2007 -So, 1. April: Zum letzten Mal läuft im Bochumer Planetarium das erste Programm aus der Feder
des Bloggers (siehe 26.7.2005) - genau 34'442 Besucher haben es gesehen, und demnächst läuft
es wohl in Osnabrück. [5.4.]Sa, 31. März: "String Theory is Losing the Public Debate" - die Anhänger dieser (unbewiesenen aber "schönen")
Vorstellung vom Wesen der Welt fürchten
unterzugehen,
angesichts der heftigen Kritik an der generellen
Wissenschaftlichkeit des Ansatzes
durch Woit & Co. [1.4.] Und die
Debatte geht immer weiter ... [31.5.]
"Intelligent Life in Cosmology"!? In einem gelinde gesagt though-provoking
Essay kommt der ebenso bekannte wie umstrittene
Physik-Emeritus Frank J.
Tipler (der sich trotz aller Erkenntnisse der
Kosmologie in den letzten 13 Jahren keineswegs von seiner Physics of
Immortality verabschiedet hat, "a pile of crap" nach
Meinung vieler Kollegen) u.a. zu einer radikalen Antwort auf das Fermi-Paradoxon. Wir sind die einzige Intelligenz
im ganzen Kosmos, denn "a galaxy which has been invaded (infected?) by a space travelling intelligent life form
will start to disappear. [...] We have never observed galaxies in the process of controlled disintegration ..." [6.4.]
Die beste Strategie zum Bau der Cheops-Pyramide glaubt ein
französischer Architekt
gefunden zu
haben. [5.4.]Fr, 30. März: Ein deutsches Röntgenteleskop fliegt auf einem russischen Satelliten -
"eRosita"
wird Wirklichkeit und soll u.a. der Natur der Dunklen Energie nachspüren. [1.4.]
Large Hadron Collider faces delay: After three of the magnets used to focus and manipulate the accelerator's
proton beams failed preliminary tests at CERN, looks
increasingly unlikely that the LHC will come on-line
this year as planned. Eigentlich (Science vom 23.3.2007 S. 1652-8) hatten diesen November die ersten
Protonen umlaufen sollen, mit Messbegin (bei geringer Luminosity) im Frühjahr 2008 - jetzt glaubt Nature (vom
19.4.2007 S. 836) erneut (s.a. 8.1.!): "Setbacks at CERN offer Tevatron a chance to snatch the prize," nämlich das
Higgs-Teilchen - und das soll angeblich doch
in Reichweite des Tevatron sein. [5./24.4.]
Alle Himmelskörper im Sonnensystem > 320 km in
einem Poster vereint - das müsste man bloss noch angemessen groß ausdrucken können. [1.4.]Do, 29. März: Rußland & China gemeinsam zum Mars?! Der Mitflug eines kleinen chinesischen Orbiters auf
Phobos-Grunt wurde jetzt vereinbart, mit dem
Start vielleicht schon 2009. [1.4.]
'Imiloa celebrates first birthday:
The 'Imiloa Astronomy Center in Hilo explores the connections between Hawaiian culture and astronomy. [1.4.]
"So viel Anfang war nie": Mit neuen Erkenntnissen stürzen Physiker und Astronomen unser vertrautes Weltbild. Glaubt
die ZEIT (s.a. 31.3.). [1.4.]Mi, 28. März: Meet Carolyn Porco, the Scientist Who Made Saturn a Rock Star - ein Interview mit der
Cassini-Kamerafrau von Wired. [1.4.]
Eine Rede ueber Lichtverschmutzung vor einem
amerikanischen Stadtrat. [28.12.]
Bilder von Bord des Orbital Express liegen nun
vor - noch sind die beiden Satelliten (siehe 9.3.)
verbunden, und
technische Probleme sind noch nicht
gelöst. [1.4.]Di, 27. März: Wird die Mär von der
"Pioneer-Anomalie" bald zu Grabe
getragen? Kürzlich geborgene Daten zur Flugbahn der Pioneer-Sonden sollten
entscheiden
helfen, ob die simple Erklärung (siehe 3.3.2006)
für alle Abweichungen von einer Kepler-Trajektorie
aufkommt.
Gaanz langsam kommen uebrigens auch den bisher Pioneer-fanatischen
Medien Bedenken,
und die 'normalen' Erklaerungen
werden wenigstens wieder erwaehnt ... [27.3./23.6./3.10.]
Die Falcon 1 ist jetzt für "operationell" erklärt worden,
trotz der Probleme auch beim 2. von 2 Starts (siehe 21.3.) -
alles nur 'Spin'? [1.4.]
Vor 10 Jahren ... wurde der Massenselbstmord der "Heavens Gate"-Sekte (s.a. 7.12.2006) im
Angesicht Hale-Bopps entdeckt:
AC360 spricht mit dem einzigen Überlebenden. [1.4.]Mo, 26. März: Nach fast 24 Jahren ... ist es fertig! Nämlich ein vorzeigbares
Komposit aus Dias von meiner allerersten
Totalen SoFi am 11.6.1983 auf Java: Die Originale waren am
21.8.2006 bei Druckmüller höchstselbst eingescannt worden. [1.4.]
A new life awaits you in the off-world colonies (enjoy the crime, and the jazz ...):
zwei Versionen der Zukunft aus Sicht der Macher von
SF-TV-Serien - sie sind ohnehin stark
vom Zeitgeist abhängig. [27.3./1.4.]
Die Smithsonian Institution schickt heute ihren Chef in die Wüste,
der sich mächtig unbeliebt gemacht hat (Nature vom 5.4.2007 S. 594): U.a. ließ er auf Kosten der
Stiftung einen Kronleuchter in seiner Wohnung für $2535 reinigen ... [6.4.]
Asteroid missions: be patient, or bring lotsa gas - im Gegensatz zu manch vollmundiger Versprechung aus der
Manned-Space-Community ist es ganz schön schwierig,
mal eben einen NEO zu besuchen. [1.4.]Fr, 23. - So, 25. März: 26. AKM-Seminar bei Löhne -
im Fachvortrag wird für die Diskussion von Naturphänomenen im Physik-Unterricht
geworben, um einen besseren Alltagsbezug herzustellen; der Referent führt auch etliche Experimente zu
Pollenkoronen live vor. Geworben wird für die erfolgreichen
Halo- und Atmosphären-Blogs,
die unter Mitwirkung des AKM entstanden, und für die umfassende Auswertung
hunderttausender Video-Meteore. Dabei ist auch herausgekommen, daß ein "typischer" Meteor 0.3 Sekunden dauert und
mit 8°/s über den Himmel zieht (wobei auch 25°/s häufig ist). Insgesamt wieder ein guter Überblick über das
Geschehen in der Atmosphären- und Meteorszene. [26.3.]
Der Blogger präsentiert auf der Tagung die Aufnahmen der
partiell verfinstert aus dem
Meer steigenden Sonne vom 22.9.2006, die von einem klassischen
Omega- alias Etruskischen Vasen-Effekt durch eine
untere "Luftspiegelung"
(in Wirklichkeit keine Spiegelung sondern eine Brechung
bodennaher Lichtstrahlung durch warme Luft direkt über dem Meer) verziert wird. Direkt nach der Rückkehr aus Löhne
Entdeckung des wahrscheinlichen Ursprungs des kuriosen Begriffs vom Etruskischen Vasen-Effekt: In seinem
Rayon Vert beschreibt Jules Verne beim 'Showdown'
(auf Seite 287 in dieser deutschen Fassung) die
untergehende Sonne in dieser Weise. [1.4.]
Im Naturfreundehaus lag auch - von
einer anderen Gruppe - die TAZ-Beilage des
Netzwerks Freies Wissen vom 26. Januar aus: Man fordert im Sinne der
"Commons"-Bewegung freien Zugang zu Wissen
aller Art, wobei dessen Schöpfer und Verbreiter über eine Art Kultur-Flatrate entlohnt werden sollen. Interessantes
Konzept, klingt aber noch sehr unausgegoren, wenn da (S. III) pauschal gefordert wird, das allein die Zahl der Nutzer
und nicht die Qualität für den Lohn entscheidend sein soll. [26.3.]
(So, 25. März) Heute wird zum ersten Mal am VLT
Multi-Conjugate Adaptive Optics ausprobiert:
"MAD allowed the scientists to obtain images corrected for the blurring effect of atmospheric turbulence over the
full 2x2 arcminute field of view." [1.4.]
(Sa, 24. März) Im Rahmen der o.g. Tagung kann die nahe Sternwarte Melle
besucht und auch durch den 1.12-m-Spiegel auf Saturn, Eskimonebel und M 82 geschaut werden, wenn es die Wolken gerade
erlauben: Der helle Mond macht Deep-Sky-Beobachtung mit solch einer Lichtkanone allerdings zu keinem Vergnügen, zumal
ein manuelles Fokussieren nur mit Mühe möglich ist. Die gewaltigen Ausmaße von Gebäude und 9-Tonnen-Teleskop beeindrucken
aber. [26.3.]
(Fr, 23. März) Keine MFG für das AMS? Ein u.a. in Deutschland gebauter Riesenmagnet für die Teilchenphysik
wird wohl nie auf die ISS kommen, weil angeblich
kein Platz auf den restlichen Shuttles frei ist. Der Blogger erfuhr dergleichen schon vor einem Jahr am Rande von
Raumfahrtveranstaltungen am 10.3. & 2.5.2006 von DLR-, ESA- und NASA-Managern, nun spricht es sich
herum. [27.3.]Do, 22. März: Nach zahlreichen gut recherchierten und z.T. von Statements lebender Skeptiker
begleiteten Berichten "vom Rande" dieses Jahr (siehe z.B. 6. und 20.1. und 15., 27. und 28.2.) schießt CNN's
Anderson Cooper 360 heute einen kapitalen Bock, als der
eigentlich gut herumgekommene Gary Tuchman
die 10 Jahre alten und schon bald komplett aufgeklärten
"Phoenix Lights" - Verwandten der berühmten Greifswald-UFOs von 1990 -
als totales
Mysterium darstellt. "What we do know is that it's as much of a mystery today as it was a decade ago," haucht er in die Kamera -
die Audienz beim Ex-Governor, der die
Lichter am 13.3.1997 auch
gesehen hatte aber erst jetzt davon spricht, hatte ihm wohl völlig den Verstand vernebelt. Und der Chef der Sendung treibt sich
gerade in Phnom Pen herum ... [22.3.] Shame on
you, CNN - mehr braucht man dazu nicht zu sagen! [27.3.]Mi, 21. März: Auf einer NASA-PK
werden neue Bilder und
Videos von
Hinode im Optischen und Röntgenlicht
gezeigt - und der Moderator
ist besonders bemüht, daß das Wissenschaftler-Panel mit Emotionen rüberkommt. Was habe man denn gefühlt, als man
die Bilder zum ersten Mal sah? Einer kam sich vor wie Howard Carter beim Öffnen des Tut-Grabes ("I see wonderful things"),
ein anderer empfindet es als "painful to leave my office", weil in der Nacht immer neue tolle Bilder kämen, und ein dritter
habe beim ersten Blick auf die Röntgenbilder gedacht: "I built one heck of a telescope." Eine Theoretikern schließlich (deren
erste Reaktion nur "Wow!" gewesen sei), habe sich gedacht, daß nun die Qualität der Beobachtungsdaten die der numerischen
Simulationen eingeholt habe: Man werde wohl bald bessere Computer kaufen müssen ... [22./26.3.]
Ein Jahr nach dem totalen Fehlschlag bei der Premiere ist wieder
eine Falcon-Rakete
gestartet - zwar erreichte sie den
Weltraum,
aber keinen Orbit ...
[26.3.] Spaeter wird dann
behauptet,
eigentlich habe praktisch alles geklappt. [17.7.]
