liessen keine Wahl ...
Do, 18. August: Ausnehmend groß erscheinender Vollmond, auch in größerer
Höhe - diesmal ist's wohl wirklich die Erdnähe und keine Illusion. [25.8.]
Mi, 17. August: Von 2:00-3:00 MESZ Referenz-Mintron-Beobachtungen
4 Tage nach dem Perseiden-Maximum, nachdem
endlich wieder durchgehend klarer Himmel herrscht - in der
ganzen Stunde nur zwei schwache Perseiden-Kandidaten sowie
zwei andere Meteore. Aber jede Menge Satelliten, z.T. mit
erheblichen Glints und ein (mutmaßliches Insekten-)UFO ... [18.8.]
Di, 16. August: Abends NASA-Telecon über die
Voraussagbarkeit von
Sonnenflares - Gastgeber ist Richard Fischer, derselbe, der
1988 auf »unserem« Rathausdach in General Santos
City, Mindanao, Philippinen, auf die Sonnenfinsternis wartete
(und dann in einer Wolkenlücke ein perfektes Bild der
gesamten Korona aufnahm) ... [18.8.]
Es gibt noch Hoffnung: Gegen die stundenlangen
unkritischen Huldigungen des WJT auf WDR und Phoenix setzen
ausgerechnet die Tagesthemen einen Bericht über die kaum
gehörten Gegner
der Massenveranstaltung. Katholiken, die
gerne auf jeden Widerspruch verzichten, können sich
derweil in der Newsnight von CNN einen Tip holen: Sollen sie doch
in die Musterstadt »Ave Maria« in Florida ziehen, die
gerade für Reinstgläubige gebaut wird ... [18.8.]
Mo, 15. August: Ende des Kurztrips in die Eifel mit
Abstecher zum Hohen
List, nach Schalkenmehren
(noch ein Maar - und zwar eins von
wissenschaftlicher Bedeutung
fuer die Klimaforschung!)
und zum Adler- und
Wolfspark Kasselburg - gerade rechtzeitig zur
Flugvorführung und Fütterung der 19
Timberwölfe, dem größten Wolfsrudel in
Westeuropa. Die Luft ist feucht und eiskalt, aber das mögen die aus
Kanada stammenden Wölfe ja gerade ... [18./25./28.8.]
Alles voller Pilger zum WJT - jede Menge
durchnumerierte Busse auf der Autobahn, und auch in
Heisterbacherrott sind sie unterwegs; die kath. Bücherei ist
ein »Accomodation Coordination Office« geworden ... [18.8.]
So, 14. August: Fortsetzung der Eifeltour mit Besuch des
Eifel-Vulkanmuseums
in Daun,
dem nahen Wild- & Erlebnispark
mit bemerkenswert unscheuen Berberaffen,
(zu) vielen Lamas, Dam- und Rotwild und Scharen von
Wildschweinen jeden Alters, zudem noch Eichhörnchen zu
dritt im Laufrad, dem Brubbel
von Wallenborn (brav ausgebrochen, ca. 3.5 m hoch) und
Manderscheid mit den
Burgen im Abendlicht. Nachts wieder in Gillenfeld. [18.8.]
Ausnehmend mysteriöser
Flugzeugabsturz mit 121 Toten in Griechenland - und nur zwei Tage später
ein noch folgenschwererer in Venezuela. [18./28.8.]
Sa, 13. August: Fahrt in die Vulkaneifel, bei
Ulmen
ein Maar und ein Ex-Maar, in Driesch
Blick auf einen relevanten Altar
erhascht, zum Übernachten nach Gillenfeld. [18.8.]
Kurze aber heftige Video-Perseiden-Beobachtung
kurz vor Dämmerungsbeginn - erst gegen 4:15 MESZ
verziehen sich die schon tagelang nervenden Wolken, rund 10
Stunden nach dem berechneten Normal-Maximum; Transparenz
jetzt sehr gut. Visuell ein paar gesehen; die Mintron mit WW
erfaßt von 4:30 bis 4:50 MESZ (Sonnendepression -14 bis -
12°) acht Perseiden (mehrere nah am Radianten) und einen
anderen, außerdem viele Satelliten. Bis in die helle
Dämmerung weiterlaufen gelassen: noch vier Perseiden
mehr sind bis 5:15 MESZ (Depression -9°) deutlich zu erkennen. [18.8.]
