Forschungsgebiet
Die wissenschaftliche Arbeit war fokussiert auf die Eigenschaften der terrestrischen Hochatmosphäre. Die zentralen Felder dabei sind
- Physik der Thermosphäre und Exosphäre
- Bestimmung der Gasdichte aus der Abbremsung künstlicher Satelliten
- Weiterentwicklung der bestmöglichen Methoden
- Dynamik der Hochatmosphäre und solar-terrestrische Beziehungen
- Bestimmung der Gaseigenschaften aus der Streuung der solaren EUV-Strahlung
Forschungsmissionen
Untersuchungen der neutralen Komponente des ionosphärischen Plasmas sind nur mit künstlichen Satelliten und Forschungsraketen möglich. Als Principal Investigator war ich beteiligt an den Satelliten- und Forschungsraketen-Missionen
- AEROS A
- AEROS B
- San Marco 5
- White Sands
Kooperationen
In den wissenschaftlichen Disziplinen, die erst durch den Start von Sputnik I und seiner Nachfolger und von Forschungsraketen ermöglicht wurden, sind Kooperationen internationaler Partner üblich und notwendig. Dies gilt insbesondere für deutsche Universitätsinstitute, die eine äußerst beschränkte Möglichkeit zum eigenbestimmten Start von Experimentträgern hatten und haben. Für uns waren Kooperationen sehr erfolgreich mit:
- Smithsonian Astrophysical Observatory , Cambridge, MA
- NASA Goddard Space Flight Center, Greenbelt, MD
- NASA Langley Research Center, Hampton, VA
- University of Texas at Dallas, Richardson, TX
- Centro Ricerche Aerospaziale, Universita di Sapienza, Roma
- Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg
- Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik, Freiburg
Vorlesungen
In mehr als 30 Jahren der Ausbildung von Weltraumforschern am ehemaligen Institut für Astrophysik und Extraterrestrische Forschung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und 25 Jahren Astronomie-Ausbildung in der Diaspora der Rheinisch-Westfälichen Technischen Hochschule Aachen wurden Einführungs- und Spezial-Vorlesungen gehalten, die neben Weltraumphysik, Astronomie und Astrophysik besonders Wissenschaftliches Rechnen zum Thema hatten.
- V1
- V2
- V3
- V4
- V5
- V6
- V7
AIUB: Astronomische Institute der Universität Bonn
Akademische Selbstverwaltung ist ein hehres Gut deutscher Universitäten. Sie beginnt auf der Institutsebene. Die damit verbundenen Aufgaben - fast immer zäh, mühsam und zeitaufwändig - habe ich engagiert wahrgenommen, besonders um Kollegen, Mitarbeitern und Studierenden - auch in Zeiten der Unterfinanzierung - möglichst optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Geschicke des IAEF durfte ich als Geschäftsführender Direktor von 1981 bis 2002 als primus inter pares bestimmen.
Das IAEF, 1964 hervorgegangen aus der Sternwarte der UBn, erhielt durch das Engagement seines Gründungsdirektors Wolfgang Priester neben der Astrophysik die Extraterrestrische Physik als zweiten gleichberechtigen Themenschwerpunkt. In Analogie dazu entstanden in den späten 60er und den 70er Jahren an deutschen Universitäten Professuren für Extraterrestrische Physik durch Leihgaben der Standardfächer Physik, Astronomie, Geophysik und Meteorologie. Dies sollte sich um die Jahrtausendwende rächen, als bei engen Spielräumen im Rahmen der Sparmaßnahmen die Mutterfächer beim Freiwerden der Professuren die Stellen wieder mit Vertretern der eigenen Arbeitsgebiete besetzten. Das beschränkte das Engagement für die Extraterrestrische Physik an westdeutschen Universitäten auf ein halbes Jahrhundert.
Senat der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität
Das Engagement für die Akademische Selbstverwaltung führte mich 1999 als Wahlsenator der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen fakultät in der Senat. Personalumsettzung 1980 / KoVoSenGO
Konvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität
Kove O - neue Verfassung / Satzungskonvent / Konvent / Vorsitz
Externe Beratung und Kommissionen
Kurator IPW - COSPAR - DLR
Extraterrestrische Physik am IAEF und den AIUB
Priester - MR - HJF - GWP - PWB - HV
Abschiedsvorlesung
Meine Abschiedsvorlesung zum Thema Entwicklung des Wissenschaftliches Rechnens in der Extraterrestrischen Physik im Rahmen einer farewell-Veranstaltung können Sie hier ansehen.
Kurzer Lebenslauf
Dieser kompakte Lebenslauf entspricht weitgehend den Einträgen in
- Marquis' Who is who in Science
- Wer ist wer? Das deutsche Who is who
- Kürschners Gelehrten-Kalender
Ehemalige
In den nahezu vier Jahrzehnten meiner wissenschaftlichen Arbeit war ich glücklich, mit einer Reihe exzellenter Studenten und Mitarbeir in der eigenen Arbeitsgruppe zusammenarbeiten zu können. Vor allem die Arbeit im Rahmen der Satelliten-Missionen erforderte eingespieltes team-Verhalten
Beim immerwärenden Bemühen, um Algorithmen und der Verwirklichung auf möglichst optimalen Rechner-Strukturen innerhalb des IAEF gilt mein Dank Dipl.-Phys. Günter Lay - der leider 2009 allzu früh verstorben ist - und Dr. Uwe Naß. Besonders bemerkenswert ist auch die Kooperation ohne Missgunst und Mobbing der Kollegen Peter W. Bum, Hans J. Fahr, Wolfgang Priester (dagger 2005) und Gerd W. Prölss. Ich schätze mich glücklich, Ihnen Jahrzehnte lang bei der leidigen Administration den Rücken frei gehalten zu haben.
Veröffentlichungen
Eine Liste der Veröffentlichungen finden Sie hier.