Die NASA schliesst ihr "Institute for Advanced Concepts": Kritiker halten das für
"plain stupid". [26.3.]So, 18. März: Vor 20 Jahren begann das legendäre Woodstock
of Physics auf einer US-Physiker-Tagung in New York, wo bis in die Morgenstunden über neue Erkenntnisse bei den
Hochtemperatur-Supraleitern vorgetragen wurde. Kürzlich wurde der damaligen
Ereignisse und der (eher mauen) Fortschritte seither
gedacht. Der Blogger nahm Mitte August 1994 an einem ganz ähnlichen
Woodstock der Astronomie teil, als im Rahmen der IAU-Vollversammlung in Den Haag ein Vortrag nach dem anderen über die
Beobachtungen der SL-9-Impakte auf dem Jupiter einen Monat zuvor gehalten wurde, und auch auf der
Leonidentagung in Israel (2. Artikel) 2000 ging es nach dem großen
Meteorsturm von 1999 woodstockmäßig zu. [21./22.3.]Sa, 17. März: Eine Demo für den Erhalt des
Bürgerfunks in NRW
in Köln. Der Blogger verspürt seit 1992 "Sendungsbewußtsein" und ist in
fast jeder Folge der Sternstunde bei Radio Bonn Rhein-Sieg dabei. [21.3.]Fr, 16. März: Der vergangene Winter war der weltweit
wärmste aller Zeiten,
jedenfalls seit Beginn detaillierter
Wetteraufzeichungen
vor mehr als 125 Jahren.Do, 15. März: Wer hat Angst vor Google?
Die künftige Digitalisierung großer Bestände der Bayrischen Staatsbibliothek ist ein weiterer Schritt hin zu einer
Weltbibliothek im Netz. Und die Embargos von Nature und Science könnten
vor dem Aus stehen. [16.3.]Mi, 14. März: Happy Pi Day! Weil nämlich das heutige Datum
auch 3.14 geschrieben werden -
kann ... [16.3.] Und:
How to Calculate Pi by
Throwing Frozen Hot Dogs! [31.5.]Di, 13. März: Bill Maher bei Larry King Live, der
in seiner Sendung immer die richtigen Worte findet. Z.B. anläßlich der Oscars: "Among the best picture nominees,
'Letters from Iwo Jima,' which is a gut wrenching tragedy about an army sent to die in a hopeless cause by a
fanatical government. Or, as George Bush calls it, the feel good comedy of the year. Now, up against that is 'The Queen,'
the story of a woman born to rule but hated because she is unable to show human emotions, which Hillary Clinton calls
the feel good comedy of the year." A propos klare Worte: Die findet kurz darauf auch "The Donald"
Trump. Und a propos Humor: Physiker debattieren angeregt,
ob der muffin joke funny ist ... [16./21.3.]Mo, 12. März: In Houston beginnt die alljährliche Lunar and Planetary Science Conference, von der mehrere
Blogger für die Planetary Society berichten - das Gesamtwerk ist
hier vereinigt, und es
gibt einen politischen Nachschlag. [21./26.3.]So, 11. März: Die merkwürdigen Mondpläne (siehe 1.3.), die inzwischen zu einem ausgewachsenen Lander
für 500 MEuro mutiert zu sein scheinen, werden auch im
Bericht
aus Berlin thematisiert - leider mit mehr Satire als konkreten Fakten. Und da berichten dann wieder
andere Medien drüber (anstatt dass man mal von
DLR - wo vage über Visions
beyond 2020 fabuliert wird - oder
BMWi direkte Informationen erhält), wobei nun wieder ein
Orbiter im Vordergrund stehen soll.
"Fest
steht, die Deutschen werden ihre Spuren auf dem Mond hinterlassen"? Und die Frage stellt sich:
"But Why?" [12./16.3.] Der Nebel um das
vage Projekt lüftet sich schließlich im Bundestag. [5.4.]
In Wissenschaft im Brennpunkt wird an
Vannevar Bushs
Essay "As We May Think" von 1945 erinnert - das bereits
das Prinzip des Hypertexts und auch so etwas wie Google vorwegnahm, allerdings für das Weltwissen,
das jedermann in Form von Mikrofilmen mit sich herumtragen würde! [16.3.]Sa, 10. März: Bei den Mineralien- und Fossilien-Freunden Bonn e.V.
spricht R. Schumacher über Fassadengesteine der Bonner Innenstadt (ein Thema, das inzwischen
vielerorts bearbeitet wird) - Naturstein aus mehreren
Kontinenten (inkl. Südamerika, Afrika und Asien) findet sich in den Fassaden von Banken, Juwelieren etc. wieder.
Und Polarisationsaufnahmen von Dünnschliffen (natürlich nicht von den Originalfassaden sondern identischem Material :-)
haben geradezu künstlerische Qualität. In ein paar Monaten erscheint im Bouvier-Verlag
ein Buch mit zwei ausgearbeiteten geologischen Wanderungen durch die Bonner Innenstadt. [10.3.] Mit gewisser Verspätung
ist es im August erschienen! [16.8.]
Vor 30 Jahren wurden die Uranus-Ringe entdeckt, bei
einer Sternbedeckung aus einem Flugzeug heraus -
und noch immer kann dort etwas Neues gefunden werden. [16.3.]
Bei Larry King präsentiert eine der vielen
Witwen von Johnny Carson überraschend aufgetauchte
Aufzeichnungen seiner ganz frühen Auftritte Jahre
bevor er die Tonight Show übernahm,
die als komplett verloren galten. Einerseits eine bemerkenswerte fernseharchäologische Ausgrabung (mit erstaunlicher
Bild- und v.a. Tonqualität für 50 Jahre altes Material; es handelt sich um re-masterte
Kinescopes), zum anderen eine Erinnerung
an einen Mann, der auf indirektem Wege Einfluß auf die Geschichte der Weltraumforschung in den USA nahm. Denn Carson, der
ein Amateurastronom war (und in Standbildern in der Sendung
kurz hinter sowohl seinem C-14 wie auch seinem Questar
zu sehen ist!), lud in den 1970-er Jahren häufig Carl Sagan in The Tonight Show ein, um über Astronomisches zu berichten.
Das wiederum machte Sagan zum TV-Star (und damit seine
aufwändige TV-Serie "Cosmos" erst möglich), was eine ganze
Generation von Amerikanern und damit - auf schwer zu quantifizierende Weise natürlich - auch den Gang der Planetenforschung
in den USA beeinflußt haben dürfte.Fr, 9. März: Beginn der kompliziertesten (experimentellen) robotischen Satelliten-Wartung im Orbit -
zusammen mit anderen Satelliten startet der Orbital Express, bei dem ein Satellit
einen anderen betanken und mit einem Robotarm umbauen soll, auch nach Trenn- und Rendezvous-Manövern. [10.3.]
Ein Meteorit, der - mal wieder - keiner war ... [16.3.]
Die Sommerzeit beginnt dieses Jahr in den USA ungewöhnlich
früh, nämlich schon dieses Wochenende - weshalb mal wieder
zu fragen ist, was das überhaupt soll
und ob es womöglich gar schadet. [10.3.]Do, 8. März: In einer spinnerten Deklaration
soll das Parlament von New Mexico verfügen, daß "as Pluto passes overhead through New Mexico's excellent night skies, it
be declared a planet and that March 13, 2007 be declared 'Pluto Planet Day'". [8.3.] Wie ernst das ganze
gemeint ist, läßt sich schwer sagen, aber
lächerlich gemacht
haben sich die Neumexikaner
schon jetzt, obwohl erst am kommenden Dienstag
abgestimmt wird (wo der Antrag dann mit 70:0 angenommen wird, aber der Senat muss auch noch zustimmen; Science315 [23.3.2007] 1643). [10./26.3.] Questioning Dwarfs ...
Antworten
auf Fragen, die dem Eris-Entdecker kürzlich nach einem Vortrag gestellt wurden, von denen er
viele hält. [12./16.3.]
"A new theory of the Universe", die Biologie & Bewußtsein
ins Zentrum stellt? Das Cosmic Log und
Wired finden's jedenfalls erwähnenswert. [10.3.]
Die NASA legt einen Bericht über die Optionen vor, 90%
aller potenziell gefährlichen Asteroiden bis 140 m hinab zu fangen -
aber Geld gibt's keins, und der
Kongress ist unzufrieden. [16.3.]Mi, 7. März: Ist es an der Zeit, Asimows Roboter-Gesetze
- von 1942! - in die Realität umzusetzen? In Südkorea wird tatsächlich an einem
"ethical code to prevent humans abusing robots, and vice versa"
gearbeitet, der auf diesen Gesetzen basieren
könnte. [10.3.]
Die NASA hat Lisa
Nowak gefeuert, das erste Mal überhaupt, daß ein Astronaut
herausgeworfen wird. Die Anklage wegen versuchter Entführung
(immerhin ist der Mordversuch aus der Welt; s.a. 6.2.) besteht natürlich weiter. [8.3.]
Zeitreisen gehen mal wieder nicht: Das ist der
jüngste Stand einer
ewigen Debatte. [1.4.]
Google helps terabyte data swaps: Google is
developing a program to help academics
around the world exchange huge amounts of data. [10.3.]
Droht ein Remake von "The Day the Earth Stood Still"? Das
kann ja was werden - und Capricorn One kommt auch wieder ... [10.3.]Di, 6, März: Schon wieder ein - sehr vager - Hinweis auf das
Higgs-Boson beim Fermilab (vgl. 8.1.), diesmal mit dem
HyperCP-Experiment. "However, for their claim to be
correct our current 30-year-old Standard Model of particle physics would have to be set aside in favour of an
alternative 'supersymmetric' model ..." [8.3.]Mo, 5. März: Vor 25 Jahren landete Venera 14 auf der Venus - und krude Bildverarbeitungsexperimente führten
damals zur ersten wissenschaftlichen Veröffentlichung
des Bloggers, im zarten Alter von 17 ... [8.3.]
Ungewöhnlich harte Worte eines russischen Kosmonauten über die ISS, auf der er gerade noch war, hat der
Kommandant der Exp. 13 zu Protokoll gegeben. [12.3.]
Die ESA hat den Call for Proposals für die
Cosmic Vision 2015-25 herausgegeben: Die erste Mission der neuesten Runde von Wissenschaftsmissionen
kommt freilich erst 2017 auf die Startrampe. [6.3.] Der Call for Ideas für das Aurora-Programm folgt
kurz darauf. [10.3.]Sa, 3.-So, 4. März: Bildschoene MoFi ueber Bochum reine
Nervensache ... Befuerchtungen, die 74 Minuten Totalitaet der
Totalen
Mondfinsternis heute nacht koennten irgendwie langweilig werden, waren
unbegruendet: Die chaotische Wetterlage machte es spannend wie selten - und der
visuelle Genuss war am Ende um so groesser. Auch der Schauplatz hatte es in
sich: eine High-Tech-Sternwarte in Bochum mit allen Schikanen. Aber von
Anfang an.
18:35 MEZ: Bei der Anreise mit der Bahn ist ueber Duisburg gerade
ein tieforange verfaerbter Vollmond aufgegangen, nachdem es Stunden vorher noch
geschuettet hat. Man weiss, dass wolkenfreie Zonen von Westen im Anzug sind.
Jetzt muss bloss noch das Timing stimmen.
19:20: Ankunft im Bochumer
Planetarium, der Himmel ist weitgehend klar, der Mond bereits gelblich
am Himmel. Einem Vortrag zur MoFi durch die Leiterin S. Huettemeister lauschen
160 Gaeste, die Simulation ist erstaunlich realistisch.
22:00: Der Vortrag ist zuende, die MoFi hat begonnen, der Himmel ist
ziemlich dicht. Aber einige Webcasts funktionieren, z.B. von der spanischen
Saros aus Gran Canaria.
Weiter geht es auf der
Beobachtungsstation
Erich-Kaestner-Schule des Planetariums - die einst ziemlich verfallen war, aber vom Astronomischen Verein Ad Astra
maechtig herausgeputzt
worden ist! ("Kommentare" anklicken; runterscrollen :-) Nicht nur ist der grosse festinstallierte
Refraktor wieder in Betrieb, es ist auch ein Beamer(!) installiert, der wahlweise
eine simulierte MoFi an eine Wand wirft, oder Web-Bilder aus den Kanaren - oder
ein farbiges Livevideobild von einem Teleskop auf der Terrasse. Dort stehen auch
zahlreiche mobile Teleskope von Mitgliedern fuer die Besucher bereit, die jetzt in Scharen
kommen. Die partielle Phase schreitet voran, erst oft in Wolkenluecken zu
sehen, aber immer seltener, je naeher die Totalitaet rueckt.
