[1.2.2008] Eine Alternative: erste Erfahrungen mit der DMK, einer Firewire-Webcam.
[2.10.2007] Der Aurigiden-Ausbruch 2007: Ergebnisse aus Kalifornien!
[20.7./16.11.2006] Kometen- und Deep-Sky-Beobachtung mit der Mintron gewissermaßen am Taghimmel war bei der Konjunktion SW3 / M 57 am 8. Mai 2006 angesagt - Hartwig Lüthen hat die Videos jetzt schön bearbeitet!
[26.10.2005] Was man aus Mintron-Videos von Kometen aber auch Deep-Sky-Objekten mit systematischer Bildverarbeitung alles herausholen kann, hat H. Lüthen eindrucksvoll auf der 24. BoHeTa am 22.10.2005 vorgeführt.
Ort: Yaliciftlik bei Bodrum, Suedwesttuerkei
Bildfeld: begrenzt vom suedlichen Perseus, Aries, dem
nordoestlichen Cetus und dem westlichen Auriga - genau das eine
Feld, das aus geometrischen Gruenden (Laenge des Stromkabels
plus Form des Balkons plus Ort des Monds) ueberhaupt moeglich war
Meteore (die meisten aber nicht alle Perseiden), visuell gezaehlt
(ein kompletter Durchgang, einzelne Intervalle auch doppelt): 43
22:40 bis 22:50 UTC: 5
Die Intervalle zwischen jeweils zwei Meteoren schwankten
zwischen 8 Sekunden (kam zweimal vor) und schockierenden
genau 15 Minuten (von 22:50:30 bis 23:05:30 UTC) ohne einen
einzigen Meteor - alles statistische Fluktuationen, oder zeichnet
sich hier bereits ein wenig ZHR-Feinstruktur ab (und das
vieldiskutierte Clustering)? Und was ich mich auch frage: Wie viel
mehr wuerde/wird die Kamera mit gegebener Optik bei
mondlosem Himmel zeigen?
Da ich das Objektiv erst am Tag vor der Abreise (!) in Haenden hielt
und weder in der Tuerkei noch spaeter wieder zuhause bisher
Referenzaufnahmen unter Optimalbedingungen moeglich waren,
kann ich das nur vermuten - auf jeden Fall waren der
automatische Gain und die Irisblende m.E. noch lange nicht am
Anschlag. Die Perseiden 2004 lassen jedenfalls so manches
hoffen und rechtfertigen gewiss eine (kleine? grosse?) Expedition
zu einem guten Standort.
Daniel Fischer
P.S.: Einen Zusammenschnitt des Bandes (nur die Meteore, plus-minus
ein paar Sekunden) wird es auf dem Bonner Astro-Grillseminar am 6.
und auf der International Meteor Conference in Bollmannsruh,
Brandenburg, vom 18.-21. September - siehe
http://www.imo.net/news/imc.html - zu sehen geben.
P.P.S.: Ein anderes Mintron-Experiment waehrend der Perseiden 2003 beschreibt
www.astrofoto.net/AFOTO/perseiden2003/perseiden2003.htm
[Nachtrag] hier
gibt's ein weiteres Video, diesmal aus den USA.
*) Nicht dass man mich missversteht: Perseiden bei gutem,
mondlosem Himmel sind - selbst bei einer moderaten Fallrate um
ZHR=100 - ein visueller Genuss, wie ich vor einem Jahr auf einer
ionischen Insel feststellen durfte. Aber wenn man vor lauter
Mondschein kaum mehr Sterne sehen kann, kommt man sich
irgendwie bloed vor, mit Inbrust an den Himmel zu starren ...
[12.1.2003] Mintron-Ergebnisse bei den Leoniden 2002 erzielten
Gährken (auch
Saturn bei M1 und
Komet C/2002 X5) und
Lüthen - und
geniale Super-WW-Bilder des Himmels gelangen
Quirk in Australien!
[25.10.2002] Mit den ersten Bildern Homepage eingerichtet!
[19.9.2002] Über diese Seite wird bereits bei
Astronomie.de diskutiert.