Manche bekommen allerdings gar nix mit, und ausgerechnet die
CENAP
verbreitet diesmal ausnehmenden Blödsinn - die Perseiden 2005 waren nicht
herausragend (sagen z.B. visuelle Beobachter in Slowenien), sondern ganz
normal, also ziemlich gut! [25.8.] Nach der ersten
Analyse visueller Beobachtungen
durch die IMO betrug die ZHR im Beobachtungszeit rund 75, d.h.
ZHR = 3 x Mintron-(Z)HR; die Korrektur wg. der
Radiantenhöhe war kurz vor Morgengrauen minimal. [3.9.]
Fr, 12. August: Tadelloser
Start
des MRO - wieder sind mindestens drei Sender live
dabei (wieviele Startverschiebungen die wohl durchgehalten
hätten?) und werden mit brillianten Bildern der
aufsteigenden Atlas V belohnt. Schön zu verfolgen, wie der
Düsenstrahl mit abnehmender Atmosphärendichte
immer breiter wird. Das Verlassen des Erdorbits - und den Jubel
im Kontrollzentrum erst in diesem Augenblick - fast eine Stunde
nach dem Start überträgt freilich niemand mehr: Hier
half wieder das Telefon (010580013218671220) ...
Do, 11. August: Abends Teilnahme an einer
Telefonkonferenz über die (geringen) Fortschritte bei der
Aufklärung der
Tankprobleme der Shuttles - jeder interessierte
Fachjournalist auf der Welt teilnehmen, aber aus Deutschland ist
es mal wieder nur einer. Die »anderen« sind wohl zu
beschäftigt, die nächsten NASA-Horrorstories zu
erfinden, als sich mal aus erster Hand zu informieren. Zu dem
Vorschlag des deutschen Exastronauten Ulrich Walter, man
möge den Tank einfach
einpacken, damit der Schaumstoff nicht
abfallen kann, gibt es keine konkrete Antwort: Man habe in den
letzten Jahren unzählige Ideen »aus der
Bevölkerung« gehört, darunter auch diese, und
werde in den Empfehlungen an die NASA ggf. auf
vielversprechende Ideen eingehen. [12.8.]
Der Mars Reconnaissance
Orbiter kommt nicht hoch, erst wegen eines Unwetters, dann wegen Problemen
mit dem Betanken der Centaur-Oberstufe - wohl im allgemeinen
Weltraumfieber nach Discovery sind n-tv und
Phoenix z.T. stundenlang dabei. Aber immer noch haben
sie nicht gelernt, daß man auch mal (oder eigentlich immer!)
auf den O-Ton des Missionskommentars hören sollte: Da
erfährt man bedeutend eher als von den vermeintlichen
Experten im Studio, woran es konkret hakt ... [12.8.]
Mi, 10. August: Für 100 Mio.$ als Tourist einmal um den Mond? Das will die
russische Weltraumbehörde ab etwa 2010
anbieten -
in einer umgebauten Soyuz-Kapsel! Die 7- bis 9-tägige
Reise
»Deep Space Expedition Alpha«
kostet
nicht nur 5-mal so viel wie eine Woche auf der ISS: Sie ist auch wesentlich
unbequemer, denn mit zwei Passagieren und einem Piloten ist die Kapsel randvoll ... [12.8.]
Kuriose Webseiten, angepriesen letztens im TV -
BILDblog (hat sogar einen Grimmepreis gewonnen)
und FOUND Magazine (dem CNN einen langen
Beitrag widmete).
Di, 9. August: Discovery
ist zurück, und unzählige TV-Sender waren live dabei. Den substantiellsten Kommentar
während der Reentry-Phase lieferten diverse Astronauten auf CNN, die von der Schönheit der Plasmaeffekte
vor dem Fenster schwärmen. Eine ist Chemikerin und konnte sich vor Begeisterung kaum mehr einkriegen.
Die Bilder der Landung sind dann eher finster: In Edwards gibt's nicht so viele Lampen wie am Cape ... [10.8.]
In einem Bericht des CENAP
(der auch gut die ebenso umfassende wie fragwürdige Berichterstattung in Deutschland thematisiert) werden meine
Beobachtungen eines Shuttle- plus Tank-Überflugs von 2001 zitiert. [12.8.]