23:44: Im Prinzip beginnt die totale Finsternis (wie auch das
Bild aus Teneriffa verheisst), aber der Himmel ist voellig dicht. Die meisten
Besucher sind auch mit den Blicken auf die partiellen Phasen zufrieden und
trollen sich, waehrend eine Handvoll ausharrt.
0:32: Winzige Wolkenluecken ziehen gelegentlich vorbei - und nun
trifft eine (besonders klare) den verfinsterten Mond. Fuer eine Sekunde(!)
strahlt er fast genau zur Totalitaetsmitte hell auf! So schnell kann man
kaum gucken, aber es ist klar, dass die MoFi eher hell ausgefallen ist,
mit Gelbtoenen, vielleicht auch etwas Gruen; ein
Danjon-Wert von 3.
Dann wieder nichts als grauer Himmel.
0:50: In den letzten Minuten vor Totalitaetsende wird der Mond
immer haeufiger schemenhaft sichtbar, und just bevor das erste direkte
Sonnenlicht wieder den Mondrand trifft (0:58) wird es schlagartig ganz
klar. Der tiefrote Mond steht pittoresk mittig unterhalb des Loewen, im
Feldstecher eingerahmt von zwei auffaelligen Sternen (wusste gar nicht,
wie dunkel der Himmel am Stadtrand von Bochum sein kann). Die MoFi ist
auf den letzten Metern noch ein voller Erfolg geworden.
Eine Augenweide ist auch das Verlassen des Kernschattens, das erste Erscheinen
des hellen Penumbrastreifens am Mondrand gewahrt fast ein wenig an den
Chromosphaerenstreifen am Ende einer Totalen Sonnenfinsternis. Und noch lange,
waehrend die partielle Phase rasch zunimmt, ist das rote Gluehen der Umbra
zu sehen. Den Austritt aus dem Kernschatten (2:12) verfolge ich von Witten
aus, waehrend die Wolken schon wieder dichter geworden sind. Und stelle fest,
dass der "rote Mond" wirklich gluecklich
macht ... :-)
Falschmond statt Vollmond: eine Seuche, die nicht aufzuhalten ist? Auch bei der
Ankuendigung
eines Thementages zur MoFi greifen die Webdesigner von 3SAT auf ein Bild des
Mondes zurueck, das mit dem Anblick von der Erde aus nichts zu tun hat (und
m.W. bei einer fruehen Apollo-Mission entstand): Dieses Bild sieht man heute
ungefaehr so haeufig wie den 'richtigen' Mond, vielleicht sogar haeufiger -
in Spielfilmen (X Files: Fight the Future, Axterix et Obelix contre Cesar, ...),
in der Werbung, selbst auf wissenschaftlichen Webseiten. Da muss in einer
populaeren Stock-Photo-Datenbank dieses Bild als Vollmond abgelegt worden
sein, und kaum einer weiss, wie der Mond wirklich aussieht: Schon ist's
wieder passiert ...
"First Light" bei der MoFi fuer eine neue Videokamera, die
Samsung
VP-D361: 199 Euro, 33-fach optisches Zoom. Zeigt bei Integration (1/25 und v.a. 1/13
Sekunde) eindrucksvoll den roten Kernschatten, auch noch bei weit fortgeschrittener
zweiter Partialitaet, und deutlich mindestens
einen Stern neben dem Mond.
Die naechste ToSoFi wartet ...Fr, 2. März: In Garching beginnt das erste grosse Planungsmeeting
fuer das International Year of Astronomy 2009 - und alles kann
im Web
verfolgt werden. [4.3.]Do, 1. März: Auf einer Telecon vom
GSFC werden erste Impressionen von der STEREO-Mission präsentiert. Die ersten Stereo-STEREO-Bilder soll es ab Ende
April geben, und diesen Sommer wird der Anblick der Bildpaare für das Auge besonders natürlich wirken, heißt es auf
eine Frage von mir. Das gelte allerdings weniger für die ziemlich diffusen CMEs sondern die Polarstrahlen der Sonnenkorona
und die Koronabögen im EUV. [3.3.]
Hawking hat jetzt seinen Parabelflug gebucht (siehe
30.11.2006), für den
26. April: "Hawking would board the plane
in his wheelchair, just as he boards any commercial jet. When the jet reaches about 20,000 feet in altitude,
'his assistants will carry him from his seat into the float zone' ..." Auf einen Suborbitalflug muß er aber
noch warten. [6.3.] Derweil lockt er
Menschenmassen in irdische Säle -
aber für den Inhalt
interessieren sich nicht annähernd
so viele wie für seine
Worte... [27.3./18.4.]
Eine deutsche Raumsonde zum Mond? Nicht so sürmisch: Es handelt sich
nur um eine Studie des DLR; Kosten: rund 350 MEuro! Auch
OHB träumt schon länger von
Mona Lisa. [3.3.]
Das Internationale Polar-Jahr 2007-8
beginnt heute, und
es hat auch einen gewissen Weltraumbezug.
Passend das 5.
Jubiläum des Starts von Envisat - mit dem eine nicht endende Serie von
ESOC-Events begann. [6.3.]
Ungewöhnliche Perspektiven vom Saturn stellt heute das
Cassini-Team vor, mit erheblicher
Anteilnahme der Massenmedien (so ist das erste Bild am 3.3. Aufmacher der Süddeutschen) - aber Amateur-Bildverarbeiter
hatten derartige Mosaike schon vor einem Monat aus dem Strom
der Rohbilder generiert. Scheint schon fast die Regel in
der interplanetaren Raumfahrt zu sein ... :-) [3.3.] Und da gibt's von Cassini
noch einiges mehr zu verarbeiten! [10.3.]
Im Web gibt's alles, auch viele Skeptiker,
die sich gegen den ausufernden Blödsinn in der virtuellen und realen Welt wehren ... [6.3.]Nature (S. 10-11) stellt die Datenverarbeitungsdienste Swivel und
Many Eyes vor, die
"make data analysis more democratic" und "provide the masses with access to visualization tools." [4.3.]Mi, 28. Februar: Auch der Jupiter-Vorbeiflug von New Horizons klappt
problemlos, und von Rosetta (s. 25.2.) wie New Horizons liegen schon
ein paar Bilder
von Mars & Jupiter (und v.a. ein tolles von drei Io-Vulkanen in action)
vor. [4.3.]
Dem "Geheimnis" hinter "The Secret" geht
AC 360 auf den Grund, inkl. eines
Streitgesprächs zwischen dem Autor einer Newsweek-Story
und einem Advokaten des neuen Selfhelp-Hype - dessen pseudophysikalischem Geschwurbel hat der Mann bei
seinem enttäuschenden Auftritt leider kaum etwas entgegenzusetzen. [1.3.] Auch der
eSkeptic sieht hinter dem
angeblichen "Law of Attraction" nichts weiter als
"just another kind of magical thinking and, worse, another brand of fundamentalism" - was man in der Heimat dieses Scams
schon
lange weiß. [8.3.] Auch ein langer Bericht von CSI und eine
Kolumne
im Scientific American ... [15.4./22.6.]Di, 27. Februar: So eine Blamage - kaum auf die Rampe gerollt (s. 15.2.) wird die Atlantis bei
einem Hagelsturm so schwer beschädigt, daß der Start um
mindestens 6 Wochen verschoben werden muß. [1.3.]
Europäischer Forschungsrat gegründet: eine "massive new
source of research money"? "The ERC is part of the European Union's massive EUR 54.6b Seventh Framework programme,
which is designed to boost Europe's competitiveness and increase economic growth." [8.3.]
Der wunderlichen Geschichte von angeblichen Fund
der Knochenkiste Jesu widmet AC 360 gleich die
komplette erste halbe Stunde, zwei Tage später
nochmal die ersten 12 Minuten und weitere 2 Tage später
wieder eine halbe Stunde. Die Geschichte (für Aspekte im
ZDF ein "dreister Mediencoup"; die ZEIT sieht
"wohl eher die Gebeine eines Namensvetters" in der Kiste, und laut
Jerusalem Post glauben
selbst die interviewten Experten schon nicht mehr dran) wird garniert auch mit Stories über immer wieder neue "Funde"
der Arche Noah und den Streit um das Turiner Grabtuch (s.a. 19.11.2006) - das hier klar als Fälschung
dargestellt wird; auch Joe Nickell kommt wieder zu Wort. [1./3.3./30.4.]Mo, 26. Februar: Im Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana wird der
Grundstein für die Soyuz-Rampe gelegt, ganz im
Westen des riesigen Areals. Deshalb werden die russischen Arbeiter auch nicht in Kourou sondern in Sinnamary
untergebracht - und zwar in demselben Hotel, wo der Blogger anläßlich der
Ring-SoFi 2006 logierte. Schon damals
warfen sie ihre Schatten voraus: Mehrere russische TV-Kanäle waren (in mieser Qualität) zu empfangen. [1.3.]
Ein Academy Award für Al Gore - na ja, eigentlich für den
Filmemacher, aber der
Weltenretter erklimmt die Bühne gleich mit.
Und verkündet: "People all over the world,
we need to solve the climate crisis. It's not a political issue, it's a moral issue. We have everything we need
to get started, with the possible exception of the will to act. That's a renewable resource: Let's renew it!" Und der
Filmsong staubt auch gleich noch einen Oscar ab. [1.3.]So, 25. Februar: Rosetta schießt am Mars vorbei, und natürlich gibt's am ESOC wieder
ein großes Media Event, das im Detail hier
geschildert wird. Nach dem Erfolg waren einige ESA-Manager recht gesprächig, inklusive des Wissenschafts-Chefs
D. Southwood, der über Cosmic Vision & das
Schicksal von Darwin und LISA Auskunft gab. [25.2.] Es wird auch das Buch "Cosmic Vision" (ESA BR-247) von 2005
verschenkt - das auf S. 11 die erstaunliche Behauptung enthält, keine Astronomie zu betreiben, mache krank: "Astronomy [...]
is the mother of all science. Lack of interest in basic science [...] is always the sympton of profound diseases in
any society." [1.3.]
Bei den TV-Nachrichten des Tages (soweit aufgezeichnet) zum Rosetta-Flyby hat übrigens die Nase vorn mit weitem
Abstand ... RTL II! In der Tagesschau kann man dagegen erfahren, daß die Sonde zu mehreren Kometen(!)
unterwegs ist - da hatte wohl einer noch nie was von Asteroiden gehört ... [1.3.]
In Welt der Wunder wird recht effektiv
mit all den Mond-Mythen aufgeräumt, so gut wie nichts von dem heute allzu üblichen "Könnte ja doch was dran
sein ..." Ist es eben nicht: Der Planetologe G. Wuchterl kann immer wieder auf einschlägige Studien verweisen.
Auch das Dejavu-Phänomen wird gut hinterfragt - und mit
einem konkreten Experiment angeblichen Pyramiden-Kräften
der Garaus gemacht. In der Sendung zuvor war es um die
Antikythera-Maschine
gegangen - allerdings anhand der älteren Rekonstruktion von
M. Wright, die vor dem
2006-er Durchbruch (s. 30.11.2006) entstand. Brachte aber interessante Parallelen zu anderen
Hitech-Gerätschaften aus der Antike. [1.3.]Fr, 23. Februar: Die THEMIS-Satelliten haben die
Arbeit aufgenommen, nach einigen Problemen in den
ersten Tagen nach dem Start (s. 18.2.). [1.3.]
Der Kern von LOFAR nimmt die Daten für das erste "echte" Bild auf, das
zwei Monate später präsentiert wird. [30.4.]
Heute vor 20 Jahren wurde die Supernova 1987A in der LMC entdeckt - daran erinnern u.a.
neue Bilder von HST und
XMM und Blogs von
Maran,
Plait und
Ouellette. [25.2.]Do, 22. Februar: DMAX zeigt einen kuriosen kanadischen ISS-Propaganda-Film, der aus einer
Sendereihe über Milliarden-Projekte
aller Art ("Building the Biggest") stammt - immerhin mal eine neue Quelle für ausländisches Astro-Filmgut in
deutschen Billig-Privatkanälen. [25.2.]