To: akm-mitglieder@yahoogroups.com, astro@naa.net, planetenbeobachter@yahoogroups.com
Im aktuellen Sky & Telescope (Oktober 2002, Seite 127) gibt es eine Kleinanzeige
eines US-Haendlers, der (offensichtlich) dieselbe Kamera verkauft, fuer noch mehr
Knete als unsere deutsche Quelle. Dort zeigt er ein Bild des Ringnebels und der
benachbarten Sterne und gibt deren Helligkeiten an: Auf dem Video, das wir mit
dem STEHENDEN 14-Zoeller aufnahmen, sind fast alle dieser Sterne auch zu sehen,
d.h. wir erreichten eine Grenzgroesse von etwa 15.5 mag.! Auch der Zentralstern
des Planetarischen Nebels war deutlich zu sehen.
Mit dem (nicht ordentlich kollimierten) Billig-10-Zoeller bin ich etwa bis
14.5 mag. gekommen und mit dem 5.5-Zoeller (Comet Catcher) auf grob 13.5 mag.
Dies alles bei einem Objekt mit 33 Grad Deklination: Am Aequator liegt die
Grenzgroesse etwas schlechter, polnaeher natuerlich noch besser. Ob ein dunklerer
Himmel noch mehr herauskitzeln helfen wuerde, kann ich noch nicht sagen - wir
hatten jeweils 5.8 bis 6.1 Grenzgroesse im Zenit.
Vom visuellen "Impakt" her gesehen, kommen mit der Mintron-Technik am besten
grosse Kugelsternhaufen wie M 13 und kompakte offene Haufen wie M 11 sowie
Galaxien mit grosser Flaechenhelligkeit wie M 82 (der auch noch schoen
aequatorfern steht). Was aber einen moeglichen wissenschaftlichen Nutzen der
Kombination klassischer Dobson (ohne jede Nachfuehrung) plus Mintron angeht,
da liegt er womoeglich weniger bei der Asteroidenjagd (wie ich anfangs dachte),
sondern mehr im stellaren Bereich.
Im o.g. Sky & Tel. (Seite 18) wird naemlich der Astronom Bohdan Paczynski mit
der Aussage zitiert, "that 90 percent of the variable stars brighter than 12th
magnitude have yet to be identified" - und diese Grenzgroesse muesste die
Kamera schon mit einem Vierzoeller erreichen. Russentonne + Mintron = tausende
unbekannte veraenderliche Sterne? Wie es wohl um die photometrische Praezision
der Kamera bestellt it? Eigentlich wurde sie ja (und auch der "Starlight"-Modus)
nicht fuer die Astroforschung erfunden, sondern um finstere Gesellen zu orten ...
Daniel
In Nacht 13. auf 14.9. habe ich die Mintron-Experimente
auf der heimischen Terrasse fortgesetzt, mit meinem alten 10"-Dobson, dem
5.5"-Comet Catcher und auch Georgs 45-mm-f/2-Objektiv (dessen Brennpunkt zu
weit draussen liegt -> man darf es einfach nicht ganz reinschrauben).
Jetzt ging wieder alles zackzack: Dobson stand in einer Minute, Kamera
haengt direkt am VHS-VCR, dieser wiederum an der Wohnzimmer-Glotze mit
70-cm-Roehre. Auch das Einstellen von Objekten mit dem 10"er (Brennweite
1.2 Meter) ging spielend: Okular rein, Objekt zentriert, Okular raus,
Kamera rein, kurz nachfokussieren, RECORD druecken, in den Sessel setzen ...
Vor allem kompakte offene Sternhaufen wie M 11 sind die idealen Objekte
fuer diese Brennweite: Da funkelt es nur so auf dem Bildschirm. Bei flaechigen
Deep Sky-Objekten kommt es dagegen auf die Flaechenhelligkeit an: M 57 kam
ganz gut, M 27 war schon zu flau (man kann bei diesen Deklinationen
maximal 32x integrieren). Am besten kam aber M 82, und das bei mieser
Grenzgroesse in unterer Kulmination.
