05. Dezember 2025

Das Leben zentraler Radiogalaxien in Clustern: AGN-ICM-Studien an eRASS1-Clustern in den ASKAP-Feldern. Das Leben zentraler Radiogalaxien in Clustern: AGN-ICM-Studien an eRASS1-Clustern in den ASKAP-Feldern

Eine aktuelle Studie von Angie Veronica et al. verwendet Galaxiengruppen- und Clusterkataloge aus der ersten eROSITA-Himmelssurvey zusammen mit Radio-Beobachtungen von ASKAP, um zu untersuchen, wie zentrale supermassive Schwarze Löcher die größten Strukturen im Universum beeinflussen: Galaxie-Cluster. Im Zentrum von Clustern starten aktive supermassive Schwarze Löcher, auch als aktive galaktische Kerne (AGN) bekannt, Jets, die das umgebende heiße Gas aufheizen können. Zu verstehen, wie effektiv dieses „AGN-Feedback“ ist, war ein großes Ziel der Astrophysik.

Durch die Analyse von 151 Galaxie-Clustern stellt das Team fest, dass Radiostrahlenjets tendenziell größer werden, wenn ihre Zentralgalaxie nicht perfekt mit dem Clusterzentrum ausgerichtet ist, was darauf hindeutet, dass die Umgebung die Entwicklung der Jets beeinflusst. Sie finden auch eine schwache Verbindung zwischen der Jet-Leistung und der Abkühlung des Gases in den Cluster-Kernen. Allerdings erzeugen die Jets in den massereichsten Clustern nicht genug Energie, um die Abkühlung auszugleichen, was darauf hinweist, dass zusätzliche Wärmequellen notwendig sein könnten, um diese Systeme stabil zu halten.

Beziehung zwischen der mechanischen (Jet-)Leistung von AGN und der Röntgen-Abkühlungsleuchtkraft der Kerne von Galaxienclustern.
Beziehung zwischen der mechanischen (Jet-)Leistung von AGN und der Röntgen-Abkühlungsleuchtkraft der Kerne von Galaxienclustern. - Zentrale AGN-mechanische Leuchtkraft, skaliert aus der monochromatischen Radioleuchtkraft unter Verwendung von Gleichung 8 aus Heckman & Best (2014), gegen die Röntgenleuchtkraft innerhalb des Abkühlungsradius für die CC-Untergruppe (cR500 > 0,26). Die blaue durchgezogene Linie und der schattierte Bereich zeigen die lineare Anpassung und das 1σ-Band aus der CC-Untergruppe. Die gestrichelte Linie markiert die 1:1-Linie. © Angie Veronica
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Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Publications of the Astronomical Society of Australia (PASA) veröffentlicht.

Die Publikation kann hier gefunden werden (auf Englisch).

Dr. rer. nat. Angie Veronica
Argelander-Institut für Astronomie/Universität Bonn
Auf dem Hügel 71, R. 2.014
D-53121 Bonn

E-mail: averonica@astro.uni-bonn.de

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