Kaminski ist wiederauferstanden! Der Amtsnachfolger des berühmt-berüchtigten Bochumer
Weltraumprofessors (was die privat geführte Anlage »IUZ« um das Radom im Stadtteil Sundern betrifft,
nicht aber das separat von der Stadt betriebene Planetarium) hat gegenüber der
DPA einen selten abstrusen
Kommentar zur Rückkehr der Discovery abgegeben - den die Nachrichtenagentur auch noch unhinterfragt
verbreitet, ebenso wie dann ein angebliches Weltblatt. Und die Bochumer Lokalpresse ist tags darauf voll von
großen Artikeln über die »Rolle«, die das IUZ
bei STS-114 gespielt habe - gut, daß
andere
Zeitungen Substanzielleres zu sagen haben ... [12.8.]
Mo, 8. August: Der Tod von Peter
Jennings wird bekannt, einem der bekanntesten "anchors"
der US-Network-Abendnachrichten - in der ausgehenden Prä-Web-Ära, als es bereits Satellitenfernsehen gab,
konnte man seine 'World News Tonight' auch in Europa sehen, eine interessante Primärquelle, auch über das
amerikanische Raumfahrtgeschehen. Und viel konzentrierter als die Endlos-Sendungen auf CNN ... [10.8.]
Sa, 6. August: Besuch im SeaLife
Oberhausen - v.a. europaeische Fische, oft kurios illuminiert. Und die angepriesene
Kamtschatka-Riesenkrabbe läßt sich zwar blicken, aber mit den 1.5 Metern ...
Do, 4. August: Keine vierte EVA nötig -
um 19:00 MESZ ruft die Mission Control oben an, aber erst nach 7 Minuten hebt einer ab - alles live
via NASA TV bzw. Telefon mitzuhören ... [5.8.]
Mi, 3. August: Das Entfernen der Fugenfüller im Bauch der Discovery stellt
sich als Kinderspiel
heraus - und es gibt sogar überraschend dramatische Live-TV-Bilder davon. Mehrere
Nachrichtensender übertragen, und Phoenix bemüht sich sogar um eine Übersetzung
des Sprechfunks (das Original gibt's per Telefon unter 001-321-867-1260). Bei n-tv
geht wieder mal alles schief, und nach ½ Stunde wird immer noch nicht realisiert,
daß die EVA längst ein Supererfolg ist ...
Besuch auf der "MS
Einstein, die drei Tage
in Bonn anlegt - und
schon um 10:15 Uhr ist der Kahn überfüllt!
Di, 2. August: Kurz vor 1:00 MESZ gibt die NASA bekannt, daß zum ersten Mal
ein Astronaut am Bauch eines Orbiters arbeiten soll, weil man nicht garantieren kann, daß
hervorstehende 'gap filler' kein aerothermodynamisches Problem darstellen. Missionschef Hale
beruft sich gar auf Niels Bohr: Der habe sich anfangs mit solchen Fragen der Strömungsphysik
beschäftigt und sich dann doch lieber etwas Einfacherem zugewandt - der Quantenmechanik ... [3.8.]
Bruchlandung eines Airbus in Toronto - Livebilder der Rauchwolke auf allen
Kanälen lassen Böses befürchten. Doch rasch ist klar, daß alle 309 Insassen mit dem Leben
davon kamen: Die Bilder täuschten, denn das Feuer brach erst nach der Evakuierung aus! [3.8.]
Mo, 1. August: Riesenmedienrummel um die Queen Mary 2, die knapp 24 Stunden in
Hamburg liegt - als ob eine Kreuzfahrt
etwas Besonderes wäre ... [3.8.]
So, 31. Juli: Jede Menge farbenfrohe Bilder von Nachtleuchtenden Wolken
veröffentlicht quasi in Echtzeit ein
Norweger - auf 62°N sehen sie anders
aus als was man in Norddeutschland mitbekommen kann.
Sa, 30. Juli: Kuiper-Belt-Bewohner größer als Pluto entdeckt! In der
Nacht (MESZ) ist das unter ziemlich kuriosen Umständen vorzeitig
bekannt geworden - und
erhält leider angesichts der Flut von (meist auch noch falschen) Shuttle-Meldungen nicht
die gebotene Aufmerksamkeit (oder wird, so geschehen am 1.8. in 'Forschung Aktuell' des
Deutschlandfunks oder in der Welt,
völlig absurd dargestellt). Schade drum ... [3.8.]