Was sich eine Ameise ueber Lichtverschmutzung
fuer Gedanken macht ... [28.12.]AC 360 hat einen höchst erstaunlichen
Beitrag über eine 26-jährige Autistin, die kein Wort spricht, sich aber per Computertastatur - mit 120 Wörtern
in der Minute! - äußerst eloquent
zu
Wort meldet; auch Zuschauerfragen
beantwortet sie später. [25.2.]Mi, 21. Februar: Abends (bzw. morgens in Kalifornien)
NASA-Telecon über neue
Spitzer-Erkenntnisse - die ersten
Emissionsspektren
von Exoplaneten sind dank sekundärer Finsternisse (Planet hinter Stern; Differenz bilden) gewonnen
worden. Und beide Hot Jupiters zeigen keinerlei
Anzeichen für Wasserdampf in ihren Atmosphären, obwohl man den nach allen Modellen klar erwarten sollte.
Bei der Telecon treten die Autoren von drei unabhängigen Papers auf und sind nett zueinander - wie
Nature (22.2.2007 S. 803) zu entnehmen ist, war das im Vorfeld gar nicht so ... [22.2.]
Zahlreiche erste Ergebnisse des VLTI mit dem AMBER-Instrument, das das Licht von 3 UTs kombiniert, sind
nun publiziert;
'richtige' Bilder gibt's aber noch keine. [22.2.]
SETI@Home hat was gefunden! Und zwar einen geklauten
Laptop, der sich beim neuen Besitzer brav wieder einloggte und so lokalisiert werden konnte ... [22.2.]
Was haben die NASA und Virgin Galactic miteinander vor? Ein etwas diffuses
MOU
lud zu Spekulationen ein - prompt schob die NASA
noch die Ergänzung hinterher,
daß es "only a framework to explore potential collaborations" sei. [22.2.]
Wie der Irak-Wahnsinn der USA die weltweite Bedrohung durch islamistischen Terrorismus stark erhöht
hat, zeigt eine detaillierte Studie,
die ausgiebig bei CNNs AC 360
diskutiert wird - eigentlich war das ja schon lange
klar ... [22.2.] Im Zusammenhang mit den mißglückten Anschlägen von
London und
Glasgow im Sommer 2007 wird
betont, daß der Irak-Krieg die Terrorismus seither
versiebenfacht habe!So, 18. Februar: Start der THEMIS-Satelliten als Live-"Hörspiel" - der
problemlose Beginn der Reise für die fünf
Time History of Events and Macroscale Interactions During Substorms-Sonden (der wegen zu starker
Höhenwinde um 24 Stunden verschoben werden mußte aber genau
richtig zur morgigen Eröffnung des Int'l Heliophysical Years kam),
verfolgt über Telefon direkt aus dem Tonkanal des NASA-Fernsehens, erweist sich als überraschend
unterhaltsam, denn der Launch Commentator ist 'gut drauf', und die Freude, daß es tatsächlich losgegangen
ist, schwingt in der Stimme hörbar mit.
Der komplizierte Verlauf der Mission mit 5
Satelliten auf derselben Delta 2 läßt sich in
allen Etappen verfolgen. Und zwar - im Gegensatz zu Übertragungen im Web, die schon mal eine Minute hinter
der Realität herhinken können, oder im TV (CCN I war stolze 50 Sekunden live dabei), wo wegen
mehrerer geostationärer Satelliten und/oder Datenumwandlungen in der Regel mehrere Sekunden Verzug entstehen -
tatsächlich live: Die Zeitverzögerung liegt dank Tiefseekabel unter einer Sekunde.
0:01:00 MEZ (exakt war es 0:01:00.384, wie es später heißt): Liftoff, auf die Sekunde genau! Diesmal
waren im Countdown keine nennenswerten Probleme aufgetreten, während man 24 Stunden früher wegen anhaltender
Winde in großer Höhe nie aus dem letzten Hold heraus- und nur bis t-4 Minuten gekommen war.
0:02:10: Die bereits am Boden gezündeten Feststoffbooster sind abgeworfen, und die restlichen zünden.
0:03:12: Auch die air-started boosters haben die Arbeit getan und fallen herunter.
0:05:28: Brennschluß der ersten Stufe der Delta 2.
0:05:43: Die zweite Stufe hat gezündet.
0:05:57: Die - wegen der 5 Satelliten besonders große - Nutzlastverkleidung ist problemlos abgeworfen.
0:11:01: Brennschluß auch der zweiten Stufe "right on time".
Die zweite und dritte Stufe und die Satelliten sind - wie es Sekunden später heißt - auf einer um 28.5°
geneigten Bahn von 303.78 x 100.0 Meilen Höhe, "all right on the money", und eine längere
coast phase beginnt,
auch ohne Kommunikationsmöglichkeit; der Startkommentar pausiert.
1:03:50: Ein Relaisflugzeug (das im Weiteren als "Big Crow" angesprochen wird), hat Kontakt aufgenommen.
1:05:25: Zweite Zündung der zweiten Stufe, guter Kammerdruck.
1:06:19: Brennschluß und Abschalten der Pumpen. Die Qualität der Telemetrie sinkt allerdings rapide,
weil sich die Rakete aus dem Empfangsbereich des Flugzeugs entfernt: "Thanks for the ride, Big Crow!"
Der Orbit hat jetzt eine Neigung von 26.62° und mißt 808.63 x 280.2 Meilen. Während der Trennung von 2. und
dritter Stufe und Brennbeginn der letzteren besteht - erwartungsgemäß - kein Funkkontakt.
1:08:10: Big Crow hat die Zündung der dritten Stufe doch bestätigen können!
1:08:40: Eine Bodenstation auf dem Kwajalein-Atoll hat jetzt klaren Empfang und bestätigt das Brennen
ebenfalls.
1:09:19: Brennschluß - der Zielorbit ist offenbar erreicht!
1:09:40: "We can breathe easy now" - aber noch müssen die 5 Satelliten sauber abgesetzt (und zuvor die
Rotation der 3. Stufe auf 16 rpm verringert) werden.
1:12:40: Sehr saubere Telemetrie aus Kwajalein - "looking very normal thus far."
1:14:16: Das Despin-Manöver (durch das Ausklinken von "Jojos", die Drehimpuls davontragen) hat begonnen.
1:14:26: "We have separation!"
1:14:40: Alle fünf Sonden sind abgesetzt!
1:14:48: Erst jetzt wird applaudiert - alle 5 THEMIS-Satelliten sind frei.
Nur eine Stunde später
kann dann die Bodenkontrolle an der University of California in Berkeley Kontakt zu allen
fünf Satelliten aufnehmen, die dort
entwickelt wurden, um den Mechanismus von Substürmen der Erdmagnetosphäre auf die Spur zu kommen, die zu
besonders prächtigen Aurora-Erscheinungen führen. Wie auf Pre-Launch-Pressekonferenzen am 15.2. - ebenfalls
telefonisch ist bester Qualität zu verfolgen - erläutert wurde, werden die Satelliten alle vier Tage optimal
über der Nachtseite der Erde stehen, während gleichzeitig der Norden Nordamerikas unter ihnen liegt: Dort
dokumentieren gleichzeitig 20 Kamerastationen am Boden die Polarlichter. (Außerdem sind in ländlichen Gebieten
der USA zehn Schulen in Outreach-Projekte eingebunden.)
Bei Substürmen reorganisiert sich die Magnetosphäre
der Erde binnen weniger Minuten, und große Mengen geladener Teilchen, die zuvor aus dem Sonnenwind eingefangen
wurden, stürzen auf die obere Atmosphäre: Die THEMIS-Messungen an mindestens vier Orten 'hinter' der Erde (bis auf
halben Weg zum Mond) gleichzeitig - der 5. Satellit stellt eine Reserve dar - sollen endlich zwischen
zwei konkurrierenden Theorien unterscheiden,
was da genau passiert. Später könnte sich daraus auch ein praktischer Nutzen für bessere Vorhersagen des
Weltraumwetters ergeben: Irdische Wettervorhersagen, so wurde auf der PK betont, sind denen für das Geschehen
im erdnahen Raum (das ebenfalls manches System auf der Erde betrifft) immer noch "um 40 Jahre voraus".Do, 15. Februar: Zoff im Nördlinger Ries - Quer
berichtet über die Absperrung des
Wallersteiner Felsens mitten im Impaktkrater aber
leider auch auf "fürstlichem Grund"; der gegenwärtige Besitzer will wegen angeblicher Brandstiftung niemanden
mehr auf dem Felsen haben. Dies wiederum ist "eine kleine Katastrophe", sagt der Direktor des Rieskratermuseums,
weil man genau von hier aus das Astroblem am besten sehen könne und deswegen immer wieder mit Geofreunden dorthin
gepilgert sei. In der Abmoderation heißt es dann, der Fürst habe doch ein Einsehen und werde den Felsen unter
Auflagen wieder zugänglich machen ... [18.2.]
Himmelskarte im Heuschreckengehirn - für Menschen unsichtbare
Polarisation von Sonnenlicht wird von
Wüstenheuschrecken in spezialisierten Gehirnregionen verarbeitet. Kurios: Auch die
Wikinger sollen die Himmelspolarisation
zur Navigation verwendet haben ... [22.2.]
Die Continuing Resolution wird Wirklichkeit: Erwartungsgemäß (s. 5.2.) hat
auch der Senat zugestimmt, so daß die NASA 2007 mit
1/2 Mrd.$ weniger als erhofft auskommen muß (s. 11.1.). Den Großteil
der Einschnitte muß dabei die bemannte Raumfahrt hinnehmen; 30 Tage nach Unterzeichnung
der CR muß die NASA einen detaillierten Finanzplan unter den neuen Bedingungen vorlegen. Derweil hat die
Atlantis die Rampe erreicht, für einen Start zur ISS am 15. März. [18.2.]
600 Seiten Sonnenfinsternisse sind in einem dicken
Buch versammelt, das dieser Tage auch im Briefkasten des Bloggers landete - der derzeit beste "Kanon", in einer
langen Tradition stehend. [18.2.]
Schon wieder antiesoterische Aufklärung bei AC 360
auf CNN (s.a. 20. und 6.1.): Diesmal geht es gegen einen "Faith-Based Cancer Doctor Under Investigation For Fraud" - und es
gibt ein Interview mit dem selbsterklärten Antichristen Jose
Luis de Jesus, dessen Anhänger sich mit Begeisterung "666" eintätowieren lassen und der sich selbst für
"the King of kings and Lord of lords" hält ... [18.2.]Mi, 14. Februar: In einem Kolloquium
über WMAP und Planck berichtet C.
Burigana, daß der Start des letzteren Satelliten (s. 1.2.) nunmehr für die 2. Jahreshälfte 2008 geplant ist, mit
ersten Ergebnissen 2011 und richtigen Papers 2012. Da soll es
dann noch mehr akustische Peaks als bei
WMAP, bessere Polarisation, schärfere kosmologische
Parameter geben - und für die nächste Runde ESA-Missionen (s. 5.2.) wird vielleicht ein noch besserer Kosmologiesatellit
vorgeschlagen werden.
Ein chinesischer Amateurastronom veröffentlicht einen Artikel auf einer amerikanischen Webseite, mit eigenen
Fotos von chinesischen Antennenanlagen (zur Verfolgung der Mondsonde Chang'e): so was
gibt's, und das Web ist doch noch worldwide (s. 20.1.). [18.2.]
Vormittags in der Alten Sternwarte in Bonn bei den Kommunikationsforschern
Jahrespressekonferenz der Initiative Nachrichtenaufklärung mit den
"vernachlässigten Themen 2006" - die INA ist kein politisches sondern ein akademisches Projekt, auch erkennbar an mehreren
Professoren auf dem Podium. Seit 10 Jahren das deutsche Gegenstück zum amerikanischen
Project Censored. Erfreulich: Hier folgt man nicht dem verbreiteten Hype,
das Bloggertum mache den Journalismus ohnehin überflüssig (siehe 17.12.2006), sondern macht
sich für besseren Journalismus stark. Diesen Sommer soll dazu auch ein dickes Fachbuch erscheinen.Di, 13. Februar: Der Jupiter füllt genau
das Gesichtsfeld der LORRI-Kamera auf New Horizons, wie versprochen (s. 5.2.). [14.2.]
Das war wohl nix: Das Paper mit dem provokativen Titel
"Is Gravity the Culprit for Volcanic Eruptions?" wird heute
vom Autor ersatzlos zurückgezogen ... [14.2.]Mo, 12. Februar: Wie schon länger spekuliert wurde, ist der Chef der Pluto-Sonde
New Horizons zum
Associate Administrator des Science Mission Directorate der NASA
berufen worden. Übrigens führt
Stern immer noch einen absurden
Kampf gegen die IAU, die ihm "seinen"
Planeten weggenommen
hat ... [14.2.]
