Diese Webseite ist nicht mehr aktuell. Neuere Modelle der G11 haben signifikante Änderungen erfahren, so dass die hier beschriebenen Modifikationen und Prozeduren evtl. nicht mehr unmittelbar anwendbar oder sogar falsch sind. Sie sind nur auf Modelle anwendbar, die bis etwa zum Jahr 2000 hin produziert wurden. Da ich seit 2002 keine G11 mehr besitze, kann ich den gegenwärtigen Zustand der neueren Modelle hier leider nicht mehr widerspiegeln. Die vorhandene Webseite werde ich weiterhin als Referenz zur Verfügung stellen, da die älteren Losmandy-Montierungen wohl noch viele Jahre weiter ihre Eigentümer haben werden. Sollte das hier präsentierte Bild- und Textmaterial über die G11 für die Webseite eines anderen nützlich sein, so darf es gerne benutzt werden.
Danke,
Mischa Schirmer, 11. Juni 2009
Wenn man mit dem Auseinandernehmen der G11 beginnt, dann entfernt man zuerst den Polsucher, die Motoren und dann die Schnecken. Nachdem der Polsucher weg ist, löst man die beiden winzigen Madenschrauben, die die quaderförmige Schneckenabdeckung an ihrem Platz halten, und entdeckt die Schnecke (Fig. 1 & 2). Anschliessend zieht man die weiche Plastikabdeckung der Motoren ab und löst die beiden Imbusschrauben, die den Motor mit dem Montierungskörper verbinden. Die Motorwelle ist jetzt noch über eine kleine weisse Plastikkupplung mit der Schnecke verbunden (Fig. 2). Durch seitliches Verschieben kann man die beiden voneinander trennen. Jetzt sollte man einmal versuchen, die Schnecke per Hand mehrere Umdrehungen in beide Richtungen zu drehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen wie streng sie sitzt. Wie streng sie tatsächlich sitzen soll, kann man auf der Tuning-Seite nachlesen. Die Schnecke selbst ist von unten über zwei Imbusschrauben an der Montierung befestigt. Man entferne beide Schnecken und Motoren.
Dies sind die drei Hauptbestandteile der G11. Als erstes nimmt man den DEC Block ab. Hierzu entfernt man die vier Imbusschrauben, die rund um die Abdeckschraube der Polsucherbohrung angeordnet sind (Fig. 1). Wenn alle vier Schrauben gelöst sind, rutscht der DEC Block einfach ab, da seine Unterseite völlig glatt ist. Der DEC Block ist schwer, also Vorsicht wen man die letzte Schraube löst. Die flache Oberseite des RA Blocks kann in Fig. 2 & 3 gesehen werden.
Im nächsten Schritt löst man den RA Block vom Polblock, was etwas mühseliger ist. Zunächst müssen erst mal die beiden grossen Imbusschrauben gelöst werden, die sich seitlich am Polblock befinden und dessen Höheneinstellung klemmen. Darunter kommt dann ein messingfarbener Bolzen zum Vorschein (Fig. 5). In dessen kleine Bohrung steckt man nun einen stabilen Schraubenzieher, oder ein hartes Stück Holz, und schlägt solange mit einem Hammer o.ä. darauf, bis der Bolzen auf der anderen Seite herausgezogen werden kann. Man braucht nicht überrascht zu sein, wenn das nicht gleich auf Anhieb geht. Wenn der Bolzen erst mal draussen ist, kann man im Prinzip den RA Block einfach nach oben herausziehen. So einfach ist es aber dann doch nicht, wie ein Blick auf Fig. 6 zeigt. Im Polblock (links im Bild) befindet sich ein zweiter, messingfarbener Bolzen (im Bild halb verdeckt), der in der gabelförmigen Aussparung auf der Unterseite des RA Blocks sitzt (Fig. 6, Mitte). Um die Angelegenheit etwas zu lockern, kann man am grossen Polhöhenverstellknopf drehen und den RA Block gegebenenfalls in eine etwas günstigere Position bringen. Dann fängt man an den RA Block nach oben herauszuruckeln, was nach einer Weile und etwas Anstrengung zum Erfolg führt. Wenn man das mechanische Prinzip einmal verstanden hat, dann ist auch klar dass man hier nichts kaputt machen kann. Alle Teile sind sehr massiv ausgeführt.
Das Herausbekommen des RA Blocks aus dem Polblock ist eine der umständlichsten Sachen beim Zerlegen der G11, ebenso wie das Hineinbekommen beim Zusammenbau. Bisher hat es aber noch bei jedem geklappt, bei einigen Montierungen geht alles sogar sehr leicht vonstatten.
Der Polblock ist meistens etwas schwierig beim Auseinanderbauen. Zur Not muss man dem Imbusschlüssel mit einem Hammer nachhelfen, um die 4 Schrauben auf der Unterseite (Fig. 8) aufzubekommen.