Fr, 29. Juli: Die Discovery hat keinen Schaden genommen, das zeigt heute die erneute
Untersuchung mit dem
Sensorarm - die Hysterie der deutschen Medien, die in den vergangenen Tagen von auf der ISS
verhungernden Astronauten etc. fabulierten, wird endgültig ad absurdum geführt. Nicht daß das
zu einer Besserung der diesmal besonders miserablen Berichterstattung führen würde (auch in den
USA wird zwar zunehmend über den zu negativen Spin der Medien
geschimpft,
aber das ist kein Vergleich zur Situation hierzulande): Auch an
den Folgetagen wird munter drauflos gelogen, z.B. daß die erste EVA am 30.7. der weiteren
Suche nach Schäden gedient habe - das war schlicht frei erfunden! Nur auf CNN-I oder bewährten Webseiten
wie Spaceflight Now
gibt es seriöse Informationen. [31.7.]
Ein dramatischer (aber auch sehr kurzer) Regensturm geht am Abend über dem Haus des Bloggers
nieder, weiße Wasserwände in der Luft und sich biegende Bäume - das kennt man sonst nur aus
dem Fernsehen von Wirbelstürmen aus Florida ... [31.7.]
Alle vier Londoner Bombenleger vom 21. Juli sind gefasst, nebst eines Hintermannes -
die Verhaftung von zweien filmt ein Nachbar durch's Fenster in 1a Qualität. Endlich mal nicht wieder
eines dieser ätzenden Handy-Videos ... [31.7.]
Do, 28. Juli: Die Shuttles
dürfen nicht mehr fliegen - schlimm genug. Aber finden Sie mal einen deutschen TV-Nachrichten-Beitrag,
der die Zusammenhänge korrekt darstellt: Die kleine Schramme am TPS der Discovery stellt keine
Gefahr dar, und das Startverbot hängt nur damit zusammen, daß das Schaumstoffteil, das vom ET abfiel
und die Discovery nicht einmal berührte, dieses unter anderen Umständen hätte tun können. Ist das
denn so schwer zu begreifen ...? Gescholten werden muß aber auch die NASA, die sich 80 Minuten nach dem
Start auf einer Pressekonferenz selbst auf die Schulter klopfte - und dann von anwesenden
TV-Reportern zum ersten Mal von dem fliegenden Tankteil erfuhr, das nun die ganze Flotte lahmlegt.
Wenigstens das eigene Fernsehprogramm kann man doch wohl gucken, bevor man in die Öffentlichkeit
geht ...
Mi, 27. Juli: Ein Dobson im Weltraum? Die ESA berichtet über ein seit drei Jahren
vorangetriebenes Projekt,
das durch das Design großer Amateurteleskope inspiriert wurde! [28.7.]
Nachts ein phänomenales Gewitter über Bonn-Beuel, mit Blitzeinschlägen rund um den Bus ... [31.7.]
Di, 26. Juli: Die Discovery fliegt! Und die
Bilder des NASA-Fernsehens
sind ohne Beispiel: Die Kamera auf dem Tank sendet bis zur Abtrennung desselben vom Orbiter -
was dem Blogger mehr Gänsehaut verschafft als der Start selbst ... [27.7.]
Premiere des ersten vom Blogger entwickelten Planetariumsprogramms "Wunderbares Universum"
über 15 Jahre Hubble Space Telescope im
Planetarium Bochum. [27.7.]
Trauerfeier für den am 9.7. verstorbenen Bonner Astrophysikprofessor
Wolfgang
Priester, der u.a. als erster die Bahn von Sputnik 1 zur Erforschung der oberen Atmosphäre nutzte -
und lange voraussah, daß die Kosmologie eine Dunkle Energie braucht. [27.7.]
Sa, 23. Juli: Vor genau 10 Jahren wurde Komet Hale-Bopp entdeckt, und den Jahrestag hat der
Co-Entdecker Alan Hale - mit dem der Blogger 2000
im Iran war - in Alamogordo fürstlich
gefeiert ...
[25.7.] Dabei verliest Hale auch eine erbetene Grußadresse des Bloggers,
allerdings um den letzten Paragraphen 'zensiert' - Hale stimmt ihm zwar zu, will aber die feine
Newmexicanische Gesellschaft nicht zu sehr schocken ... [31.7.]