"From black holes to black history": ein umfängliches Interview
mit Neil deGrasse Tyson vom New Yorker Hayden Planetarium, einem der bekanntesten US-Astropopularizer
unserer Tage, der außerdem "may well be one of the world's best-known black scientists." [13.2.] Und zu
allem was zu sagen weiß ... [22.2.]
In der Astronauten-Affäre (s. 9. und 6.2.) treten zunehmend Meta-Fragen in den Vordergrund der Berichterstattung,
etwa zur gesellschaftlichen Wirklichkeit der USA,
dem Wesen des Medienechos oder
der Frage, ob man für
Nowak Geld sammeln darf ... [14.2.]So, 11. Februar: Ende März beginnt
der Rückflug von Hayabusa (siehe 30. und 25.1.) - im
Juni 2010 könnte die schwer
angeschlagene Asteroidensonde wieder bei der Erde sein. [13.2.]
Ungewöhnlicher Einstieg bei einem Artikel eines Astronomen:
"There is much more to the universe than meets the eye on earth. As an astrophysicist I have the privilege of being
paid to think about it, and it puts things in perspective for me. There are things that I would otherwise be bothered
by - my own death, for example ..." [3.3.]
Weltraum-Kartoffeln zum Valentins-Tag ... eines der
Experimente von Shenzhou VI gibt's jetzt
zu essen. Kurios-rabiate
Versuche, Nahrungsmittel zu verbessern, scheinen generell eine asiatische Eigenart zu sein: 1983 hörte
der Blogger in Indonesien von der Reissorte "Atomica", die in einem AKW verfeinert worden war ... [13.2.]Sa, 10. Februar: Die Ursache des SeaLaunch-Unfalls (siehe 30.1.) könnte schon
bald geklärt sein - der Raketenmotor
war vermutlich unschuldig. [13.2.]Fr, 9. Februar: Teilnahme an einem "Selbstversuch" im Rahmen des
Forschungsprojekts" Offenes
Experimentieren - zusammen mit diversen Physiklehrern und -studenten wird der Lichtbrechung an
einem wassergefüllten Weinglas auf den Grund gegangen. [10.2.]Beagle 2 ist wieder da ... der
verschollene Marslander gastiert in einem
Trailer für einen
bekloppten Film (wie man mal vermuten darf),
der jetzt in deutschen Kinos gezeigt wird - das
Werk selbst scheint bisher noch niemand gesehen zu haben ... [10./18.2.]
Der Skandal um die "NASA-Furie" (so heute der Express) Lisa Nowak (s. 6.2.) - der immerhin die NASA zu
Reformen bewogen hat, was Astronauten-Tests betrifft -
treibt
immer noch die US-Medien um; in der
Nacht des 6. wie des
7. war's auch der umfängliche Aufmacher der
CNN-Hauptnachrichten sowie am letzteren Tag ein Thema für J. Moos, die sich wiederum über die Schlagzeilen mancher
US-Zeitung ("Lust in Space", "Dark Side of the Loon", ...) lustig machte. [10.2.]Do, 8. Februar: Ein Quadratkilometer Deutschland wiegt 78 Mrd. Tonnen, hat man durch Messung der
Dicke der Erdkruste ausrechnen können (Nature445, 575) - bei Österreich beträgt der Wert
alpenhalber 112 Gigatonnen, bei England 98 Gigatonnen. [10.2.]
Dieselbe Kuriosa-Sammlung erinnert auch daran, daß der Suchbegriff "miserable failure" bei Google weiterhin auf George Bush
führt (eine sog. Google bomb), allerdings liegen inzwischen
Artikel über dieses Phänomen anstatt
über Bush auf den ersten Plätzen, was als "Entschärfung
der Bombe" gilt ... [10.2.]
Der nächste Monster-Teilchenbeschleuniger
würde 6.7±30% Mrd.$ kosten -
wenn der
International Linear Colliderjetzt schlagartig entstünde (Science315 [9.2.2007] 746). Da er allerdings frühestens 2016
steht, wird der konkrete Preis bis dahin (insbes. inflationshalber und weil die Arbeitskosten noch gar nicht
berücksichtigt sind) auf locker 15 Mrd.$ geklettert sein. [10./22.2.] Und Geldmangel in den USA
(Science315 [2.3.2007] 1203) könnte den Meßbeginn leicht bis in die 2020-er Jahre verschieben ... [3.3.]Mi, 7. Februar: Opportunity ist jetzt genau 10 km
weit auf dem Mars gefahren, in 1080 Marstagen! [10.2.]
"Die Zukunft der Raumfahrt. Ihr Nutzen und ihr Wert" - darüber weiss die
Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen
wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH auf
145 Seiten
(aber mit ziemlich großen Buchstaben) zu berichten. [7.2.]
Die philosophische Begründung der bemannten Raumfahrt ("Real Reasons" vs. "Accepted Reasons") hatte erst
kürzlich der NASA-Chef in einer Rede thematisiert. [22.2.]
"Bubble Fusion Researcher Cleared of Misconduct Charges, but Doubts Linger" - so berichtet später
Science (315 [16.2.2007] 921; auch Nature445 [15.2.2007] 690-691) über die Untersuchung
des Verhaltens von Rusi
Taleyarkhan: Dem Physiker wird zwar kein Betrug mehr vorgeworfen, aber ob er wirklich Kernfusion auf dem
Labortisch erzeugen konnte, ist damit noch lange nicht klar ... [18.2.] Und der US-Kongress will -
Nature vom 29.3.2007 S. 480 - mehr über die Untersuchung erfahren. [1.4.]
Die NASA hat zu wenig neue Astronomie-Satelliten in der Pipeline,
sagt ein externer Report: Zwischen WISE 2009 und dem
JWST 2013 startet nix. [10.2.]WDR 2empfiehlt heute den Service
Earth & Moon Viewer von Fourmilab.Di, 6. Februar: Die bizarre Story von der
(Kn)Astronautin Lisa
Nowak, die mit großem Aufwand einer
Nebenbuhlerin um die Gunst eines Astronauten-Kollegen
nachstellte,
ist großes Thema in vielen
TV-Nachrichten ("liebeskranke Sternenfrau", Sat.1) -
CNN
setzt sogar den Raumfahrtkorrespondenten drauf an - und am nächsten Tag beim
Express
sogar über dem Knick zu finden. Auf Kaution wurde Nowak bald wieder
freigelassen, die am Mittwoch per Flugzeug nach
Houston zurückkehrte. Sie muß nun einen GPS-Lokator
tragen: Hat immerhin auch was mit Raumfahrt zu tun ... [7.2.]
Auf den Spuren des rätselhaften Top-Quarks sind bald Bonner
Physiker am LHC: "Das Top-Quark dient uns als Tür,
durch die wir tiefer in die Geheimnisse der Materie eindringen können." [7.2.]
Und die String-Theorie
testen kann man mit dem LHC (und schon jetzt dem RHIC) vielleicht auch.
[4.3.]Mo, 5. Februar: Griffins NASA-FY'08-Budget-PK und drei
Detail-Briefings
lassen sich wieder per Telefon verfolgen - diesmal in der
bizarren Situation, daß aus dem
FY'07-Budget nix geworden ist (s. 11.1.) und aller Wahrscheinlichkeit nach eine Continuing Resolution einfach noch mal
die die FY'06-Zuteilung bis zum 30.9. fortschreiben wird (das House hat das schon abgesegnet, der Senat berät in Kürze).
17.3 Mrd.$ würde die NASA im FY'08 bekommen, wenn es diesmal klappt, mit wenig Veränderungen gegenüber dem
nunmehr obsoleten FY'07 Request. Ein interessantes Detail wird auf einem der Briefings bekannt: Die NASA hat die ACS
auf dem HST (s. 27.1.) noch nicht ganz aufgegeben und denkt vage über eine mögliche Reparatur nach: "Stay tuned!" (Zwischendrin
veranstaltet die Stanford Univ. eine PK mit
Erkenntnissen
der Hochenergieastronomie, aber die Tonqualität
der Telecon ist so grottig, daß kaum etwas durchdringt ...) [7.2.]
Über den Fortschritt des New Horizons-Encounters mit dem Jupiter berichtet jetzt der PI in einem
Blog: "[N]ext Saturday (February 10), LORRI
will take its best full-disk portrait of Jupiter, just before the giant planet fills the camera's field
of view. Wait till you see that mouthwatering image, astronomy fans!" [7.2.]
Despite Budget Concerns, Europe May Solicit New Space Science Missions: Managers of Europes space-science program
will decide this month whether financial prudence
or program ambition should be driving the mission-selection schedule. [7.2.]Sa, 3. Februar: Der Mann hinter Wikipedia wird vom New Scientist (S. 44-5)
interviewt - grundsätzliche Zweifel am
Konzept einer ultimativen Enzyklopädie aus dem Untergrund läßt J. Wales nicht aufkommen. [14.2.] Eine kuriose
Abart des Projekts gibt es inzwischen auch ... [6.3.]Fr, 2. Februar: Das ZDF-Heute Journal berichtet über ein seltsames
buntes Glühen am Himmel, das ein
bekannter Astrofotograf sah & ablichtete - wahrscheinlich nicht mehr als ein meteorologischer Effekt. [4.2.]
"While much of the public takes the existence of extraterrestrial intelligence for granted, the impact
of a detection could vary considerably, depending on the scenario of detection," glaubt
ein Autor. Und S. Shostak meint, daß
"just as Europe was changed - but did not panic - when the New World was found, so will we be changed ... but
philosophically, and at a relatively slow pace." [7.2.]
Das Intergovernmental Panel on Climate Change legt das Summary for Policymakers des
4th Assessment Report der Working Group I
vor;
die Folgen des
Klimawandels sollen
auch in Deutschland
schon signifikant nachweisbar sein. Und wer's
jetzt noch
immer nicht
glaubt, der gehört in denselben Topf wie die
Apollo-Zweifler ... [4.2.]
Und die US-Medien begreifen's allmählich, auch wenn's
schwerfällt, [22.2.] während es jetzt
auch IPCC Facts und ein Center for
Environmental Journalism gibt. [6.3.]Do, 1. Februar: Auch in 55 µm Abstand gilt unverändert das
Newtonsche Gesetz der Schwerkraft,
berichtet Nature (445, 469) über neue Experimente mit parallelen Scheiben - jedwede
"Extradimension" des Universums muß damit
kleiner als 44 µm sein, eine 4-mal kleinere
Obergrenze als zuvor. Außer im
ganz kleinen wird auch mit superpräzisen Fallversuchen im Stile der
(legendären) Galileos (New Scientist vom 10.2.2007 S. 26-29) und
im ganz großen nach Hinweisen auf
zusätzliche Raumdimensionen gesucht; schon
der Satellit Planck könnte in der CMBR fündig werden. [4./18.2.]Mi, 31. Januar: Jupiter, vom
Mars aus gesehen ... die MRO-Kamera HiRiSE ist so gut, daß sie die Wolken
des Jupiter ebenso gut abbilden kann wie New Horizons im Anflug!
Und es gibt ein bemerkenswertes Saturn-Mosaik von oben
aus aktuellen Cassini-Aufnahmen. [1./7.2.]
Zwei nicht auf den Mund gefallene Besprechungen der
God Delusion von
R. Dawkins - dem es größtenteils zu
verdanken
sein dürfte, daß sich die US-Medien heute auch religionskritischen
Gedanken
nicht mehr verschließen. [7./22.2.]
Bizarre Vorgänge in Boston werfen ein Schlaglicht auf die pychische Verfassung Amerikas, als ein kurioser
Werbegag einen stadtweiten Bombenalarm auslöst.