Mit dem Comet Catcher kam dann M 31 schon recht gross, M 33 blieb flau,
h & chi dagegen waren der Hammer, zumal sie gerade noch zusammen ins Bildfeld
passen. Am bemerkenswertesten waren aber Experimente mit dem 45-mm-Objektiv:
Damit kann man ueberall 128x integrieren, und die Grenzgroesse explodiert!
Kamera auf Deneb: Schon strahlt einen der Nordamerikanebel an (glaube ich
wenigstens). M 33 ist jetzt sehr hell und die Plejaden eine Pracht - selbst
ganz ohne Integration, mit 50 Frames pro Sekunde. (Zwischen-)Fazit: ein
lichtstarkes Teleobjektiv, z.B. 300 mm f/2.8, waere wohl die Idealoptik ...
[13.9.2002] Ein Erfahrungsbericht mit einem groesseren Teleskop ist bei
Astronomie.de zu finden!
Und es gibt ein erstaunliches
Bild von M 33
mit einem Comet Catcher und einer ST8E-CCD-Kamera, was beweist, daß dieses Gerät
wirklich ernstzunehmen ist!Perseiden 2003 in der Tuerkei - erste Video-Ergebnisse
[1.9.2003] Erst jetzt bin ich dazu gekommen, ein 93-minuetiges Videoband
auszuwerten, das ich waehrend der vollmondbeschienenen
Perseiden 2003 in der Suedwesttuerkei aufgenommen hatte - und
trotz (wegen des Vollmondlichts und eines Standorts kaum ueber
dem Meeresspiegel) brutal aufgehellten Himmels sind doch
tatsaechlich nicht weniger als 43 Meteore zu erkennen gewesen.
Da man bei der Glotze den Bildkontrast kuenstlich steigern (und
fragwuerdige Meteore gleich noch einmal anschauen) kann, war
die Erfahrung erheblich weniger anstrengend als die direkte
Beobachtung unter denselben Himmelsbedingungen, die ich auch
auch bald dran gegeben hatte*). Hier ein paar Details:
Zeit: August 2003, Nacht 12./13., 22:40 bis 0:13 UTC
Kamera: Mintron 12V1C-EX , mit Integrationsfaktor 4
Optik: Computar 6 mm f/0.8 (Bilddiagonale grob 70 Grad)
Rekorder: S-Video-Signal mit einem miniDV-Camcoder im LP-Modus aufgezeichnet
Sterne sichtbar: bis grob 3.3-te Groesse
Deep Sky sichtbar: Plejaden als verwaschenes laengliches
Woelkchen, Hyaden gerade eben angedeutet als kleines V knapp
ueber dem Rauschen
22:50 bis 23:00 UTC: 1
23:00 bis 23:10 UTC: 3
23:10 bis 23:20 UTC: 6
23:20 bis 23:30 UTC: 6
23:30 bis 23:40 UTC: 5
23:40 bis 23:50 UTC: 5
23:50 bis 00:00 UTC: 4
00:00 bis 00:10 UTC: 8
Koenigswinter
From: Daniel Fischer Date: Thu, 19 Sep 2002 15:37:40 +0200 (MET DST)
Mintron am 14-Zoll-Dobson -> Grenzgroesse 15.5 mag.!
Inzwischen habe ich die Mintron-Videokamera hinter fuenf verschiedenen Optiken
ausprobieren koennen, von einem 45-mm-Fotoobjektiv bis hin zum 14-Zoll-Dobson eines
Freundes - und jede Optik hat wieder andere erstaunliche Ergebnisse gebracht (Bei
http://www.astro.uni-bonn.de/~dfischer/mintron/blog.html gibt's die bisherigen
Spontanberichte). Kurzfazit bisher: Mit kurzen Brennweiten und guten Blendenzahlen
sind selbst ausgedehnte Gasnebel wie Nordamerika - an miesem Himmel und ohne jeden
Filter - abzubilden, mit langen, dicken Roehren dagegen Sterne bis zu unglaublichen
Grenzgroessen.Date: Sun, 15 Sep 2002 17:37:54 +0200
From: Daniel Fischer