Auftritt der bolivianischen Rockband Atajo
auf dem Bonner Marktplatz -
bemerkenswerter Stil zwischen Bläck Föös und Deep Purple, mit einem wahren Anden-Hendrix an der Gitarre ... [25.7.]
Verheerende Bombenanschläge im ägyptischen Scharm el Scheich - was für ein Monat ... [3.8.]
Do, 21. Juli: Die NASA will es wissen und hat in der Nacht den
Start
der Discovery fuer den 26.7.
angesetzt -
auch wenn das intermittierende Sensorproblem
nur vermutlich
verstanden wurde.
Jetzt schreiben sie allerorten in den Nachrufen auf James Doohan, der Spruch
"Beam me up, Scotty" sei das Markenzeichen von Star Trek gewesen - dabei
ist der Satz in dieser Form
zum ersten
Mal
im vierten Kinofilm, Jahrzehnte nach der ersten TV-Serie, gefallen ...
"Licht in das Rätsel der Dunkelanpassung des Auges" haben Neurologen in
Zürich gebracht -
auch von (praktischem) Interesse für den Deep-Sky-Beobachter?
Nun hat Deep Impact die Bahn korrigiert,
um eine Extended Mission
zumindest moeglich zu machen. Naheliegendstes Ziel waere der Komet
Boethin - entdeckt 1975
von einem deutschen Missionar auf den Philippinen, der lange Jahre Abonnent
der Skyweek und auch einmal Gast auf der Planetentagung in Violau war!
Eine der besten Amateuraufnahmen der ISS ist am 14. Juli
S. Seip
gelungen - bald auch mit einem Shuttle dran ...?
Bundespräsident Köhler löst den Bundestag auf, findet in der 5-Minuten-TV-Ansprache
aber keine rechte Begründung. Das Leben unserer Kinder steht auf dem Spiel??? [31.7.]
Erneuter Versuch von Bombenanschlägen in London, aber diesmal geht keine einzige der
Bomben hoch - was war denn das? [31.7.]
Mi, 20. Juli: Dieser Blog wird gestartet, nach dem grossen Echo auf
den Deep Impact-Blog
(der zahlreiche Fanmails einbrachte) wie auch entsprechenden bloggenden
Aktivitaeten der Planetary Society. Hier
soll, natuerlich nur in Ergaenzung des Cosmic Mirror
und der News, ueber
Beobachtungen aller Art berichtet werden, von grossen und kleinen Ereignissen
und Kuriosa, am Himmel wie auf Erden ... [22.7.]
Schockierende Mondillusion! So gross wie heute gegen 22:22
ist mir der Vollmond noch nie vorgekommen, wie ein riesiger Heissluftballon ...
Genau eine Lunation frueher erregte der tiefstehende Vollmond aehnliches
Aufsehen, und in Oesterreich wurde das Ausmass der
Mondillusion sogar konkret
vermessen.
Auch um 23:30 Uhr war die Mondillusion noch da, aber nicht mehr so dramatisch.
[21.7.] Der Mond ist dieser Tage eh'
ausgesprochen nah,
was den Effekt verstaerkt haben koennte. [23.7.] Ein kurioses Bild dieses
Vollmonds mit green rim gab's auch als
APOD. [29.8.]
Di, 19. Juli: Wie die gegenwaertige US-Regierung auch weiterhin die
Wissenschaft zu manipulieren oder Forscher
einzuschuechtern
versucht, wird bereits von der
CSICOP verfolgt -
manchmal muessen Skeptiker eben gegen handfestere Probleme als den Wunderheiler
von nebenan vorgehen ... [21.7.]
So, 17. Juli: Erster "SteylerSonnTag" vor dem
Kloster in St.
Augustin - bei herrlichstem Wetter (wann war der Himmel hier je so blau?) kommen rund 100
Besucher, um in die Sonne zu schauen. Veranstalter sind ein paar Sternfreunde
aus dem Bonner Raum um Paul Hombach,
darunter dieser Blogger. Im weißen Licht gibt sich die Sonne völlig fleckenfrei, im H-Alpha gibt es
dagegen massiv Protuberanzen. Ganz so wild wie
tags zuvor allerdings nicht. [20.7.]
Nachmittags "Laugh Parade"
auf dem Bonner Marktplatz zur Feier von 20 Jahren Haus der
Springmaus. Erstaunlich gelungenes Polit-Kabarett
von u.a. Priol und Tretter. [20.7.]