Ein lokaler Künstler hatte im Auftrag der Produzenten einer bizarren
Trickfilm-Show an ein paar Orten eine
leuchtende Cartoon-Figur
nebst Batterie-Stromversorgung montiert ("guerilla graffiti light installation" heißt das), was aber -
nachdem es in vielen anderen Städten folgenlos geblieben zu sein scheint -
ausgerechnet im gebildeten Boston für IEDs
gehalten wird. Die ganze Stadt kommt zum Erliegen, die
Medien echauffieren sich - und man fragt sich
unweigerlich, ob Orson Welles mit seinem "War of the Worlds" in den heutigen USA gleich nach Guantanamo geschickt würde ... [1.2.]Di, 30. Januar: CNN-I berichtet vielfach - sogar mit Live-Schalten - über neue archäologische
Funde in der Nähe von Stonehenge durch
Mike Parker Pearson et al., nämlich ein nur zeitweise
bewohntes Dorf, wo vermutlich im Zusammenhang mit Begräbnisritualen im Winter kräftig gefeiert wurde. Auch in der Siedlung
scheint es astronomische Ausrichtungen zu geben, und zwar auf den Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende, während
Stonehenge auf den Sonnenuntergang ausgerichtet ist (vgl. 1.-3.12.2006 - Sa). Das Bild, das
Parker Pearson schon vor 2 Jahren auf der Nebra-Tagung entwarf,
wird immer runder. [1.2.]
Explosion auf der SeaLaunch-Plattform! Die Zenit-Rakete
zerreißt es Sekunden nach der Zündung der ersten Stufe,
und der Feuerball hüllt die Plattform ein; erst später ist klar, daß
sie dabei nicht zerstört wurde. Einen Startunfall so
kurz nach dem Start gab es bei einer etablierten Rakete schon lange nicht mehr. [1.2.]
Ein extrem gefaltetes Objektiv hat die
UCSD entwickelt, die
"technology may yield lightweight, ultrathin, high
resolution miniature cameras for unmanned surveillance aircraft, cell phones and infrared night vision applications." [7./14.2.]
Fliegende Sternwarte SOFIA weiter auf Kurs - NASA und das DLR verlängern
Abkommen. Zum ersten Mal in die Luft geht es möglicherweise
Ende
März, aber noch mit geschlossener Klappe; im Sommer wird sie dann erstmals in der Luft geöffnet, und irgendwann 2008
gibt's dann auch die erste Astronomie. Sagt AW&ST vom 5.2.2007 (S. 30), laut dem Deutschland der NASA zusätzliche
100 Mio. Euro zahlen muß, um das Projekt am Leben zu erhalten [1./7./14.2.]
Hayabusa update: Sample container is ready for return to Earth -
wenn man der Google-Übersetzung einer nur in Japanisch vorliegenden Pressemitteilung glaubt. [1.2.]
John Kerry, das Kaninchen ... eine (eigentlich überhaupt nicht) bizarre Szene von vor drei Jahren am KSC hat
ein
Nachspiel ... [7.2.]Olmec mirrors: an example of archaeological American mirrors - sie sind
"very valuable cultural elements of unusual quality for ancient cultures", findet ein Physiker in Brasilien. [1.2.]Mo, 29. Januar: WDR 2 berichtet über das betrübliche Schicksal des Münsteraner Planetologen
Thomas Stephan, dessen befristete Stelle jetzt unweigerlich
ausläuft, obwohl er mit Untersuchungen
an Stardust-Proben gerade jetzt den Höhepunkt
seiner wissenschaftlichen Laufbahn erreicht hat - und das Analysegerät könne außer ihm höchstens
noch ein weiterer Forscher bedienen, so daß die millionenteure Investition bald im Keller vergammeln werde ... [1.2.]Sa, 27. Januar: RIP, ACS! Auch die Ersatzstromversorgung der Advanced Camera for Surveys auf dem HST
versagt, und eine Reparatur während der letzten
Servicing Mission ist nicht in Sicht. [1.2.]Fr, 26. Januar: Das britische Parlament
diskutiert einen
Gesetzesentwurf, der
die Uhren im Vereinigten Königreich generell um eine Stunde vorstellen würde, ein
vieldiskutierter Vorschlag (s.a. Nature445
[25.1.2007] 344-5) eines Tory. Nach langer
Debatte
vertagt man sich auf den 2. Februar. [1.2.]
Rosetta ist schon im Anflug auf den Mars -
und Lutetia ist auch schon gesichtet, an der es 2010
vorbeigehen wird. Vom Anflug New Horizons' auf den Jupiter gibt's derweil bereits die
ersten Rohbilder zu sehen: "This is intended to imitate the way
that the Mars Exploration Rover and Cassini missions post their raw images, a practice that makes it much more
exciting to follow the missions every day" - und in Europa leider völlig unüblich ist ... [28.1.]
Eine Diskrepanz um einen Faktor 100 zwischen verwandten Experimenten auf Phobos 2 und Mars Express beschreiben z.T.
dieselben Autoren - mit 18 Jahren Zeitunterschied - heute in einem Paper, ohne
allerdings auszuführen, warum denn die alten Daten plötzlich falsch sind. Die Erosionsprozesse der
Marsatmosphäre müssen nun jedenfalls neu überdacht werden. [1.2.]
Mal wieder ist von einem in absehbarer Zeit bevorstehenden
iranischen Satellitenstart auf
einer eigenen Rakete die
Rede - das hatten wir freilich
schon mal, vor bald 5 Jahren, mit der
Ankündigung des Starts für 2003 ... [28.1./13.2.] Am 25.2. behauptet der Iran dann, der Start einer Rakete in den
Weltraum sei tatsächlich geglückt, aber die
Berichte sind
konfus. Und rasch stellt
sich heraus, dass es nur
eine Sounding rocket war, die
150 km hoch stieg und
ohne große Bedeutung war. [25.2./27.3./1.4.]
DLR gründet Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen - damit gibt es
nun neun DLR-Standorte in Deutschland. [28.1.]
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat auch der NASA-Chef eine
Rede gehalten: "Incorporating Space into Our Economic
Sphere of Influence" ... [28.1.]
Bei AC 360 wird ausgiebig das
Blue Zones-Projekt vorgestellt: es "seeks to understand and promote healthy
longevity by formulating a cross-cultural recipe of the world's best health and lifestyle practices" durch Feldstudien
in inzwischen 8 identifizierten 'Blauen Zonen', wo die Lebenserwartung ungewöhnlich hoch ist. Die Kausalitäten dahinter
zu erkennen, bleibt freilich ein grosses Problem: Vielleicht hilft ja dieses
Diagramm weiter ... [28.1.]Do, 25. Januar: Die Rückreise Hayabusas zur Erde scheint tatsächlich
im Februar beginnen zu können, trotz all der Probleme,
die es 2005 gab. [28.1.]
"[T]he damage caused by the Bush administration's contempt for scientific facts is no laughing matter" -
Nature (445, 365-6) review't Undermining Science:
Suppression and Distortion in the Bush Administration und ist schockiert. Case in point: ein
Hearing des US-Kongresses zu "political interference
in the work of government climate change scientists". [28.1./1.2.]
Das Jahr der Geisteswissenschaften wird formell
eröffnet: es ist bereits das achte
Wissenschaftsjahr in Folge. [28.1.]
Über +200°C im Inneren des Saturnmonds Enceladus? Die Schlußfolgerung basiert indirekt auf Huygens-Erkenntnissen
vom Titan, und Spencer & Grinspoon (Nature445, 376-7) spinnen sie noch weiter, bis zu lebensfreundlichen
Bedingungen - und die Enceladus-Geysire könnten die Bewohner dann zuweilen in den Raum hinausblasen ... [1.2.]
Bei "Faszination Wissen"
werden die Arbeiten von Hauke Trinks zur
möglichen Biogenese in Meereis
vorgestellt - das ist
nämlich ziemlich komplex in seiner Struktur und scheint u.a. der Synthese von RNS förderlich zu sein und gar zur
Ausbildung "primitiver Vorzellen". [28.1.] Als eine Möglichkeit der Biogenese - unter vielen - wird der kalte Trinks-Ansatz
durchaus ernst
genommen. [7.12.]Mi, 24. Januar: Heute trifft der Zweijahresbericht (2004/5) des
MPI für Gravitationsphysik ein - mit stolzen 820 Gramm
Masse selbst nicht unerheblich zur Raumkrümmung beitragend. Enthält u.a. die Aussage (S. 38), daß sich die gegenwärtige Generation der
Gravitationswellendetektoren
(s.a. 30.11.2006) zwar ihrer gewünschten Empfindlichkeit nähert, was aber "maybe not for a
first detection" ausreichen werde. Die Anlagen (nämlich GEO600 hierzulande -
siehe 25.10.2005 - sowie die LIGOs und
bald auch VIRGO) werden freilich ständig verbessert, wobei
das MPI beim Advanced LIGO mitmischt, der 2013 in Betrieb gehen soll. GEO600 soll erstmal ein paar Jahre messen und
dann ebenfalls optimiert werden. [28.1./4/18.2.]Cinema, Fermi Problems, & General Education: "The analyses of many
of the scenes in `Physics in Films' (vgl. 2.12.2006 und 3.9.2005) are a
direct application of Fermi calculations - estimates and approximations designed to make solutions of
complex and seemingly intractable problems understandable to the student non-specialist." [1.2.]Di, 23. Januar: China gibt den ASAT-Test (siehe 16.1.) zu -
die Motivation bleibt mysteriös,
die internationale Kritik läßt nicht nach, und die Motivation
der Chinesen bleibt ein Rätsel. [28.1./10.2./10.5.]Mo, 22. Januar: "Das Leben war kurz, hart und gefährlich, erfüllt von apokalyptischen Ängsten vor Blitz und
Donner, Hungersnöten und Sonnenfinsternissen." So stellt sich DER SPIEGEL heute (S. 53) die Befindlichkeiten
im ostfränkischen Reich des 9. Jh. vor, bei den ersten
echten Deutschen sozusagen. Mehrere schockierende = tief partielle oder totale SoFis innerhalb weniger Jahrzehnte
innerhalb eines eher kleinen geografischen Raumes? Schön wär's, kommt aber irgendwie nicht hin, wenn man sich die
entsprechenden Karten anguckt: Allenfalls
eine ToSoFi pro Jahrhundert läuft durch das Territorium des besagten Reiches, und bei der hiesigen Wetterstatistik
vergeht wohl mindestens ½ Jahrtausend von einer gesehenen ToSoFi bis zur nächsten - schwer vorzustellen, daß
das als eine der Top-Bedrohungen empfunden wurde und nicht z.B. der nächste Problembär aus Polen ... [28.1.]So, 21. Januar: "Welt der Wunder" berichtet
über die Arbeiten des Fraunhofer FIT über Augmented bzw. Mixed
Reality, z.B. das Timewarp-Projekt - eine Idee, die fast exakt so (minus die
Heinzelmännchen :-) in diesem Blog am 10.12.2006 formuliert wurde, im Zusammenhang mit dem
Persepolis-3D-Projekt. Und der Einsatz verwandter Techniken in der (Volks-)Astronomie wird hier schon lange gefordert:
siehe 21.11.2006 ... [28.1.]Sa, 20. Januar: Löst die "Very Special Relativity" manches
Problem der Physik, insbesondere den Ursprung der Neutrinomassen? Der New Scientist (S. 26-9) findet's
insofern spannend, als die VSR "makes several clear predictions that can be tested in the near future", im
Gegensatz zu vielen anderen Spekulationen der modernen Physik. [22.2.]
Schon wieder (vgl. 6.1.) ein Skeptiker auf CNN bei
A. Cooper 360, diesmal
James Randi, der u.a. das Prinzip
des Cold Reading erklären kann (das für den konkreten
Fall allerdings wenig Bedeutung hat). [21.1.] Eine
Woche später kabbeln sich Randi und eine andere "Hellseherin" (die immerhin die Kundschaft zu kritischem Denken
auffordert :-) bei Larry King Live - der 'Fall
Sylvia Browne' liegt Randi am Herzen. [28.1.]
Und auch CNN läßt nicht locker: Weitere 4 Tage später widmet wiederum
AC 360 der Sache gleich 20 Minuten, mit einem
vernichtenden "Reality Check" der Dame und einem heftigen Streitgespräch
zwischen Randi und ihrer Managerin - alle Auftritte gibt's auch als Videoclips ... [1.2.]
