Das Leben zentraler Radiogalaxien in Clustern: AGN-ICM-Studien an eRASS1-Clustern in den ASKAP-Feldern. Das Leben zentraler Radiogalaxien in Clustern: AGN-ICM-Studien an eRASS1-Clustern in den ASKAP-Feldern
Eine aktuelle Studie von Angie Veronica et al. verwendet Galaxiengruppen- und Clusterkataloge aus der ersten eROSITA-Himmelssurvey zusammen mit Radio-Beobachtungen von ASKAP, um zu untersuchen, wie zentrale supermassive Schwarze Löcher die größten Strukturen im Universum beeinflussen: Galaxie-Cluster. Im Zentrum von Clustern starten aktive supermassive Schwarze Löcher, auch als aktive galaktische Kerne (AGN) bekannt, Jets, die das umgebende heiße Gas aufheizen können. Zu verstehen, wie effektiv dieses „AGN-Feedback“ ist, war ein großes Ziel der Astrophysik.
Durch die Analyse von 151 Galaxie-Clustern stellt das Team fest, dass Radiostrahlenjets tendenziell größer werden, wenn ihre Zentralgalaxie nicht perfekt mit dem Clusterzentrum ausgerichtet ist, was darauf hindeutet, dass die Umgebung die Entwicklung der Jets beeinflusst. Sie finden auch eine schwache Verbindung zwischen der Jet-Leistung und der Abkühlung des Gases in den Cluster-Kernen. Allerdings erzeugen die Jets in den massereichsten Clustern nicht genug Energie, um die Abkühlung auszugleichen, was darauf hinweist, dass zusätzliche Wärmequellen notwendig sein könnten, um diese Systeme stabil zu halten.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Publications of the Astronomical Society of Australia (PASA) veröffentlicht.
Dr. rer. nat. Angie Veronica
Argelander-Institut für Astronomie/Universität Bonn
Auf dem Hügel 71, R. 2.014
D-53121 Bonn
E-mail: averonica@astro.uni-bonn.de