Mal wieder wird ein Amateuerastronom in einem Massenmedium gefeiert, na ja, einer lokalen
(Online-)Zeitung bei
San Francisco: jener Ron Bissinger, der zeitgleich
mit den Profis die Transits eines exotischen
Exoplaneten entdeckte. [20.7.]
Do, 14. Juli: Zweimal heiße Weltraum-Events in Bonn Endenich - zuerst ein
Diplomkolloquium zur Auswertung der Radioscience-Messungen des Huygensabstiegs (man kann aus
dem Radiosignal sogar ableiten, daß die Kapsel erst gegen, dann plötzlich im Uhrzeigersinn
rotierte), dann der viele Stunden lange
APEX Press Day des MPIfR. [20.7.]
Mi, 13. Juli: Der Space Shuttle startet heute ... nicht, und das deutsche Fernsehen
ist präsent wie selten, mit gleich mehreren Reporterinnen am Cape. Die allerdings sind erst einmal
etwas ratlos, als der Countdown abgebrochen
wird, und eine zitiert den Ex-Präsidentschaftsbewerber John Kerry, dem sie gerade in die Arme
gelaufen war, als wichtigste Quelle ... [20.7.]
So, 10. Juli: Wanderung im neuen Nationalpark
Eifel im Suedwesten von NRW, eine Aktion von Bonner (und anderen)
Sternfreunden; Teilnahme an einer der gefuehrten Sonntagswanderungen mit einem
Ranger. (Einen Tag spaeter wiederholt 3SAT eine entsprechende Sendung der Reihe
Bilderbuch
Deutschland [man beachte auch die Links] - einer unserer Ranger spielt
mit, und die Fernsicht war besser.) Anschliessend Einkehr im nahen
Nideggen. [22.7.] Während der Wanderung
auch Blick auf die "Ordensburg" Vogelsang. [24.11.]
Sa, 9. Juli: Abends bemerkenswertes
gemeinsames
Konzert des
Hofgartenorchesters und der
Rockband Sunny Skies - die
Ankuendigung
(Seite 3 u.l.) hatte nicht zuviel versprochen ...[22.7.]
Do, 7. Juli: Verheerende Bombenanschläge in London, 56 Tote - ein Hintermann
wird dann bizarrerweise am 20.7. in Sambia gefaßt. [31.7.]
Mo, 4. Juli: Deep Impact erreicht Komet 9P/Tempel 1, und alles
klappt wie am Schnuerchen - auch die selbstgestellte Aufgabe, die Kunde davon
in alle Welt zu tragen. Unsere Aktivitaeten am Planetarium Bochum locken sogar das WDR-Fernsehen an, das in
mehreren Nachrichtensendungen am Abend berichtet: auch ueber den hier produzierten
Weblog.
(Dass der WDR selbst an diesem
Tag einen aehnlichen Service betrieb, wenn auch nicht so umfassend, war den
Kollegen glatt entgangen, die meinen aus den einzigen deutschsprachigen
ueberhaupt feierten ...) Ein Sondervortrag im Planetarium noch an diesem
Abend muss wegen unmaessig vieler Voranmeldungen gleich zweimal nacheinander
gehalten werden, fuer zusammen 299 Zuschauer. [22.7.]
Sa, 2. Juli: 23. RhEINKULTUR in der Bonner Rheinaue - trotz diesmal
woodstockmaessigem Schlamm und gelegentlichem Regen kommen wieder rund
150'000 Besucher zu dem gewaltig angewachsenen
Gratis-Festival. Besonders
gut diesmal Feeder und die
Doves. [22.7.]
Fr, 1. Juli: Aus Anlaß des Kinostarts der neuen "War of the Worlds"-Verfilmung erinnert
AstroBiology in bemerkenswerten Zusammenstellungen an das, was
Literatur,
Radio
und Kino dem Mars über die Jahrzehnte so
alles angetan haben... [25.7.]
Kanzler Schröder gelingt es, sich im Bundestag das Mißtrauen aussprechen zu lassen -
Plan geglückt ... [31.7.]
Es gibt auch einige frühere Facetten!
Und abgeschlossene Blogs und Posting-Sammlungen:
Südsee-SoFi-Reise
2005,
Kometen-Duo 2004,
Leoniden
Korea 2001,
Sambia-SoFi-Reise
2001,
Sambia-News
Daniel Fischer