Kürzlich - oder schon 2005? - ging der einmilliardste
User des Internet online, meldet der New Scientist, der aus diesem Anlaß den "global blogging expert"
Ethan Zuckerman interviewt (S. 42-3): Der versucht in
Global Voices zwar das (relevante) Bloggertum der ganzen Welt zu bündeln,
macht sich aber ernste Sorgen, daß "das Web" in zahllose separate - durch Sprache und/oder Zensurmaßnahmen - getrennte
Blöcke zerfällt. [14.2.]Fr, 19. Januar: Noch ein 'prominentes' Opfer von Orkan Kyrill - der grössere der eben noch (s. 15.1.) von
der Uni Bonn eigens in einer PM angepriesenen Mandelbäume liegt auf der Seite! Erst lockte das abnorm warme Wetter die
wirklich reichhaltigen Blüten
hervor, dann kam der abnorm(?) starke Sturm ... [21.1.] Und er erwischte sogar einen
noch prominenteren Bonner Baum. [28.1.]
Eröffnung der Ausstellung "Vulkanismus
im Siebengebirge", der Hörsaal der Mineralogen ist überfüllt. Die erste Rede hält Uni-Rektor M. Winiger: Der
Schweizer Geograf bekennt, er habe das Gebirge zuerst nur als "Irritation am
Horizont" erachtet, sich aber bald eines Besseren belehren lassen. Immerhin kann man noch immer einiges Neue erfahren, wie
auch in der kleinen Ausstellung dargelegt wird: So scheint der Tuff, in den später die kuppenbildende Lava eindrang,
unter Wasser entstanden zu sein, man fand mutmasslichen Siebengebirgsbasalt in römischen Spuren in Utrecht(!) -
und es wird der üblichen Deutung widersprochen, das "Sieben" komme von "Siefen" = Senken. Gemeint sei vielmehr
tatsächlich die Zahl 7, aber im Sinne von "viel" - und das gelte auch für das "Sieben" in
"Siebengestirn"! [21.1.]
Im Physiker-Kolloquium spricht H.-T. Janka über die Garchinger
Versuche, Core-Collapse-Supernovae im Computer explodieren
zu lassen: Bei Sternen von ursprünglich 8 bis 11 Sonnenmassen scheinen die
Neutrinos durch Heizung die Expansion
der Ejekta bewerkstelligen zu können (auch wenn ein Kritiker bemängelt, die - extrem aufwändige - Simulation ende
vor dem entscheidenden Impulsübertrag), bei 15 Sonnenmassen bleibt die Explosion 0.6 sec lang stecken, bevor es
mit wilden Konvektionsbewegungen irgendwie doch weitergeht. Noch vor wenigen Jahren ging
gar nichts, jetzt scheint es
besser
zu klappen. Die pyschedelischen Videoclips, in denen viele Monate Rechenzeit stecken, werden angemessen bestaunt - und lösen
des öfteren auch Lacher aus, wenn es gar zu sehr blubbert ... [21.1.] Eigentlich sollte es auch um die alternativen
Simulationen von Burrows & al. gehen, aber dazu kam es nicht. [22.2.]Do, 18. Januar: Trotz wüster Windböen des Monsterorkans
Kyrill, der im ganzen Land (inklusive
NRW und dort wiederum dem
Rhein-Sieg-Kreis - aber nicht
dem Siebengebirge -
und Bonn) große
Schäden hinterläßt, kämpfen sich etliche Zuhörer zum AIfA in Bonn vor, um Metin Tolans bekanntem Vortrag über
"Star Trek - Facts und Fiction"
zwei volle Stunden lang zu lauschen.
Jupiter wird schon schärfer ... für die LORRI-Kamera von
New Horizons im Anflug zum
Encounter Ende Februar.
Sind EVAs doch Weltraumspaziergänge? Bei einer PK heute in Köln (zu
der man nicht mal zu fahren brauchte, angesichts der ominösen Wetterlage mit düstersten Orkanwarnungen auf
allen Kanälen: n-tv übertrug live)
berichtet Thomas Reiter, daß sein Ausstieg im August
in der Realität einfacher war als beim Training: Das "spricht für die Qualität der Ausbildung." Unter den 156
Stunden wissenschaftlichen Programms, die in dem halben Jahr(!) möglich waren, nennt er zuvorderst die
Versuche zu komplexen Plasmen. [18.1.] In einem
Interview
nennt Reiter orbitale Aurora-Sichtungen als besonders beeindruckende Erlebnisse, das Putzen der Station fand er weniger
erbaulich. Wenn die Besatzung erst einmal auf 6 steige, dann werden die wissenschaftliche Produktivität der ISS "in
einer Sprungfunktion" hochschnellen, verspricht er ... [21.1.]
First light für COROT hat gestern stattgefunden,
nachdem die Klappe des 30-cm-Teleskops geöffnet wurde. Sterne werden eindeutig gesehen, und nach "ein paar
Monaten" sollen schon Messungen vorzeigbar sein.
Wann sollte SETI aufgeben? Wenn auch in der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts keiner angerufen hat, sagt
Seth Shostak, der bekannteste
Alien-Jäger unserer Tage. Und einer glaubt zu wissen, warum sie
noch nicht hier sind ... [18.1.] SETI sei
das "most momentous scientific project", das man sich vorstellen könne, heißt es jedenfalls in einem Essay im
New Scientist vom 27.1.2007 (S. 18) - viel wertvoller als etwa der LHC (siehe 6.2.), was immer da auch
produziert wird ... [14.2.]Mi, 17. Januar: Art Buchwald ist tot! Ein unermüdlicher
Verfasser vom satirischen Kolumnen - es
waren am Schluß rund 8000! [28.1.]Di, 16. Januar: Hat China - erfolgreich - eine Antisatelliten-Waffe erprobt? Das behauptet heute abend
Aviation Week
aufgrund von US-Geheimdienstquellen - aber der Test soll auch
viel sichtbaren Raummüll hinterlassen haben; es
hagelt
Proteste aus aller Welt. [18.1.]
Online Astronomers Seek Out New Worlds - never before have amateur astronomers had so much
unfettered access to celestial data
once available only to scientists with huge telescopes. [19.1.]Mo, 15. Januar: Vorboten des Klimawandels? Mandelbäume in den Botanischen Gärten Bonn stehen bereits
jetzt in voller Blüte. [16.1.]So, 14. Januar: Gestern & heute ist McNaught mancherorts mit blossem Auge
am Taghimmel gesehen worden - aber das erfordert eine bestimmte Transparenz, sonst geht es nur mit
Feldstecher oder Fernrohr. So offensichtlich heute auch am Heimatort des Bloggers - trotz des klarsten
Himmels seit Wochen, der leider drei Tage zu spät kommt: Zwischen 14:10 und 14:25 MEZ (Komet und Sonne jeweils
15° hoch, Atimutdistanz 6°) sowie um 15:00 MEZ (Komet 12½°, Sonne 11½°, Delta-Az
5°) ist weder mit einem 10x25 noch einem 11x70 irgendetwas zu sehen (und einem Beobachter in Bonn geht es
genau so). Dafür glänzen
in der kritischen Region immer wieder Kondensstreifen, die, wie ein
Foto von gestern zeigt, um ein Vielfaches heller
als selbst dieser -5-mag.-Komet sind. Das wäre ein Tageslichtkomet gewesen - ob Ikeya-Seki einst
Contrails überstrahlen konnte ...? [16.1.]Sa, 13. Januar: Ein Riesenbericht über McNaught in den Hauptnachrichten von Sat.1 um 18:30 MEZ -
also just nach dem Zeitpunkt, wo er endgültig vom Nichttageshimmel verschwunden ist. Mit Beobachtungshinweisen,
die die vergangene Woche galten, jetzt aber definitiv nicht mehr, und der Behauptung, McNaught werde am 15.1.
im Gesichtsfeld von SOHO erscheinen (durch das er seit 1½ Tagen läuft). Gezeigt werden zwar auch echte
Aufnahmen der letzten Tage (u.a. von Leitner, mit
Quellenangabe) - aber ein wackliges deutsches Amateurvideo mit groben Pixeln, wohl von einem Handy und ohne
Autor, zeigt ziemlich eindeutig die Venus ... [16.1.]Fr, 12. Januar: McNaught hat jetzt -3. Größe erreicht, steht kurz vor dem Perihel
und wird womöglich noch heller,
wenn ein staubiger Streueffekt einsetzt. Ins Bildfeld
von SOHO ist er heute morgen eingetreten, mit dramatischem Blooming - es laufen
Versuche, daraus und auch aus STEREO-Bildern
die Helligkeit zu ermitteln.
Sergey Korolev wäre heute 100 Jahre alt geworden: An den sowjetischen Weltraumpionier, dessen Identität erst
nach seinem allzufrühen Tod 1966 publik wurde, erinnern u.a. die
BBC,
Novosti und
The Space Review. [18.1.]
Ist "24" eine "neocon sex fantasy"? So heisst es heute bei
Newsweek, was später einen großen Bericht
auf CNN inspiriert - die amerikanischen Neocons (daß es die noch immer gibt ...) scheinen die
Serie (gerade begannen
in den USA die 6. und in D die 5. Season) abgöttisch zu lieben, die dort geschilderten Verschwörungen für
realistische Visionen(!) und Jack Bauers rustikale Vorgehensweise für gerechtfertigt zu halten. [18.1.]Do, 11. Januar: Wie wird die NASA mit dem drohenden 500-Mio.$-Loch (siehe 20.12.2006) umgehen?
Ein Griffin-Interview und
spätere Artikel von Houston Chronicle und
New Scientist. [16.1.]
Im Ländermagazin
stellt 3SAT den Duisburger Space Artist Detlev van Ravenswaay vor - der
entwarf z.B. das Logo der Reiter-Mission
zur ISS und soll "unbestritten Deutschlands
erfolgreichster Space Art Künstler" sein. [12.1.]
Problem der Kugelblitze vor der Auflösung? Der
New Scientist
macht sich für brasilianische Experimente
stark, bei denen im Labor immerhin 8 Sekunden
lang lebende leuchtende Bälle erzeugt werden konnten - eine Bestätigung der recht populären Hypothese von
Abrahamson & Dinniss? [14.2.] Das
PhysikJournal (6 [3/2007] 18-9) findet den neuen Ansatz vielversprechend, sieht aber weiter Probleme:
Immer noch sind spezielle Bedingungen notwendig, die bei Kugelblitzen in der Natur nicht unbedingt vorliegen. [6.4.]
Im rbb wird im Sommer das Kugelblitz-Phänomen als
weitgehend mysteriös
dargestellt, und die brasilianischen Experimente kommen nur vage in der Abmoderation vor. [8.7.]
Der MRO hat nun auch den Mars Pathfinder aufgespürt -
und vermutlich sogar Sojourner (die nach dem Ausfall
des Landers noch etwas weiter gefahren wäre). [16.1.]
Es gibt eine ebenso lange wie inoffizielle mögliche Erklärung
des Fehlers (siehe 9.1.) mit dem Mars Global Surveyor. [16.1.]Mi, 10. Januar: Vage britische Pläne für ein
eigenständiges Mondprogramm (robotischer Art) werden auf einem
Workshop publik - ob sie wirklich umgesetzt
werden, steht aber in den Sternen ... [12.1.]Di, 9. Januar: Ich habe IHN gesehen!!! Zweimal, um 17:31 und 17:40 MEZ, in 4 und 2½
Grad Höhe in der frühen nautischen Dämmerung, jeweils nur einige Sekunden lang durch schmale aber dafür sehr klare
freie Streifen einer ansonsten vollständig geschlossenen Bewölkung über Bonn-Endenich: Mit dem blossen Auge war
McNaught nie eindeutig zu sehen, dafür aber bestens in einem 10x25-Billigfeldstecherchen vom vorletzten ATT, das
ganze vom Campus des Argelander-Instituts für Astronomie
der Uni Bonn aus. DRAMATISCH war der Anblick eigentlich NICHT, dafür die Beobachtung aber ÜBER DIE MASSEN
UNGEWÖHNLICH: ein heller Komet, dicht über dem Horizont in der Dämmerung mit leicht erkennbarem - wenn auch reichlich
kurz geratenem (aber angesichts der Dämmerung doch wieder erstaunlich hellem) - Schweif. Das Bild ähnelte stark einem
britischen Foto von gestern
morgen, natürlich mit anderer Schweif-Orientierung (etwa 1 Uhr), oder auch diesem schönen
Film von gestern abend bzw. diesem
Einzelbild desselben Fotografen; von der Brillianz
dieser Alpen-Bilder zur selben Zeit war er
allerdings weit entfernt. Das Verblüffendste an der ganzen Beobachtung war übrigens, daß ich ohne Mantel im Wind in einer
Januarnacht Astronomie betrieb, ohne auch nur zu frösteln ... :-) Erst nach der letzten McNaught-Sichtung tauchte in einem
anderen wolkenfreien Streifen die Venus auf (die erste Sichtung während dieser
Abendsichtbarkeit
überhaupt): Bis zu DER Helligkeit fehlt dem Kometen noch 'ne Menge, bei aller Liebe ... [9.1.] Kurios: nur 200 m
entfernt hat noch einer geguckt! [16.1.]
Mars Global Surveyor durch falschen Software-Update gekillt? Auf einer Sitzung von Marsforschern
heißt es, "We think that failure
that a software load we sent up in June of last year was the cause. This software tried to synch up
two flight processors. Two addresses were incorrect - two memory addresses were over written. As the
geometry evolved. We drove the arrays against a hard stop and the spacecraft went into safe mode. The
radiator for the battery pointed at the sun, the temperature went up, and battery failed. But this
should be treated as preliminary." [12.1.]
Astronomy enthusiasts give public a telescopic view of the cosmos: Wie es
bei der Astronomical Society of Southern
New England zugeht. [12.1.]
In Hamburg Dunkle Materie jagen? Der Hadron-Electron Ring Accelerator (HERA) könnte nach einem leider sehr
spät kommenden Vorschlag mit vergleichsweise geringem Aufwand
(New Scientist vom 27.1.2007 S. 11) den Nachweis von Axionen versuchen, einem der Top-Kandidaten
(vgl. 15.12.2006) für die
Dunkle Materie unseres
seltsamen Universums. [22.2.]
Bonner Ethnologen gehen gegen "Apocalypto" vor: Im Studenten-Newsletter
bAStA # 553 (S. 1-2) veröffentlichen sie eine
Deklaration, die das "Zerrbild der Maya-Hochkultur" in
diesem Film anprangert - inklusive des Versagens der
Vorhersage einer Sonnenfinsternis, was den echten Mayas nicht passiert wäre. Noch ein Bezug zur SoFi: Dem
Wortführer der Protestler, Prof. N. Grube, begegnete der
Blogger zufällig 1991 im mexikanischen Palenque - bei einer Expedition zur großen ToSoFi! [12.1.]
Endliche Lichtgeschwindigkeit überfordert BILD: Der Nachruf
auf die 'Pillars of Creation' im Adlernebel ist verfrüht, denn sie mögen zwar bereits von einer Supernova-Welle
demoliert worden sein - aber das werden wir erst
in 1000 Jahren zu sehen bekommen. [12.1.]Mo, 8. Januar: Zwei Finalisten für die
nächste Scout-Mission zum Mars hat die NASA
ausgewählt; entschieden
wird Ende des Jahres. Erneut sind alle Vorschläge für ein Marsflugzeug
auf der
Strecke geblieben, trotz
bester
Bewertung des wissenschaftlichen Werts. [12.1.]
Und auf dem Mond wird künftig
metrisch gemessen (wie schon
am 18.12.2006 gemeldet), den erhofften internationalen Partnern (siehe 4.12.2006)
zuliebe - auf der ISS werden noch die antiken, ääh, imperialen Einheiten verwendet ... [16.1.]
Patrick Moore ist jetzt bald 50
Jahre auf Sendung, mit 650 Episoden von "The Sky at Night" - unglaublich aber wahr! [9.1.] Zu Ehren
des Jubiläums (s.a. 18.12.2006) gibt's
sogar Briefmarken! [13.2.]
Das Jupiter-Encounter von New Horizons hat begonnen!
Natürlich nur mit Beobachtungen aus großer Distanz;
der Flyby ist erst am 28.2. [12./16.1.]
Schnappen die Amis den Europäern doch noch das Higgs-Boson weg? Laut Nature (445 [18.1.] 239) geht
man wegen der heute veröffentlichten neuen Massenbestimmung des W-Bosons (80.413 GeV) nun von einer Higgs-Masse
zwischen 114 und 153 GeV aus, die der CDF des Tevatron vielleicht doch noch
erreichen kann - bevor der Large Hadron Collider des CERN im Frühjahr 2008 die Arbeit aufnimmt; der
Bau dort macht große Fortschritte. [21.1./1.3.] Alles
Unfug, sagt Eckhard von Toerne, der sowohl am Tevatron arbeitete
wie auch beim CERN (und am LHC direkt beteiligt ist), nach einem Vortrag im Forum Astronomie am 22.2.: Das Tevatron
habe keine Chance. (Und dabei glaubte man dort kürzlich, man habe das
Higgs schon fast gefunden, was zu gewisser
Aufregung führte, die
kaum gerechtfertigt war und allmählich
zum Selbstläufer zu werden droht ...) Auch der
angebliche vage Nachweis des Higgs mit dem LHC-Vorgänger
LEP 2000 sei schlicht "Murks" gewesen: Da habe jemand den alten Beschleuniger um jeden Preis weiter laufen lassen
wollen ... [25.2./6./10.3.]
Bond, in orbit: geheime Raumfahrtprogramme von Bösewichtern als immer wiederkehrendes
Element in der Filmserie ... [19.1.]So, 7. Januar: Komet McNaught hat die nullte Groesse durchbrochen und negative Helligkeit,
wie mehrere Beobachter seit spätestens heute melden
(modulo der sehr schwierigen Bestimmung der Helligkeit tief am Himmel und in der Daemmerung) - und er sollte in den
kommenden Tagen noch heller werden! Wenn bloss mal das Wetter passen wuerde: Noch
bis zum 10.1. oder so hat ausgerechnet (Nord-)Europa die beste geografische Breite ...
"We may already have 'met' Martian organisms" bei
den Viking-Landungen: "The researchers hypothesize that Mars is home to microbe-like organisms that use a mixture
of water and hydrogen peroxide as their internal fluid. Such a mixture would provide at least three clear benefits
to organisms in the cold, dry Martian environment" - und würde die Habitable Zone hier & anderswo deutlich
vergrößern! [12.1.]
Ohne Heu kein Anruf aus dem All: Erst nachdem sie den Sound eines Rockkonzerts mit Heuballen dämpfen, können
Pfadfinder mit der ISS Kontakt aufnehmen. [12.1.]Sa, 6. Januar: Wie in der "guten alten Zeit" der
UFOlogie ... Zur besten (amerikanischen)
Sendezeit widmet CNN (in der Sendung Anderson
Cooper 360°) dem UFO
ueber dem O'Hare Airport in Chicago vom 7.11.2006 volle sieben Minuten -
die erste Haelfte bestreitet ein anonymer Augenzeuge, die zweite aber
Joe Nickell, der zwar
zum aktuellen Fall nichts beisteuern kann, dafuer aber Roswell und die
beruehmten Mexiko-UFOs von 2004 (bei denen es sich um
Fackeln
eines Oelfeldes handelte) erklaert. Und darauf hinweist, dass die
Aufklaerungsarbeit der emsigen UFO-Skeptiker leider nicht annaehernd das
Medienecho erfaehrt, das die urspruengliche Meldung erzeugt. Bereits tags
zuvor hatte die unvergleichliche Jeanne
Moos die O'Hare-Story zusammen mit dem damals noch mutmasslichen
Meteoritenfall
von New Jersey (der sich seither als
echt erwiesen
hat: ein Eisenmeteorit), dem Reentry
der Rakete COROTs (s. 27.12.2006), der zufällig
gefilmt worden war, und den
ersten veröffentlichten
Videoclips vom 1.
Blue Origin-Test (siehe
13.11.2006) zu einem selbst fuer ihren Stil reichlich wuesten Ganzen
verarbeitet ... [7./19.1./13.2.]
Bonner Physik-Filmchen bringt es zu ungeahnten YouTube-Ehren: Heute
eingestellt, haben den Clip aus der
Physik-Show binnen Tagen
hunderttausende (Ende Januar: 300'000!)
angeguckt. [28.1./1.2.]
Der New Scientist berichtet (S. 26-30) über den Innovative Interstellar
Explorer, eine denkbare Mission bis in 200 AU Entfernung binnen 25 Jahren - wenn es einen
nuklear betriebenen Ionenantrieb gibt
(basierend auf Weiterentwicklungen der schon bei herkömmlichen Tiefraumsonden eingesetzten RTGs) und ein Startfenster 2014
geschafft wird, das einen entscheidenden Jupiterflyby ermöglicht ... [16.1.]Fr, 5. Januar: In Nano
wird in Sachen der Nazca-Figuren - u.a.
unter Berufung auf Arbeiten
des Bonner Archaeologen M. Reindel - vermutet, dass
es sich gewissermassen um (2000 Jahre alte) Proteste gegen den
Klimawandel, der die Gegend
desertifizierte, und den (vergeblichen) Ruf nach
der Rueckkehr des Wassers handelte. [7.1.]
Das 55. Planetenseminar der VSW Bonn bietet mal wieder 4 Stunden pralles Programm, wobei der
Venus-"Extremismus" unserer Gäste aus Witten mal wieder den Vogel
abschließt: Bei der letzten Sonnenkonjunktion wurde der Planet direkt mit der voellig ungefilterten
Sonne in < 1 Grad Abstand aufgenommen ... [9.1.]
(Nicht nur) CNN-I berichtet laufend ueber den neuesten Interkontinental-Billigflieger
Air Asia X, der
von Kuala Lumpur aus u.a. nach China & Europa fliegen will - ein
weiterer (s.a. 19.11.2006) kostenguenstiger Weg zu
kommenden Astro-Ereignissen in Asien? "Now everyone can fly," ist der
Slogan der Firma ("a really radical approach"), Tickets soll's ab $3
geben, aber nichts zu essen ... [7.1.]Do, 4. Januar: If I had a hammer ... um 20:08 MEZ wird der neuen
Speakerin
of the House N. Pelosi der
'gavel'
uebergeben, ein dicker Holzhammer, der in den Ritualen um die 1. Sitzung
des neuen Kongresses (siehe 8.11.2006) eine
grosse
Rolle spielt und nachher auch von den anwesenden Kindern beruehrt werden
darf. [7.1.]Mi, 3. Januar: Es gibt sie noch, die Zweifler an der kosmologischen
Rotverschiebung - letztes Jahr
trafen sie sich in
Irland. Oder wie wär's mit inkonstanter oder
anisotroper Lichtgeschwindigkeit ...? [8./12.1.]
"[F]ewer IMAX films are being produced, but there is renewed/expanded interest in astronomy":
"Sky is the limit
for state's planetariums" (gemeint ist Wisconsin). [19.1.]Di, 2. Januar: 3SAT zeigt den
bizarren Spielfilm Eclipse (von einem Deutschen, aber
in Portugiesisch mit Untertiteln), in dem eine Schriftstellerin ermordet wird, weil sie beim Fotografieren
einer MoFi versehentlich auch einen kolumbianischen Schmuggler ablichtet. Zuvor hatte sie sich mit der
Eddington-SoFi-Expedition von 1919 auf eine Insel vor der afrikanischen Kueste befaßt; daß eine Parallelexpedition
zur selben Zeit in Brasilien tätig war, wo der ganze Film angesiedelt ist, wußten wohl sie (bzw. der Autor des
Drehbuchs) nicht, denn es wird kein einziges Mal erwähnt. Optisch werden zu kontrastreiche Standbilder einer
ToMoFi und ein umso kontrastärmeres Video vom 2. Kontakt einer ToSoFi verwendet; immerhin gibt es reichlich
Protuberanzen, und die entsprechende Videokassette im Film ist mit einem schönen Koronabild (von 1994?) beklebt. [9.1.]
Brave new Web - physicists need to keep abreast of the latest
changes in science publishing. Auch:
Blogging for Physics,
A revolution in bits,
The open-access debate und
Talking physics in the social Web. [19.1.]Mo, 1. Januar: In Aviation Week (S. 48-9) beschreibt ein embedded reporter, wie es bei dem
Kriegsspiel Vigilant Shield '07 im
Dezember zuging - "Topolia" und "Rongerick" nahmen die USA derart mit WMD unter Beschuss, daß selbst Jack
Bauer nichts mehr gerettet hätte ... [12.1.]
Eine Fülle von Videoclips echter Meteore hat jemand auf
YouTube zusammengeschnitten. [3.12.]